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Die brasilianischen Gäste zeigten traditionelle Tänze aus ihrer Heimat.

30 Jahre Partnerschaft mit Mae Luiza

Freundschaft ist kein Traum mehr

Die Freundschaft zwischen Penzberg und Mae Luiza in Brasilien ist eine Besondere. Sie hat die Jahrzehnte überdauert. Das 30-Jährige wurde entsprechend gefeiert.

Penzberg – Dass es keine ganz gewöhnliche Partnerschaft ist, die Mae Luiza, ein Viertel der brasilianischen Metropole Natal am Atlantik, und Penzberg seit 30 Jahren verbindet: Darin waren sich die Redner beim Festabend im Barbarasaal des Pfarrzentrums Christkönig einig. „Es ist eine Partnerschaft, die aus dem Herzen kommt“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner – und sogar mehr als das: nämlich eine wunderbare Freundschaft, zu der man den Menschen beider Orte nur gratulieren könne, betonte sie.

Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Gisela Matschl, erinnerte an die Anfänge der Beziehungen – als dank der Partnerschaft mit den Penzbergern im wahrsten Sinne des Wortes noch Leben gerettet wurden in Mae Luiza. Damals sei es darum gegangen, Grund- und Krankenversorgung der Bevölkerung zu verbessern, erklärte Matschl. Im Lauf der Jahre habe sich der Fokus dann auf die Bildungsarbeit verlegt. Diese sei, zusammen mit der Vermittlung von Werten, bis heute Schwerpunkt der Partnerschaft. Angesichts des Erreichten sei die brasilianische Delegation darum heuer auch zum Dankesagen nach Penzberg gereist, betonte Pater Roberio. Denn derzeit laufe es sehr gut mit den Projekten in Mae Luiza, die dank der Penzberger initiiert werden konnten – etwa der Kindergarten oder die neu gegründete Musikschule. Pater Roberio warb dafür, dass auch in Zukunft viele junge Penzberger nach Mae Luiza kommen mögen. Um dort eine Zeit lang unter den Einheimischen zu leben, und um gemeinsam etwas zu bewegen. Denn, so zitierte der brasilianische Pfarrer seinen Vorgänger Pater Sabino, dem 2006 verstorbenen Mitbegründer der Partnerschaft: „Man soll nie allein träumen, sondern immer gemeinsam.“ Penzbergs katholischer Stadtpfarrer Bernhard Holz träumte davon, „dass diese echte Freundschaft auch noch in der Zukunft lange Bestand hat“.

Beim Festabend führte die brasilianische Delegation traditionelle Tänze und eine Capoeira-Einlage auf. Auch die Akkordeongruppe der städtischen Musikschule und Tänzer der Tanzschule Martynas Stripinas zeigten ihr Können. Bürgermeisterin Elke Zehetner appellierte: „Leben Sie diese innige Partnerschaft fort.“ Davon träumen, dass die Freundschaft fortbesteht, muss sie allerdings nicht, denn: „Ich verspreche Ihnen, sie hält mindestens noch einmal doppelt so lange.“ Übrigens war der Festabend nur der erste Teil der Jubiläumsfeier. Der zweite Teil findet laut Pfarrer Holz im August in Mae Luiza statt. Dazu wird eine Delegation aus Penzberg selbstverständlich anreisen.

Franziska Seliger

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