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Auf dem Christkönig-Gelände wird am St-Franziskus-Kindergarten gebaut.

Neue Betreuungsplätze

An drei Kindertagesstätten wird gebaut

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In Penzberg wird derzeit gleichzeitig an drei Tagesstätten gebaut: Zwei Kindergärten entstehen neu, ein Hort wird erweitert. Der St.-Franziskus-Kindergarten hinter der Christkönigskirche soll sogar eher fertig werden als gedacht. Geschaffen werden insgesamt mehr als 200 Betreuungsplätze – wobei nicht alle Plätze ganz neu sind.

Penzberg – Mehrere Millionen Euro investiert die Stadt Penzberg, um die mehr als 200 Betreuungsplätze zu schaffen. Am Daserweg und hinter der Christkönigskirche entstehen neue Kindergärten. Und an der Winterstraße wird der Hort erweitert. Die Baukosten für alle drei Tagesstätten werden auf 7,5 Millionen Euro geschätzt. Den Großteil zahlt die Stadt. An staatlichem Fördergeld fließen etwa 2,5 Millionen Euro. Die Diözese Augsburg steuert zudem für den Kindergarten der Pfarrei Christkönig 250 000 Euro bei.

Die drei Baustellen sind weit fortgeschritten. Gute Nachrichten gibt es vom St.-Franziskus-Kindergarten hinter der Christkönigskirche. Er wird womöglich zwei oder drei Monate eher fertig als gedacht. Im Januar könnte der Einzug sein, sagt Architekt Peter Haberecht. Von außen sieht das zweistöckige Gebäude mit seinen farbigen Türen und Fensterrahmen – es kostet rund 3,5 Millionen Euro – schon recht fertig aus. Derzeit läuft der Innenausbau. Der Garten wird sich U-förmig auf drei Seiten um das Haus legen. Es entstehen drei Kindergartengruppen für 75 Kinder und eine Krippengruppe für zwölf Kinder.

Am Daserweg entsteht neben der Krippe der neue Spatzennest-Kindergarten.

Bleibt es beim neuen Eröffnungstermin, wird im Januar die Container-Tagesstätte in Steigenberg – auch sie heißt St. Franziskus – aufgelöst: Deren Kindergarten- und Krippengruppen ziehen dann zur Christkönigskirche um. Zügig folgen soll die Notgruppe aus dem Turnraum im Steigenberger Kindergarten. Damit wäre das neue Haus schon fast voll. Die dritte Kindergartengruppe wird wohl erst im September 2019 starten. Wieso es schneller geht als gedacht? „Weil wir so geplant haben, dass es machbar ist“, sagt Architekt Haberecht. Die Firmen seien sehr zuverlässig, im Winter habe man mehr arbeiten können als erwartet. Der eingeplante Zeitpuffer wird deshalb wohl nicht benötigt.

Erweitert wird zudem der AWO-Hort an der Winterstraße, indem der Arkaden-Vorplatz beim Haupteingang geschlossen wurde.

Bereits Anfang November soll der Spatzennest-Kindergarten am Daserweg bezugsfertig sein. 100 Plätze für 90 Buben und Mädchen (einige sind Integrationsplätze) entstehen. Auch hier wird der Einzug teilweise ein Umzug sein: Denn in das Haus zieht die Kindergartengruppe aus der benachbarten Spatzennest-Krippe ein. Neu dagegen sind zwei Kindergartengruppen, die ab September übergangsweise in einem Krippen-Raum und in einem Container beim städtischen Kindergarten betreut werden. „Wir fangen mit drei Gruppen und 60 Kindern an“, sagt Spatzennest-Geschäftsführerin Monika Scheer. Für eine vierte Kindergartengruppe, die im neuen Haus ebenfalls Platz hätte, gebe es aktuell keinen Bedarf, sagt sie.

Trickreich: Arkade wird zum Hortraum

Die Spatzennest-Baustelle befindet sich im Zeitplan, wie Rodja Maier vom Penzberger Stadtbauamt sagt. In dem Haus, dessen dunkle Holzverkleidung dem Nachbarbau ähnelt, läuft der Innenausbau im Erd- und Obergeschoss sowie im Keller. Dieser hat wegen der Hanglage auf einer Seite Sonnenlicht. Die Baukosten ohne Außenanlagen werden auf 3,6 Millionen Euro geschätzt. Gearbeitet wird auch am neuen Parkplatz. Anstelle der alten Stellplätze entsteht im Frühjahr ein „naturnaher Spielbereich“.

Die dritte Baustelle befindet sich an der Winterstraße. Dort wird der AWO-Hort erweitert. Auf eine trickreiche Weise: Der Arkaden-Vorbau wurde geschlossen, um eine weitere Gruppe mit 25 Kindern unterzubringen. Auf rund 100 Quadratmetern entstehen Gruppen- und Nebenraum, Garderobe und Toilette. Gut 300 000 Euro hat die Stadt dafür veranschlagt. Es werde auch darauf geachtet, dass der direkte Weg vom Mütterzentrum zur Winterstraße bestehen bleibt, erklärt Maier vom Stadtbauamt. Dafür werden eine Fluchttreppe verlegt und eine Gitterabdeckung über einen Lichtschacht gelegt. Auch diese Baustelle befindet sich im Zeitplan. Zum Schuljahresbeginn, so Maier, sollen die neuen Räume fertig sein.

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