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Radweg Penzberg-Beuerberg: Hier müssen die Radler zum Loisachdamm wechseln.

Kritik am abrupten Radweg-Ende

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Seit zweieinhalb Jahren gibt es den Radweg zwischen Beuerberg und Penzberg parallel der Staatsstraße. Einige hundert Meter vor dem Penzberger Ortsschild endet er jedoch.

Penzberg - Am Ende der Strecke entlang der Staatsstraße müssen Radler zum Loisachdamm auf der gegenüberliegenden Seite wechseln. Dort radeln sie allerdings auf eigene Gefahr, warnt der Penzberger Seniorenbeirat. Er hat die Radweg-Lücke nun in einem Schreiben an die Stadt Penzberg kritisiert. Er fordert, dass sie geschlossen wird. Die Stadt Penzberg, heißt es im Rathaus, kann dies jedoch nicht allein entscheiden – es ist Sache des Staatlichen Bauamts.

In ihrem Brief an das Rathaus kritisieren die Seniorenbeiräte, dass die Radfahrer rund 750 Meter vor Maxkron entweder zum unbefestigten Pfad auf dem Loisachdamm wechseln oder auf der Staatsstraße bleiben müssen – beide Varianten halten sie für gefahrenträchtig und ungeeignet. Die Staatsstraße stuft der Seniorenbeirat wegen der Fahrzeuge als sehr gefährlich ein, insbesondere für Senioren und Kinder. Der Pfad auf der Dammkrone sei indes weder als Radweg ausgewiesen noch als solcher geeignet. Die Behörden hätten in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass der Weg bestenfalls für Fußgänger bestimmt ist. Radfahrer sind dort bei Unfällen selbst verantwortlich.

Im Penzberger Rathaus widerspricht man den Aussagen der Seniorenvertreter nicht. Dort verweist man allerdings darauf, dass für Radwege entlang der Staatsstraßen außerhalb der Ortschaften das Staatliche Bauamt zuständig sei. Zugleich versicherte die Stadt Penzberg aber auch, darüber bei der nächsten Verkehrsschau zu sprechen, bei der sich Polizei, Staatliches Bauamt, Verkehrsbehörde des Landratsamtes, städtisches Ordnungsamt und Stadtbauamt treffen.

Momentan werden Fahrradfahrer, aus Richtung Beuerberg kommend, am Ende des Weges mit einem kleinem Schild, das ein grünes Fahrrad auf weißem Grund zeigt, auf die andere Straßenseite zum Loisachdamm gelotst. Dabei handelt es sich aber um keine amtliche Beschilderung. Es sei ein touristischer Wegweiser für überörtliche Radwege in Bayern und kein Verkehrszeichen nach der Straßenverkehrsordnung, bestätigte gestern Peter Holzmann vom städtischen Ordnungsamt. Richtig sei auch, dass es sich auf dem Bahndamm um keinen offiziellen Radweg handle. Dass Radfahrer dort fahren, wird vom Wasserwirtschaftsamt wegen der an manchen Stellen steil abfallenden Böschung als kritisch gesehen. Das Radeln wird lediglich geduldet. Auch in dieser Sache will die Stadt laut Holzmann mit den Behörden Kontakt aufnehmen.

Der Loisach-Radweg zwischen Penzberg und Beuerberg war im November 2014 nach mehrmonatiger Bauzeit eingeweiht worden. Zuständig war der Freistaat für die knapp über sechs Kilometer lange Strecke parallel zur Staatsstraße. Es würde den Radweg aber wahrscheinlich heute noch nicht geben, wenn die Gemeinde Eurasburg, zu der Beuerberg gehört, und die Stadt Penzberg damals – mit Einverständnis des Freistaats – nicht selbst die Initiative ergriffen hätten. Die Gesamtkosten für den Radweg betrugen immerhin rund 2,2 Millionen Euro, wovon der Freistaat etwa 1,6 Millionen Euro übernahm.

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