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Constantin Pfannschmidt fährt zum „Tag der Talente“.

Nachwuchswissenschaftler

15-jähriger Penzberger bei „Tag der Talente“ in Berlin

Constantin Pfannschmidt aus Penzberg ist ein Talent in Naturwissenschaften und IT. Er hat an zahlreichen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen. Nun wurde er zum „Tag der Talente“ eingeladen.

Penzberg – Wie etwas funktioniert und warum: Das hat Constantin Pfannschmidt schon von klein auf interessiert. „Seit dem Kindergarten habe ich alles hinterfragt und wollte Zusammenhänge verstehen“, erinnert sich der Jugendliche, der derzeit die 11. Klasse des Penzberger Gymnasiums besucht. Ganz schön gelöchert habe er seine Eltern mit allen möglichen Fragen, aber die hätten zum Glück immer versucht, seine Neugier zu befriedigen.

Mathematik und Physik sind neben dem Programmieren die drei großen Leidenschaften des Teenagers. Auch Biologie und Chemie interessieren ihn sehr. Seit der 8. Klasse nehme er an Wettbewerben in diesen Bereichen teil, unter anderem an internationalen Physik- und Chemie-Olympiaden. Auch bei der „Internationalen Junior-ScienceOlympiade“ (IJSO) hat er schon mitgemacht.

Constantin Pfannschmidt aus Penzberg absolvierte bereits Frühstudium der Physik

Auf Empfehlung der IJSO ist er nun zum „Tag der Talente“ eingeladen worden. „Dafür kann man sich nicht bewerben. Man wird eingeladen“, sagt der Schüler, der im vergangenen Schuljahr ein Frühstudium der Physik an der LMU München absolvierte. Beim „Tag der Talente“ an diesem Wochenende wird der Penzberger auf etwa 300 andere jugendliche Talente aus verschiedensten Fachbereichen treffen; darunter etwa Preisträger von Wettbewerben wie „Jugend forscht“.

Auch Anja Karliczek, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, wird an der Veranstaltung teilnehmen. Das Leitthema des Treffens, das sich in verschiedene Workshops gliedert, lautet „Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft“. Obwohl Pfannschmidt schon zu diversen Wettbewerben in ganz Deutschland gefahren ist, freut er sich auf die Tage in Berlin. „Es ist immer etwas Besonderes, wenn man die Gelegenheit hat herumzukommen und die Möglichkeit hat, sich mit Themen zu beschäftigen, die einen interessieren.“ Auch auf den Austausch mit Gleichgesinnten sei er gespannt.

Das sagen Mitschüler zu seiner Leidenschaft für Physik und Co

Als etwas Besonderes angesichts seiner mathematisch-naturwissenschaftlichen Begabung fühlt er sich nicht. Bei ihm in der Familie seien alle so, sagt er: Mutter, Vater und die beiden Geschwister. Seinen Intelligenzquotienten kenne er zwar. „Aber der ist nicht so aussagekräftig.“

Und was sagen seine Mitschüler zu seiner Leidenschaft für Physik und Co, die längst den normalen schulischen Rahmen sprengt? „Nicht allzu viel“, glaubt Pfannschmidt, der in seiner Freizeit gern segelt und Trompete spielt. „Vermutlich bin ich die Nervensäge, die alle Fragen zu ausführlich beantwortet“, meint er schmunzelnd.

Eine Klasse übersprungen hat er nie. „Dazu war ich zu faul.“ Was er einmal beruflich machen will, weiß er noch nicht. Vielleicht Mathe oder Physik studieren. Oder Jura.

VON FRANZISKA SELIGER

Lesen Sie auch: Auf dem Rückweg vom Sportunterricht stoßen drei Jugendliche in Penzberg auf eine Blutspur. Sie folgen ihr und finden einen schwer verletzten Mann im Wald. Ohne ihre Hilfe wäre er wohl verblutet.

Außerdem interessant: Huglfing und Schönberg bei Rottenbuch sind beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angetreten. Beide Orte hofften, dass sie in ihrer Kategorie (Huglfing bis 3000 Einwohner und Schönberg bis 600 Einwohner) den Kreisentscheid gewinnen und in den Bezirksentscheid einziehen – mit Erfolg.

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