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Innenstadt Penzberg: Die neue Wirtschaftsförderin erzählt von ihren Plänen.

Einkaufsgutschein: „Fantastische Idee“ - was Penzbergs neue Wirtschaftsförderin plant

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Ein Einkaufsgutschein für Penzberg, vergleichbar mit „Der Tölzer“? Die neue Penzberger Wirtschaftsförderin Monique van Eijk hält das für eine „fantastische Idee“. Der Einkaufsgutschein ist aber nicht das einzige Projekt, das sie vorantreiben will. Sie erzählte nun von ihren Plänen.

Penzberg – Die 40-jährige Penzbergerin war im vergangenen März als neue Wirtschaftsförderin der Stadt Penzberg vorgestellt worden. Bislang hatte sich die Diplom-Kulturwirtin gleichzeitig weiter um das Veranstaltungsmanagement der Penzberger Stadthalle gekümmert. Seit Anfang Juni hat die Stadt dafür mit Iris Klimek eine neue Mitarbeiterin. Und für Monique van Eijk bedeutet dies: Sie kann sich nun „zu 100 Prozent auf die Wirtschaftsförderung stürzen“, wie sie selbst sagt.

Eine Idee, die sie als Wirtschaftsförderin aufgreifen will, ist der Einkaufsgutschein. Der Vorschlag stammt vom Penzberger Seniorenbeirat. Dabei handelt es sich um Gutscheine, die gekauft, verschenkt und in Penzberger Geschäften eingelöst werden können. Ein ähnliches Modell gibt es in Bad Tölz: die Wertkarte „Der Tölzer“, der an Verkaufsstellen erworben und in rund 100 örtlichen Geschäften eingelöst werden kann. Seit fünf Jahren gibt es ihn. Das sei ein „fantastische Idee“, erklärt van Eijk. Informiert hat sie sich darüber bereits beim Tölzer Wirtschaftsförderer. Als Nächstes will sie mit dem Penzberger Einzelhandel sprechen, ob Interesse besteht und wie die Idee umsetzbar wäre.

Digitale Einkaufsstadt: Wirtschaftsförderin greift Idee auf

Ebenso annehmen will sich van Eijk einer Idee der SPD-Fraktion: der „digitalen Einkaufsstadt“. Auch darüber will sie mit dem Penzberger Einzelhandel sprechen. Was darunter zu verstehen ist? „Da gibt es eine große Bandbreite“, antwortet die Wirtschaftsförderin. Diese Bandbreite reiche von einer Internetplattform, auf der „alle Unternehmen online bei Google Maps und Co. zu finden sind bis zu einem gemeinsamen Online-Shop“.

Digital ist auch ein anderes Projekt, an dem van Eijk arbeitet. Noch heuer, sagt sie, soll das Bürgerinformationssystem „Map One“ verwirklicht werden. Hinter dem Namen verbirgt sich eine interaktive Karte, die die komplette Penzberger Infrastruktur anzeigt: von öffentlichen Einrichtungen über Ladestellen für E-Autos bis zu Kinderspielplätzen und Sehenswürdigkeiten. Abrufbar sein wird die Karte nicht nur auf der städtischen Internetseite. Laut van Eijk soll auch eine Säule auf dem Stadtplatz aufgestellt werden – samt Monitor, über den die Stadtkarte, ähnlich wie ein Smartphone, bedient werden kann. Für sich werben können auf „Map One“ zudem Penzberger Unternehmen, was die Finanzierung sichern soll.

Wirtschaftsförderin: Ausbildungsmesse womöglich 2020

Eine Idee, die van Eijk im vergangenen März nannte, ist eine Ausbildungsmesse. „Da bin ich dran“, sagt die Wirtschaftsförderin. Sie habe jemanden gefunden, mit dem sie die Messe machen könnte – womöglich schon im nächsten Jahr.

Auch von einem „Rainy Day Guide“ hatte van Eijk im März gesprochen – eine Tourismusbroschüre, die Urlauber an Regentagen nach Penzberg zum Shoppen und in die Museen locken könnte. „Wir sollten das Potenzial nutzen“, sagt van Eijk. Kontakt hatte sie deshalb bereits mit dem Tourismusverband Pfaffenwinkel. Der „Rainy Day Guide“ sei eines der Projekte, die sie im Herbst vielleicht angehen will.

Ob für all das die Arbeitszeit ausreicht? Zuletzt hatte van Eijk die Jobbörse für HAP-Mitarbeiter auf der städtischen Internetseite mit eingerichtet. Momentan ist sie damit beschäftigt, ein Netzwerk zu knüpfen. Dazu gehören neben den benachbarten Wirtschaftsförderern, der Energiewende Oberland und dem Unternehmerkreis Oberland auch die Penzberger Einzelhändler und Unternehmen. Für die Zeit ab Juni hat sich die Wirtschaftsförderin vorgenommen, diese zu besuchen. Van Eijk will sie künftig auch über interessante Veranstaltungen direkt informieren.

Zum Kennenlernen soll in Kürze auch der zweite Penzberger Wirtschaftstreff dienen, der am Dienstag, 16. Juli, stattfindet. Sie wolle damit den Austausch untereinander und mit der Stadtverwaltung fördern, erklärt van Eijk. Im Fokus soll ihr zufolge dabei die Frage stehen: Was kann die Stadt für die örtlichen Unternehmen tun?

Wirtschaftstreff

Der 2. Penzberger Wirtschaftstreff findet am Dienstag, 16. Juli, ab 19.30 Uhr, in der Penzberger Stadthalle statt (Einlass ab 19 Uhr). Wer dabei sein will, kann sich per E-Mail an „wirtschaftsfoerderung@ penzberg.de“ anmelden.

Auch interessant: Anfang März wurden die neue Wirtschaftsförderin und der neue Klimaschutzmanager für Penzberg vorgestellt.

Und: Vorgänger Andreas Baar hatte zuvor hingeworfen.

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