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Die Vertreter der Fairtrade-Steuerungsgruppe. 

Kriterien erfüllt

Penzberg bleibt Fairtrade-Stadt

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Die Stadt Penzberg bleibt eine von 456 Fairtrade-Kommunen in Deutschland. Der interreligiöse Ansatz ist dabei nahezu einzigartig.

Penzberg – Elke Zehetner sprach eine Warnung aus: „Wir stehen am Anfang, die Urkunde heißt nicht, dass man sich satt und zufrieden in die Hängematte legt.“ Die Worte der Bürgermeisterin vor fast genau zwei Jahren im Rahmen der erstmaligen Verleihung des Fairtrade-Siegels für die Stadt Penzberg haben ihre Wirkung offenbar nicht verfehlt. Denn: Dieter Ovarath, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins TransFair, bestätigte der Rathauschefin vergangene Woche den Fairtrade-Status. Vorausgegangen war eine obligatorische, im Zwei-Jahres-Turnus stattfindende Prüfung. Die so genannte Rezertifizierung tritt ab kommenden Montag, 13. März, offiziell in Kraft.

Dass Penzberg somit eine von derzeit 456 Fairtrade-Kommunen in Deutschland bleibt, freut Zehetner ungemein. „Für die Stadt ist das ein großer Erfolg“, betont sie. Mittlerweile hätten auch einige Gemeinden in der Umgebung versucht nachzuziehen. „Aber wir waren die Vorreiter – und darauf sind wir stolz.“ Um der Vorbildrolle in Sachen Nachhaltigkeit und Produzentenschutz gerecht zu werden, verzichte man im Rathaus soweit wie möglich auf Papier und bei Stadtratssitzungen gebe es ausschließlich Fairtrade-Kaffee aus dem Penzberger Eine-Welt-Laden – auch wenn die Sitzungen dadurch immer länger dauern würden. „Allerdings habe ich meine Vorzimmerdamen schon dazu angehalten, den Kaffee etwas dünner zu machen, damit die Kollegen irgendwann doch einmal müde werden“, fügt Zehetner augenzwinkernd hinzu.

Besonders macht die Fairtrade-Steuerungsgruppe in Penzberg ihre interreligiöse Zusammensetzung. Mitglieder aller Konfessionen finden sich darin wieder. Damit ist sie in der Bundesrepublik nahezu einzigartig. „Wir spüren alle eine Verantwortung aus dem Glauben heraus“, sagt Gönül Yerli, Vize-Direktorin des islamischen Forums und Fairtrade-Unterstützerin. „Aber es geht hier um ein Thema, bei dem wir nicht mit Religion arbeiten, sondern andere Faktoren in den Vordergrund stellen.“ Wie außerordentlich gut dies funktioniere, unterstreicht Stadtratsmitglied Willi Dienstbier (SPD), der das Gremium unterstützend begleitet: „Alle sind sehr zielorientiert und es herrscht ein herzliches Miteinander. Die Gruppe macht einen starken, autonomen Job.“

Als Kopf des Steuerungsteams agiert Georg Kurz. Er empfindet die Rezertifizierung als „Aufforderung, den Weg weiterzugehen“. Es gehe darum, vielen Menschen zu verdeutlichen, dass ihr Lebensstil nur möglich sei, weil andere Länder ausgebeutet werden. „Wenn alle Leute so leben würden, wie der Durchschnitts-Deutsche, bräuchte man knapp drei Erden.“

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