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Im Zuge eines Einsatzes wegen eines Familienstreits fand die Polizei bei einem der Beteiligten ein großes Waffenarsenal.

Wohnung durchsucht

Familienstreit eskaliert: 59-Jähriger hält Mann Pistole an Kopf - dann macht Polizei eine Entdeckung

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In Penzberg ist ein Familienstreit eskaliert. Bei einer Hausdurchsuchung machte die Polizei dann eine Entdeckung.

Penzberg – Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es in der Nacht auf Dienstag im Penzberger Stadtgebiet. Im Zuge eines Familienstreits eskalierte eine Bedrohung, später wurden in einer Wohnung gleich mehrere verbotene Waffen sichergestellt. „Es hat eine konkrete Gefahr bestanden“, beurteilte gestern Inspektionsleiter Jan Pfeil das Geschehen. 

Familienstreit in Penzberg eskaliert: 59-Jähriger hält Mann Pistole an den Kopf

Angefangen hatte alles in der Wohnung einer Frau. Sie war mit ihrem 27-jährigen Sohn aneinandergeraten. Der 59-jährige Lebensgefährte der Frau mischte sich ein. Kurze Zeit später trafen sich die beiden Männer im Bereich Steigenberg wieder – wohl nicht zufällig. „Die Situation ist vor Ort eskaliert“, sagt Pfeil. Der 59-Jährige bedrohte seinen Kontrahenten und hielt ihm zur Untermauerung eine Pistole an den Kopf. Ob diese geladen war, sagte die Polizei mit Verweis auf die Ermittlungen nicht. Der 27-Jährige konnte jedoch flüchten und die Penzberger Polizei alarmieren. 

Die Polizei machte umgehend mobil, um den 59-Jährigen aufzuspüren. Mehrere Streifen der Inspektionen Weilheim und Geretsried, der Kriminalpolizei Weilheim, der Grenzpolizei Murnau und der Weilheimer Verkehrspolizei wurden nach Penzberg geschickt. Die Einsatzleitung übernahm eigens das Polizeipräsidium Oberbayern Süd und schickte Vertreter aus Rosenheim ins Oberland. 

Polizei durchsucht Wohnung eines 59-Jährigen in Penzberg - und entdeckt Waffen

Rund 20 Kräfte waren in der Nacht im Einsatz. Die zuständige Ermittlungsrichterin erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 59-jährigen Penzbergers. Am Dienstag in der Früh betraten Kräfte der Penzberger Inspektion die Räumlichkeiten im Stadtgebiet. Zur Sicherheit begleitete sie ein Diensthundeführer der Operativen Ergänzungsdienste Weilheim mit seinem Sprengstoffhund. Dort entdeckten sie ein ganzes Arsenal an Waffen. 

Die Polizei stellte mehr als 300 Schuss Munition, eine Vielzahl von Waffen und zum Teil verbotene Gegenständen sicher. Darunter waren ein scharfer Revolver „Magnum“, Kaliber 45, ein 22-Kaliber-Gewehr sowie doppelt geschliffene Dolche. Der Mann hatte dies alles illegal besessen, heißt es vom Präsidium. Auch ein „Bundesrepublik Deutschland“-Wappenschild fand sich. Die Waffen wurden beschlagnahmt, der 59-Jährige mit auf die Wache genommen.

Auch eine Wohnungsdurchsuchung in Lohr am Main war merkwürdig. Ein Unfallverursacher wählte einen besonderen Unterschlupf, um sich vor der Polizei zu verstecken.

Video: Illegale Waffen aus dem Darknet

Polizei entdeckt bei Hausdurchsuchung in Penzberg Waffen und Munition

Der Mann kam laut Pfeil „nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen“ wieder auf freien Fuß. Der Penzberger war bislang nicht polizeibekannt. Ihn erwarten jetzt mehrere Strafverfahren nach dem Strafgesetzbuch und dem Waffengesetz. „Die Unterstützung war hervorragend“, bilanziert Pfeil den nicht alltäglichen Einsatz. „Alle haben perfekt zusammengearbeitet.“

Für Aufsehen sorgt ein Verdacht gegen einen Polizisten aus dem Bereich Fürstenfeldbruck: Wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Jugendlichen wurde ein Polizist festgenommen und vom Dienst suspendiert, berichtet Merkur.de*.

In Nürnberg kam es zu einem lautstarken Familienstreit, der handgreiflich wurde. Ein Nachbar mischte sich ein - mit einem Eishockeyschläger bewaffnet.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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