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Der Grund für den Brand ist außergewöhnlich: Ein E-Bike-Akku setzte sich selbst in Brand. 

Außergewöhnliche Brandursache

E-Bike-Akku kokelte Holzkästchen an – Bewohnerin verhinderte Schlimmeres

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Ein E-Bike-Akku hatte am Mittwochmittag fast einen Brand in einem Mehrfamilienhaus ausgelöst. Die Feuerwehr Penzberg konnte Schlimmeres verhindern. 

Penzberg –Nur knapp konnte am Mittwoch gegen 12.45 Uhr ein Brand, der durch einen E-Bike-Akku entstanden wäre, in einem Mehrfamilienhaus in der Birkenstraße in Penzberg verhindert werden. Bettina Fredriksson, eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses, stellte fest, dass einige Rauchmelder in einer Wohnung im Erdgeschoss ausgelöst hatten. „Ich hab’ auch ganz deutlich was gerochen“, sagte Fredriksson. 

Bettina Fredriksson (56) informierte den Hausmeister über den Brandgeruch

Sie habe den Hausmeister verständigt, der daraufhin nur meinte, dass die Batterie des Rauchmelders defekt sei. Fredriksson bestand darauf, dass die Feuerwehr verständigt werde. Die Hausverwaltung rief die Freiwillige Feuerwehr Penzberg an, die mit 24 Einsatzkräften ankam. Auch die 56-Jährige, die zwischenzeitlich zu einem Termin gefahren war, machte sich in Sorge um ihren Hund wieder auf den Weg nach Hause. 

E-Bike-Akku setzte sich selbst in Brand und kokelte Holzkästchen an

Da der Wohnungsinhaber nicht vor Ort gewesen sei, mussten die Feuerwehrler durch ein Fenster in die „total verrauchte Wohnung“ klettern, wie die Polizeibeamten weiter mitteilten. Mit Atemschutz ausgerüstet konnten die Ehrenamtlichen den Auslöser für den Brandmeldealarm feststellen: Ein E-Bike-Akku hatte sich selbst in Brand gesetzt und ein Holzkästchen, das daneben stand, angekokelt. Der Akku konnte von den Einsatzkräften nach draußen gebracht werden, bevor es zu einem richtigen Brand und schlimmeren Folgen kam. 

Die Wohnung sei im Anschluss gut durchgelüftet worden. Als der Eigentümer der Wohnung, der zwischenzeitlich verständigt wurde, eintraf, gab er an, dass er den Akku vor rund zwei Wochen „mit dem dazugehörigen Ladegerät“ aufgeladen hatte. Der Akku hatte sich jedoch nicht mit dem E-Bike verbinden lassen, obwohl er „voll“ angezeigt hatte. Er habe den Akku auf einer Ablage im Keller gelagert – jedoch ohne ihn angesteckt zu lassen. 

Keine Gefahr für die Bewohner bestanden

Laut den Beamten der Penzberger Polizei konnte anhand der Spuren sichergestellt werden, dass der Akku sich selbst entzündet hatte. Für andere Hausbewohner habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden.

ff

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