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So soll die Wohnanlage aussehen: Das Modell zeigen (v.l.) Ludwig Schmuck (3. Bürgermeister und Seniorenreferent), Robert Pancur („Bauverein“), Martin Okrslar („Maro“), Bürgermeisterin Elke Zehetner und Paul Herdrich (Seniorenbeirat).

Mehrgenerationen-Häuser

Bezahlbar wohnen im "Wildwuchs"

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Penzberg - Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Penzberg knapp. Jetzt wil die "Maro"-Genossenschaft gleich drei Mehrgenerationen-Häuser bauen - in bester Innenstadtlage.

Wie soll bezahlbarer Wohnraum in Penzberg geschaffen werden? Diese Frage treibt die Stadtpolitik seit Längerem um. An der Mathias-Flurl-Straße könnte es die Antwort geben: Dort will die „Maro Genossenschaft“ ab April oder Mai 2017 auf einem unbebauten Grundstück der Wohnungsgenossenschaft Penzberg („Bauverein“) einen Mehrgenerationen-Wohnkomplex errichten. Dort entsteht bezahlbares Wohnen - selbstbestimmt und nachbarschaftlich, wie es heißt.

"Maro" investiert als Bauherr laut Vorsitzendem Martin Okrslar 5,9 Millionen Euro in das Penzberger Vorhaben. Entstehen sollen drei barrierefreie Gebäude - genannt „Wildwuchs“, „Lichtung“ und „Picknick“ - mit insgesamt 22 Wohnungen. Geplant sind sieben Familienwohnungen mit vier beziehungsweise fünf Zimmern, sechs Dreizimmer-Wohnungen für Paare und neun Wohnungen für Singles. So bekomme man eine „gute Mischung über alle Lebensalter“, weiß Okrslar. Ziel sei eine Art „Dorf in der Stadt“, mit gutnachbarschaftlichen Strukturen, zu denen auch ein Gemeinschaftsraum beitragen soll. Die Planungen sehen zudem eine Tiefgarage samt Station von „Car Sharing Pfaffenwinkel“ und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach vor. Der Einzug ist für Spätsommer 2018 geplant. Heuer, Ende Oktober oder Anfang November, will „Maro“ die Wohnungen vergeben. Es wird nur an Genossenschaftsmitglieder vermietet, Eigentumswohnungen sind nicht vorgesehen.

Der „Bauverein“ verpachtet das Areal für 99 Jahre per Erbbaurecht an die „Maro“. Vorstand Robert Pancur bezeichnet es als „vernünftige Lösung“. Die Penzberger Genossenschaft habe ein eigenes Projekt finanziell nicht stemmen können. Die Ohlstadter „Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen“ sei ein idealer Partner. „Wir hatten genug Angebote von Bauherren“, so Pancur, aber deren Vorstellungen hätten nicht gepasst.

Das Projekt kam auf Vermittlung von Bürgermeisterin Elke Zehetner zustande. Sie griff damit einen der wichtigsten Wünsche des Penzberger Seniorenbeirats nach bezahlbarem Wohnraum, gerade für die ältere Generation, auf. Beiratsvorsitzender Paul Herdrich hatte sich stets dafür stark gemacht, dass Senioren möglichst lange in geeigneten eigenen vier Wänden leben können.

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