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Um einen Standort für eine neue Kinderkrippe geht es in Penzberg.

Krippe an der Birkenstraße

Alternativfläche für Kita-Neubau in Penzberg: „Weder verkaufen noch tauschen“

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Die Fläche direkt an der Birkenstraße steht für einen Krippen-Neubau nicht zur Verfügung. Eigentümer hätten erklärt, „weder verkaufen noch tauschen“ zu wollen – das teilte Bürgermeisterin Elke Zehetner mit. Überraschend tut sich jedoch eine andere Option auf: an der Nonnenwaldstraße. Sie hat allerdings einen Nachteil.

Penzberg – Die vom Elternbeirat der Birkenstraßen-Grundschule vorgeschlagene Alternativfläche für ein Kinderhaus östlich der Birkenstraße und südlich der Ahornstraße bestehe aus 39 Grundstücken, die über 70 Eigentümern gehörten, berichtete Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD) am Dienstagabend im Stadtrat. Vergangene Woche am Mittwoch habe man Schreiben losgeschickt. Schon am Tag darauf sei sie aber bei der Bürgersprechstunde am Stadtplatz und im Büro von Eigentümern angesprochen worden, die vom Elternbeirat-Vorschlag in der Zeitung gelesen hatten. Die Eigentümer hätten gefragt, wie man dazu komme, ihre Grundstücke zu überplanen. Niemand habe vorher mit ihnen gesprochen, berichtete Zehetner.

Alternativvorschlag für Kita-Neubau: Eigentümervereinigung reagiert

Laut Bürgermeisterin traf zudem an diesem Montag ein Brief der Eigentümer-Vereinigung ein, einem „Hausverein Penzberg-Birkenstraße“. Darin heißt es, so Zehetner, dass die Gemeinschaft in keine Gespräche mit Elternbeirat oder Andreas Vetter (er hatte der Stadt den Flächenvorschlag überbracht) involviert gewesen sei. Man habe nicht vor, zu verkaufen oder zu tauschen. Zehetner erklärte, sie dürfe den Vorsitzenden nach Rücksprache auch dahingehend zitieren, dass er selbst zehn Eigentümer gefragt habe, von denen aber keiner bereit sei zu verkaufen. Außerdem würden sie gern den Spielplatz dort belassen.

Elternbeirat der Birkenstraßen-Grundschule hatte Fläche vorgeschlagen

Wie berichtet, wehrt sich der Elternbeirat der Birkenstraßen-Grundschule gegen einen Kinderhaus-Neubau auf dem Pausenhofgelände. Beim runden Tisch am Montag vergangener Wocheüberraschte er mit dem Flächenvorschlag südlich der Ahornstraße und östlich der Birkenstraße. Andreas Vetter, vor einigen Monaten Konkurrent Zehetners bei der Bürgermeisterkandidatur, lieferte dazu eine Grafik. Diese beinhaltet auch das weiter östlich gelegene Nachbargrundstück, das seiner Verwandtschaft gehört. Die Idee dahinter war, dass beide Flächen auch getauscht oder – eine weitere Alternative – das Kinderhaus auf dem weiter östlich gelegenen Grundstück gebaut werden könnte.

Mischwasserkanal quert beide Flächen östlich der Birkenstraße

Bürgermeisterin Zehetner sagte am Dienstag im Stadtrat auch, die Stadtwerke hätten mitgeteilt, dass ein Mischwasserkanal beide Flächen queren würde. Deshalb komme auch das weiter östlichere Grundstück „nicht unbedingt in Frage“. Die Nachfrage, ob mit dessen Eigentümerinnen Kontakt aufgenommen wurde, verneinte Zehetner am Mittwoch. Ihr zufolge macht die Fläche ohne die Grundstücke direkt an der Birkenstraße wegen der Anbindung wenig Sinn.

Überraschend neue Option: Forst bietet Fläche an Nonnenwaldstraße an

Für den Elternbeirat bedeutet dies, dass das Pausenhofgelände weiter im Fokus der Stadt bleibt. Allerdings berichtete die Bürgermeisterin selbst im Stadtrat von einer neuen Option. Die Bayerischen Staatsforsten haben, anders als bei einer Anfrage im Vorjahr, ein Grundstück an der Nonnenwaldstraße angeboten. Es liegt am Ende der erneuerten Parkplätze nahe dem Stadion. Der Forst sei bereit zu verhandeln, konkretisierte Zehetner am Mittwoch auf Anfrage. Im Stadtrat sagte sie zwar in Bezug auf einen nötigen Bebauungsplan, man sollte keine Zeit verlieren. Am Mittwoch schränkte sie aber ein, dass das Grundstück eher für die übernächste Tagesstätte in Frage käme, falls diese gebraucht wird. Für das aktuell geplante Kinderhaus ist ihrer Ansicht nach die Zeit zu kurz (2021 soll die Container-Krippe dem Hallenbad-Parkhaus weichen), da erst mit dem Forst verhandelt und ein Bebauungsplan erarbeitet werden müsse.

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