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Baugebiet für das neue Wohnviertel an der Birkenstraße in Penzberg

Startschuss gefallen - wie in Penzberg ein neues Wohnviertel entsteht

Es ist ein Mammutprojekt mit Millionenkosten: Auf rund 3,6 Hektar südlich der Wölflstraße soll ein neues Wohngebiet mit rund 170 Wohnungen der unterschiedlichsten Art und für die unterschiedlichsten Einkommensverhältnisse entstehen. Nun haben die Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet „Birkenstraße West“ begonnen.

Penzberg – „Es ist ein historischer Zeitpunkt“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner bei einem Ortstermin anlässlich des Beginns der Tiefbaumaßnahmen. Dabei soll zunächst der Oberboden im späteren Straßen- und Wegebereich entfernt werden.

Anschließend werden Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle sowie die Leitungen für Wasser, Fernwärme, Glasfaser und Strom verlegt. Zum Schluss soll der Straßenbau erfolgen. Ein knappes Jahr sind für diese Arbeiten angesetzt.

Bis 30. Juni 2020 soll die Erschließung des Baugebiets fertig sein, das man von der geplanten Bebauung her in zwei Teilbereiche untergliedern kann, wie Zehetner und Stadtbaumeister Justus Klement erläuterten.

Neues Wohnviertel: vom Reihenhaus bis zum Mehrfamilienhaus

Auf dem am weitesten von der Birkenstraße entfernten Teilbereich sollen neun Reihenhäuser sowie zwei Doppelhäuser im Einheimischen-Modell entstehen. Diese Flächen seien auch bereits komplett vergeben, so Klement. Zusätzlich dazu sollen hier 16 Gebäude (Doppel- und Einfamilienhäuser) entstehen. Diese Flächen werden 2020 auf dem freien Markt angeboten.

Auf dem zweiten, etwa 1,4 Hektar großen Teilbereich, der an die Birkenstraße angrenzt, plant die Stadt ein Projekt mit dem Titel „Wohnen im Quartier“: Verteilt auf mehrere Wohnblöcke sollen etwa 150 Wohnungen – überwiegend Zwei- und Drei-Zimmerwohnungen – entstehen.

Wie Klement und Zehetner erläuterten, sollen diese Gebäude terrassenförmig angelegt werden und so den künftigen Bewohnern einen optimalen Blick in die Berge ermöglichen. Dieses Wohnquartier solle zudem von Tiefgaragen unterbaut und dadurch komplett autofrei werden.

Neues Wohnviertel: Förderung durch die Regierung

Trotz der Dichte der Bebauung könne das Areal deshalb lebenswert gestaltet werden, betonte Zehetner. Ein Vorentwurf für dieses Projekt solle im Oktober dieses Jahr vorliegen. Erst dann werde auch die Zahl der Gebäude feststehen. Wie Klement sagte, wird dieses Wohnbauprojekt der Stadt von der Regierung von Oberbayern gefördert. Die Höhe der Fördersumme könne aber erst ermittelt werden, wenn die Ausschreibungen erfolgt seien, so Klement.

Neues Wohnviertel: Baubeginn für private Häuser in zweiter Jahreshälfte 2020

Was den Baubeginn betrifft, so Klement, könnten die privaten Häuslebauer nach Abschluss der Erschließungsmaßnahmen – also in der zweiten Jahreshälfte 2020 – mit dem Bau ihrer Häuser beginnen. Näheres zum Baubeginn für das städtische Projekt könne er dagegen erst im Herbst sagen, so Klement. Was die Kosten betrifft, nannte Zehetner „50 Millionen Euro plus X“, die die Stadt aufbringen muss. Diese Zahl ist aber derzeit nur eine Schätzung. Etwa acht Millionen Euro davon werden für die Erschließung veranschlagt. Rund 32 Millionen Euro sind für das Hochbauprojekt der Stadt vorgesehen. Zehetner: „Es ist gewaltig, was die Stadt da vorhat.“ Für die Beeinträchtigungen, die den Anwohnern durch die Baumaßnahmen entstünden, bat sie um Verständnis.

Text: Franziska Seliger

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