Ein falscher, sogenannter Prop-Copy-Schein
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Mehrere dieser Scheine hat die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim bei einem 43-jährigen Penzberger gefunden.

Kripo ermittelt in Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft

Penzberger wird mit Falschgeld erwischt - anschließend Scheine im Wert von 10.000 Euro sichergestellt

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Bei einem 43-jährigen Penzberger wurde Falschgeld - sogenannte Prop Copy-Scheine - im Wert von 10.000 Euro gefunden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen eingeleitet und Anzeige erstattet.

Penzberg - „Prop Copy“-Scheine im Wert von rund 10.000 Euro hat die Kriminalpolizei Weilheim sichergestellt. Bereits am Sonntag, 24. Januar, kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Penzberg einen 43-Jährigen bei einer Verkehrskontrolle. Im Laufe dieser bemerkten die Polizisten mehrere 100-Euro-Scheine in der Geldbörse des Penzbergers.

10.000 Euro Falschgeld: Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln

„Bereitwillig händigte der 43-Jährige die Geldscheine, die echtem Geld täuschend ähnlich sahen, den Polizisten aus“, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit. Bei einer anschließenden Überprüfung stellte sich das vermeintliche Geld als „Prop Copy“-Geld heraus.

Die Beamten nahmen das Geld an sich und übergaben den Vorfall an das Fachkommissariat 2 der Kriminakpolizeiinspektion Weilheim. Bei den Ermittlungen „unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts des Inverkehrbringens von Falschgeld konnten weitere 39 100-Euro-Scheine und 97 50-Euro-Scheine sichergestellt werden“, so der Polizeisprecher.

Penzberger gab an, Falschgeld im Internet bestellt zu haben

Der Penzberger gab an, das „Prop Copy“-Geld Anfang des Jahres 2020 auf einer Internetplattform gekauft zu haben. Die Kripo ermittelt nun, ob und in welchem Umfang er es weitergegeben oder möglicherweise sogar in den Zahlungsverkehr gebracht hat. Der 43-jährige Mann wurde angezeigt.

Bereits in der Vergangenheit warnten das Bayerische Landeskriminalamt und das Polizeipräsidium Oberbayern Süd vor dem Phänomen der Geldfälschung mit sogenanntem „Prop Copy“ oder „Movie Money“. Dabei handelt es sich um Banknoten, die für den Entertainmentbereich wie beispielsweise für Filmaufnahmen oder Zaubershows hergestellt wurden. „Diese Noten sind nur dann unbedenklich, wenn sie sich in Größe und Farbe von echten Banknoten unterscheiden“, so der Sprecher des Polizeipräsidiums. Zusätzlich müssen deutliche Hinweise auf dem Zahlungsmittel angebracht sein, die es als „Spielgeld“ erkennen lassen.

Falschgeld wird nicht ersetzt: „Wer den Schein hat, hat den Schaden!“

„Banknotenreproduktionen sind nach deutschem Recht dann Falschgeld, wenn sie mit echtem Geld verwechselt werden können und als echt in den Verkehr gebracht werden oder werden sollen“, erklärt der Sprecher des Polizeipräsidiums. Die Kriminalpolizei warne eindringlich davor, mit „Movie Money“ oder „Prop Copy“-Geld zu zahlen. Geldfälschung ist ein Verbrechen und wird mit hohen Strafen geahndet. Zudem werde Falschgeld niemandem ersetzt - „Wer den Schein hat, hat den Schaden!“, so die Polizei.

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