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Die Rückseite der alten Molkerei soll das neue Domizil des „Chillout“ werden; rechts wäre der Eingang.

Penzberger Jugendtreff

Bei Umzug in alte Molkerei: Doppelt so viel Platz fürs „Chillout“ - so sehen die Pläne aus

  • vonWolfgang Schörner
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Noch heuer könnte der Penzberger Jugendtreff „Chillout“ in die alte Molkerei an der Christianstraße umziehen. Dort stünden den Jugendlichen etwa 250 Quadratmeter zur Verfügung. Das ist ungefähr doppelt so viel wie in ihrem alten Häuschen, das voraussichtlich dem neuen Familienbad-Parkhaus weichen muss.

Penzberg – Seit viereinhalb Jahren befindet sich der Jugendtreff „Chillout“ in dem früheren Hausmeisterhäuschen an der Ecke von Birkenstraße und Seeshaupter Straße. Wie berichtet, wird das Haus abgerissen. Nach den neuesten Überlegungen soll es einem Parkhaus für das Familienbad weichen. Bereits im Dezember war als Alternative für das „Chillout“ über die ehemalige Molkerei an der Christianstraße diskutiert worden. Kurz vor Weihnachten und Anfang Januar gab es Ortstermine. Konkret geht es um eine Halle auf der Rückseite, die derzeit mit Spanplatten in Abteile unterteilt ist und von Vereinen als Lagerraum genutzt wird.

Chillout in der Molkerei: Platz auf 250 Quadratmetern

Einen ersten Eindruck, wie das „Chillout“ dort Platz finden könnte, gab Stadtbaumeister Justus Klement diese Woche im Bauausschuss. Ihm zufolge würden im Erdgeschoss circa 250 Quadratmeter zur Verfügung stehen: für einen großen Raum mit Billardtisch und Darts, Küche und Bar, für einen eigenen Bandprobenraum, einen weiteren Raum zum Musikhören und für Toiletten. Ein kleines Büro hätte zudem Leiterin Bettina Stocker. Der Außenbereich und der Zugang müssten laut Klement neu hergerichtet werden.

Umbaukosten der Molkerei-Räume werden auf 181.000 Euro geschätzt 

Der Umbau würde ihm zufolge rund 181.000 Euro kosten, wobei Arbeiten des Bauhofs nicht eingerechnet seien. Gern gesehen sei natürlich die Mitarbeit der Jugendlichen, sagte Klement. „Sie könnten auch Details mitbestimmen.“ Zum Zeitplan sagte er, dass die Räume bis 30. Juni vermietet seien. Gleich danach könnte der Umbau starten. Am 1. November könnte das „Chillout“ Eröffnung feiern, schätzt er.

Positiv nahm der Bauausschuss den Vorschlag auf. Regina Bartusch (SPD) hob hervor, dass die alte Molkerei innenstadtnah sei. Sie sprach ebenso davon, dass die Öffnungszeiten erweitert würden. Bartusch mahnte aber auch, dass es keine Lösung für nur zwei, drei Jahre sein dürfe. Auf die Frage von Wolfgang Schweiger (Grüne) nach der Nutzungsdauer antwortete Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD): „10 Jahre plus x ist mehr als realistisch.“ Langfristig gibt es ihr zufolge für das Molkereigebäude zwar Überlegungen, vorher stünden aber viele andere Projekte an, etwa die Layritzhalle. Der Ausschuss stimmte geschlossen dafür, die Lösung dem Stadtrat zu empfehlen.

Chillout: Unterschriften für lückenlosen Umzug

Applaus gab es da sogar von den Zuhörerplätzen. 15 bis 20 Jugendliche hatten mit Leiterin Bettina Stocker die Beratung verfolgt. Die Stimmung unter den Jugendlichen (20 bis 30 Besucher zählt das „Chillout“ pro Öffnungstag) hat die Leiterin zuletzt unterschiedlich erlebt: Die einen wollen das alte Häuschen behalten, die anderen halten einen Umzug für in Ordnung. Was sie eint, ist die Forderung, dass keine Lücke zwischen Auszug und Eröffnung entstehen darf. Dafür haben die Jugendlichen fast 40 Unterschriften gesammelt. Eine gewisse Begeisterung gibt es wiederum angesichts der Möglichkeiten in der alten Molkerei: zum Beispiel, dass ein Billardtisch aufgestellt werden könnte oder dass neben der Band „Helden der Vorstadt“ noch Platz für eine zweite Band zum Proben wäre. Ein positives Echo fand bei den Jugendlichen auch, dass die Räume mindestens zehn Jahre zur Verfügung stehen sollen. Die Öffnungszeiten (derzeit montags und freitags) könnten zudem auf donnerstags und samstags erweitert werden – was aber eine zweite erfahrene Fachkraft neben Stocker nötig machen würde.

Chillout: Nicht der erste Umzug des Jugendtreffs

Das „Chillout“ war vor 22 Jahren als Alternative zum Jugendzentrum entstanden. Es befand sich damals im Seitenflügel der Stadthalle. Wegen deren Renovierung musste der Treff Anfang 2015 ausziehen. Als Alternative bot sich das Hausmeisterhäuschen an, wo das „Chillout“ im Sommer 2015 eröffnete.

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