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Mit einem 3D-Projekt begeisterten die Kinder aus dem AWO-Hort in Penzberg die Jury.

Kinderhort an der Winterstraße

Auszeichnung für AWO-Hort in Penzberg: Großer Gewinn für kleine Forscher

1000 Euro Preisgeld, eine Plakette und Geschenke gab es für die Kinder des AWO-Kinderhortes an der Winterstraße in Penzberg. Sie hatten bei einem bayernweiten Wettbewerb groß abgeräumt.

Penzberg – „Wir haben gewonnen!“ Groß war der Jubel der 14 Buben und Mädchen des AWO-Hortes an der Winterstraße, die mit den Erzieherinnen Anja Klaas und Djamiall Ach-Jaffee an einem Projekt zum Thema „3D“ teilgenommen hatten. Ausgeschrieben worden war es von der „Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0“ des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft. An der Verleihung des mit 1000 Euro dotierten Preises nahmen auch Anna Stolz, bayerische Staatssekretärin für Unterricht und Kultus, sowie Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände, teil. Michael Mötter, Vize-Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft, moderierte die Preisverleihung.

Preis für Hortkinder: Der Höhepunkt war ein 3D-Film in Kino

Die 14 Grundschüler im Alter von sieben bis zehn Jahren stellten die Projektarbeit vor. Begonnen hatte sie mit einer Kinderkonferenz. Dabei wählten sie aus einer Liste mit Vorschlägen „3D“ aus. Zuerst hieß es, Informationen in der Stadtbücherei einzuholen. Gespräche mit Experten folgten. Die Kinder befragten eine Fachkraft für Augenheilkunde und einen Optiker. Verschiedene 3D-Techniken wurden diskutiert. Das Highlight sei aber ein Film in „3D“ im Kino in Bad Tölz gewesen, da waren sich alle Kinder einig. Übereinstimmend waren sie aber auch der Meinung, dass alle sich angestrengt hätten und die Zusammenarbeit toll war. Die Erzieherinnen Anja Klaar und Djamiall Ach-Jaffee bestätigten das: „Auch wenn es manchmal Tiefs gab, waren alle schnell wieder bei der Sache und engagierten sich.“

Staatssekretärin: „Es ist wichtig, den Mut nicht zu verlieren“

Staatssekretärin Anna Stolz zeigte sich beeindruckt. „Es ist wichtig, den Mut nicht zu verlieren, wenn mal etwas nicht klappt“, gab sie den Buben und Mädchen mit auf den Weg. Das Ziel der Bildungsinitiative sei es, die Schüler für Naturwissenschaften zu begeistern und sie in ihren Begabungen bestmöglich zu fördern. Interesse und Neugier sollten geweckt werden. Bertram Brossardt ergänzte, dass Teamarbeit in der Zukunft noch stärker gefordert sein werde. Auch dies sei ein Ziel der Initiative. Der Arbeitgeberverband wende pro Jahr 20 Millionen Euro für Bildungsmaßnahmen auf. Zum einen, weil die Unternehmer Verantwortung für die Gesellschaft trügen, zum anderen, um den Blick der Kinder auch auf technische Berufe zu lenken.

Preis für Hortkinder: Jury kürte Projekt einstimmig zum Sieger

Hortleiterin Anke Krüger-Fink ergänzte, dass neben dem Wissen auch Sozialkompetenz vermittelt worden sei. Zudem erhielten die Kinder die Möglichkeit, die Ergebnisse zu präsentieren. Irmgard Burtscher, die in Penzberg wohnt und seit etwa 15 Jahren die Bildungsinitiative als Jury-Mitglied begleitet, verlas die Laudatio. Hervorzuheben seien die Expertenbesuche, die Anfertigung von Modellen, die Beschäftigung mit der Technik und die Ausdauer, mit der die 14 Kinder bei 17 Treffen jeweils ein Stunde zusammengearbeitet hätten. Einstimmig hatte die Jury den AWO-Hort zum Preisträger in Oberbayern für sein beispielhaftes Projekt gekürt. Neben dem Scheck gab es eine Plakette, die den Einsatz des Horts in der MINT-Bildung unterstreicht, sowie Urkunden und Geschenke für die Nachwuchsforscher.

Der Preis „Es funktioniert?!“ zeichnet seit dem Jahr 2005 die besten Projekte für frühe technische-naturwissenschaftliche Bildung und Förderung aus. Die Projekte gehen von den Fragen der Kinder aus – Lehrer und Erzieher begleiten und dokumentieren lediglich die Lernprozesse und Ergebnisse. Ziel ist es, Kinder spielerisch an naturwissenschaftliche, digitale und technische Themen heranzuführen und ihren Entdeckergeist zu fördern. Bayernweit haben sich in diesem Schuljahr 23 Kindertagesstätten und Grundschulen mit rund 600 Kinder beteiligt.

Text: Anneliese Steibli

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