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Ein vielfältiges Angebot gab es für die Kinder: Marlen (l.) zeigte der fünfjährigen Amelie (r.) und der siebenjährigen Anna, wie aus Filz eine Blume wird.

Gründungsfest des Familienzentrums

30 Jahre „Arche Noah“ für die ganze Familie

Filzen, Holzwerkeln oder Zirkus-Workshop: ein vielfältiges Angebot für Kinder hatten die Mitarbeiter für das Gründungsfest des Familienzentrums „Arche Noah“ vorbereitet. 

Penzberg – Eine Ausstellung zum Thema „Heimat“ gab es im Obergeschoss des Hauses zu sehen. An vielen Stellen informierten Plakate über das Angebot der Einrichtung. Geboten wird im Familienzentrum ein breites Spektrum, das Buben und Mädchen bis zur Berufswahl unterstützt. Neben Kindergruppen und Kindergarten gehört „Fenkid“ dazu, bei dem die positive Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt steht. Hinzu kommen Lernprojekte für Schüler, Ferienkindergruppen, Berufsorientierung, Beratung und Therapie.

Das größte Problem stellte von Anfang an die Finanzierung dar, erläuterte Annelies Plep, die Gründerin und Leiterin des Familienzentrums in ihrem Rückblick auf 30 Jahre „Arche Noah“. 1989 war aus einer Elterninitiative heraus die Kindergruppe „Arche Noah“ mit zehn Kindern im Privathaus von Plep gegründet worden. Viele Abende wurde mit den Eltern über eine ganzheitliche, christliche und präventive Pädagogik diskutiert. 1990 scheiterte der Versuch, einen Kindergarten zu gründen an den öffentlichen Stellen. Von der Adventgemeinde Penzberg konnte dann ein Raum für die Kindergruppe angemietet werden, das Advent-Wohlfahrtswerk wurde zum Träger und ist es bis heute.

Projekt „Passgenau“ zur Berufsorientierung

Der Andrang war groß, das Angebot wurde erweitert. So wurde vor zehn Jahren das Projekt zur Berufsorientierung gegründet, das heute „Passgenau“ heißt und von Petra Zott-Endress geleitet wird. Es folgte eine Reihe von Umzügen, bis 2015 das Haus im Thal mit hellen Räumen und genügend Platz bezogen werden konnte.

Obwohl die „Arche Noah“ als Familienzentrum 1998 vom Staatsministerium für Soziales und Familien anerkannt wurde, sei die Finanzierung immer problematisch, berichtete Plep. Das Familienzentrum werde nur teilweise öffentlich finanziert und sei deshalb abhängig von privaten und betrieblichen Zuwendungen. Viele Leistungen würden darüber hinaus ehrenamtlich erbracht. „Ohne die vielen Spender, Stiftungen und Kooperationspartner ginge es nicht“, so Plep. So habe es die Holdenried-Stiftung erst ermöglicht, Sonja Marx, die Kindergartenleiterin, in Teilzeit zu engagieren. Die Erzieherin und Betriebswirtin würde nun die Leiterin bei den Verwaltungsaufgaben unterstützen.

Von pädagogischen Konzepten begeistert

„Einen Blick zurück und nach vorn“ warf das Podiumsgespräch unter der Leitung von Professor Egon Endres (Katholische Stiftungsfachhochschule München/Benediktbeuern). Vom pädagogischen Konzept zeigten sich alle Teilnehmer begeistert. Auch die Landtagsabgeordneten Susann Enders (Freie Wähler) und Andreas Krahl (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützen die Petition, die das Familienzentrum Ende 2017 an den Landtag gestellt hatten, um eine Regelunterstützung zu erreichen.

Von Anneliese Steibli

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