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Nachfrage wächst: Doch Penzberg hat nur eine Corona-Teststelle - Zahnarzt-Praxis im alten „Postamt“ hält die Stellung

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Von: Wolfgang Schörner

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Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests nimmt zu.
Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests nimmt zu. © Moritz frankenberg/dpa

Mitte November haben die Johanniter ihre Corona-Teststation in der Penzberger Stadthalle geschlossen. Seither gibt es in Penzberg nur noch die Schnellteststelle im früheren „Postamt“ an der Philippstraße – zu wenig für eine 17 000-Einwohner-Stadt, wie es von allen Seiten heißt.

Penzberg – „Es muss mehr Teststellen geben“, sagt eine Penzberger Rentnerin, die anonym bleiben will. Testmöglichkeiten bräuchte es auch über den ganzen Tag und an den Wochenenden, fordert sie. Die Rentnerin, selbst doppelt geimpft, besucht jeden Tag ihren Bruder im Altenheim. Für jeden Besuch muss sie sich testen lassen. Es sei schwierig, sie habe deshalb am Samstag schon nach Benediktbeuern in die Apotheke fahren müssen, wo Tests angeboten werden. „Eine Katastrophe“, sagt sie.

Zahnarztpraxis im ehemaligen „Postamt“ ist momentan einzige Teststelle

Froh ist die Rentnerin, dass es in Penzberg wenigstens die Teststelle des Zahnärzte-Ehepaars Ulrich und Julia Weinert im früheren „Postamt“ an der Philippstraße 28 gibt. „Das ist sehr gut organisiert, die machen das super“, sagt sie. Voll des Lobes für das Ehepaar, das regelmäßig Mittagspausen und Feierabend opfert, ist man auch im Penzberger Rathaus. Dass eine einzige Teststelle aber zu wenig ist, weiß die städtische Wirtschaftsförderin Monique van Eijk. Sie versichert, dass man sich seitens der Stadt um weitere Teststellen bemühe.

Das Ehepaar Weinert bestätigt die Notwendigkeit. Die Nachfrage nach Tests ziehe stark an, sagt Julia Weinert. Deswegen sei es bedauerlich, dass es keine weitere Teststelle gibt. Selbst stoße man an Grenzen, so Ulrich Weinert. Und man wisse nicht, was kommt, wenn nun die tägliche Testpflicht für ungeimpfte Arbeitnehmer gilt.

Schnelltest bei Praxis: Prozedere digitalisiert

Mitte August hatte das Ehepaar in seiner Zahnarzt-Praxis die Schnellteststelle eröffnet, auf Bitten des zweiten Bürgermeisters Markus Bocksberger und der städtischen Wirtschaftsförderung. Damals gab es kurzzeitig gar keine Teststelle. Eigentlich wollte das Ehepaar das Angebot bis 11. Oktober begrenzen, machte dann aber weiter. „Weil uns die Leute darum gebeten haben“, sagt Julia Weinert. Man habe sie nicht hängen lassen wollen. Momentan testen die beiden Ärzte montags bis freitags, 13 bis 14 Uhr, sowie dienstags und donnerstags zusätzlich 19 bis 20 Uhr. Manchmal geschieht dies auch außer der Reihe oder am Wochenende.

Von Anfang an hat das Ehepaar das Prozedere digitalisiert, damit die normale Praxis-Arbeit nicht darunter leidet. Die Anmeldung erfolgt online („https://dres-weinert.probatix.de“) und per QR-Code. Testergebnisse werden per E-Mail versandt. Der reine Test dauert so nur eine halbe Minute. Das Ehepaar appelliert daher, das Online-Portal zu nutzen. Gerade ältere Menschen, so zeigt die Erfahrung, rufen aber lieber an. Um dafür die „notwendigen personellen Ressourcen“ weiterhin abstellen zu können, sucht die Praxis nun Verstärkung (E-Mail an „bewerbung@dres-weinert.de“) für das zahnmedizinische und kiefernorthopädische Assistenzteam.

Iffeldorfer Feuerwehr reaktiviert ihre Teststation

Die Iffeldorfer Feuerwehr reaktiviert indes nach eineinhalbmonatiger Pause wieder ihre Teststation im Schulungsraum des Feuerwehrhauses: Ab Donnerstag, 25. November, werden dort bis auf Weiteres jeden Donnerstag von 18 bis 19 Uhr Antigen-Schnelltests angeboten, die mit einem offiziellem Zertifikat bescheinigt werden. Benötigt wird ein gültiger Personalausweis. Besucher müssen eine FFP2-Maske tragen. Laut Feuerwehr hilft eine vorausgefüllte Corona-Warn-App bei der schnellen Abwicklung.

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