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Baustelle auf Strecke Penzberg-Bichl: Neue Abbiegespur soll Gefahrenstelle entschärfen

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Von: Wolfgang Schörner

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Baustelle auf Höhe von Schönmühl: Die Staatsstraße wird in dem Bereich aufgeweitet, um Platz für eine Linksabbiegespur zum Penzberger Wertstoffhof zu schaffen. Rechts im Bild ist die Abzweigung.
Baustelle auf Höhe von Schönmühl: Die Staatsstraße wird in dem Bereich aufgeweitet, um Platz für eine Linksabbiegespur zum Penzberger Wertstoffhof zu schaffen. Rechts im Bild ist die Abzweigung. © Wolfgang Schörner

Auf der viel befahrenen Staatsstraße zwischen Penzberg und Bichl wird derzeit eine Gefahrenstelle entschärft. Bei der Abzweigung zum Penzberger Wertstoffhof entsteht für Autofahrer eine Linksabbiegespur. Dort war es in der Vergangenheit immer wieder zu Auffahrunfällen gekommen.

Penzberg – Eine Baustelle ist seit einigen Wochen die Staatsstraße Penzberg-Bichl kurz vor der Loisachbrücke auf Höhe von Schönmühl. Die viel befahrene Straße ist zwar offen, der Verkehr wird aber per Ampelschaltung geregelt. Im Berufsverkehr bilden sich bisweilen lange Staus. An der Stelle wird die Fahrbahn aufgeweitet, um Platz für eine Linksabbiegespur zum Wertstoffhof zu schaffen. Die Arbeiten laufen seit Ende September. Ziel sei eine Fertigstellung noch vor der Weihnachtswoche am 17. Dezember, so Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt Weilheim, zuständig für den Straßenbau im Landkreis Weilheim-Schongau.

Ursprünglich war neue Abbiegespur Teil eines größeren Projekts

Ursprünglich habe es sich dabei um ein weit größeres Projekt gehandelt, wie Andreas Lenker auf Anfrage sagte. Vor fünf, sechs Jahren sei noch geplant gewesen, zugleich die sanierungsbedürftige Loisachbrücke abzureißen und etwas weiter westlich neu zu errichten. Durch die entsprechende Verlegung der Staatsstraße wäre auch die starke Kurve hinunter zur Brücke flacher geworden.

Von einem Brückenneubau an anderer Stelle ist mittlerweile aber keine Rede mehr. Das alte Bauwerk soll nun laut Lenker an derselben Stelle neu gebaut werden, allerdings frühestens in einem Jahr. Die Vorarbeiten beginnen eventuell Ende 2022, der eigentliche Bau 2023.

Streckenabschnitt galt 2018 bis 2020 als Unfallschwerpunkt

Vorgezogen wurde aber der Bau der Abbiegespur. Der Sachgebietsleiter vom Staatlichen Bauamt begründet dies damit, dass es sich bei der Stelle um einen „unfallaufälligen Bereich“ handle. Nach den Unfallzahlen im Berechnungszeitraum 2018 bis 2020 galt der Knotenpunkt als Unfallschwerpunkt. Wie es dazu seitens der Penzberger Polizei heißt, hatte es in dem Zeitraum mehrere Auffahrunfälle gegeben. Autofahrer hatten demnach abgebremst, um nach links zum Wertstoffhof abzubiegen, was nachfolgende Autofahrer übersahen und auffuhren. In den vergangenen beiden Jahren war die Stelle laut Polizei aber nicht mehr auffällig.

Abbiegespur - obwohl Wertstoffhof verlegt werden soll

Laut Lenker kam an der Stelle nur eine Linksabbiegespur in Frage. Für einen Kreisverkehr wäre der Platz zu gering gewesen. Er bestätigte ebenso, dass auch grundsätzlich überlegt wurde, ob es überhaupt eine Abbiegespur braucht, da der Penzberger Wertstoffhof ohnehin umziehen soll. Wie berichtet, planen die Erbenschwanger Abfallentsorger (EVA), den seit rund 25 Jahren bestehenden Wertstoffhof zur bestehenden Grüngutsammelstelle zwischen Sindelsdorf und Habach zu verlegen – wann, ist noch unklar. Laut Lenker ist eine Abbiegespur aber in jedem Fall nötig, da an der Stelle auch ohne Wertstoffhof Autofahrer abbiegen werden – die Straße führt nach Obermaxkron. Die Investition beläuft sich ihm zufolge auf 150 000 Euro.

Bei der aktuellen Straßenbaustelle wurde zunächst der Wall auf der Schönmühler Seite abgetragen, um laut Lenker die Sicht für die Autofahrer zu verbessern. Sehr aufwendig, erklärte er, sei die Verlegung der Spartenleitung, unter anderem für das Kraftwerk, gewesen. Dies dauerte ihm zufolge länger als geplant. Noch vor Weihnachten sollen die Arbeiten nun beendet werden. „Bis dahin ist noch ordentlich was zu tun“, räumt er ein. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es schaffen.“

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