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„Fridays for Future“: Demo in Penzberg.
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„Fridays for Future“: Demo in Penzberg.

Klimastreik in Penzberg

„Fridays for Future“-Schüler demonstrieren: Penzberg soll Klimanotstand ausrufen

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Zwischen 800 und 1000 Jugendliche und Erwachsene sind am Freitag in Penzberg für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Vor allem Gymnasiasten und Montessori-Schüler beteiligten sich am Klimastreik. Im Gepäck hatten sie bei der dritten „Fridays for Future“-Demo auch Forderungen an die Stadt: Eine lautete, den „Klimanotstand“ auszurufen.

Penzberg – Kurz vor 11.45 Uhr hatten sich über 300 Gymnasiasten vor ihrer Schule versammelt, als noch etwa 200 Montessori-Schüler samt Lehrern hinzustießen. Dann ging es los im Demonstrationszug, bei dem die Menge noch deutlich anschwoll. Die Organisatoren sprachen von 1000 Teilnehmern, die Polizei schätzte die Zahl auf 800. In jedem Fall war es ein deutliches Signal, mit dem sich die jungen Penzberger am Freitag am globalen Klimastreik beteiligten.

Es war auch ein phantasievolles Signal. „Ich will nicht Wasserskifahren auf dem Kurfürstendamm“, stand auf einem der vielen Plakate. „Opa, was ist ein Schneemann?“ auf einem anderen. Mit dem Ruf der jungen Klimaschützer „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, ging es durch die Innenstadt. Ebenso skandierten die Jugendlichen ihre Forderungen nach Kohlestopp, Klimagerechtigkeit und CO2-Besteuerung.

„Fridays for Future“: Forderungen an die Stadt Penzberg

Die jungen Leute hatten bei der dritten „Fridays for Future“-Demo in Penzberg auch konkrete Forderungen an die Stadt Penzberg, garniert mit zuvor gesammelten Unterschriften. Die Forderungen, die die Gymnasiasten Niklaus Höfter (17) und Berit Henseling (16) auf dem Stadtplatz vortrugen: Ausrufung des Klimanotstands, ein Vollzeit-Klimaschutzbeauftragter mit weitreichender Entscheidungsbefugnis, die Verpflichtung der Stadt, sich im Zweifelsfall pro Klima-, Arten- und Umweltschutz zu entscheiden, auch wenn es mehr kostet, die Reaktivierung und Aktualisierung des städtischen Klimaschutzkonzepts von 2011 sowie eine jährliche Information der Bevölkerung über Fortschritte und Probleme bei der Umsetzung. Den Forderungskatalog nahm Bürgermeisterin Elke Zehetner auf der Bühne entgegen. Sie mied allerdings eine Aussage zum „Klimanotstand“ ebenso wie Grünen-Stadträtin Kerstin Engel, die ebenfalls auf die Bühne stieg. Schlecht kamen die Worte Zehetners an, die über ein „gut geführtes Haus in Sachen Energie“ sprach und die Jugendlichen aufforderte, mit dem Klimaschutzbeauftragten Andreas Wowra zusammenzuarbeiten, um Ideen in den Stadtrat zu bringen. Am Ende mehrten sich die Zwischenrufe („Wahlrede“, „Es reicht“), bis die Bürgermeisterin vom „Friday for Future“-Slogan („Wir sind hier, wir sind laut...“) endgültig abgewürgt wurde.

„Fridays for Future“-Demo: Den Druck aufrecht erhalten

Zuvor hatte Schüler Lukas Bogner der Menge zugerufen, dass man mit der Bewegung in der Mitte der Gesellschaft gelandet sei, „genau da, wo wir hinwollten“. Das genüge aber nicht. „Wichtig ist, dass wir weitermachen.“ Wenn der Druck nicht aufrecht erhalten werde, lasse die Politik das Thema wieder fallen, warnte er. Die beiden 19-Jährigen Jakob Ohage und Hannah Hoffmann, die vergangenes Jahr Abitur gemacht haben, appellierten, dass jeder einzelne seinen Lebensstil ändern müsse. Toskana statt Malediven, Zug statt Auto, normales Öl statt Palmöl – „das ist doch kein wahnsinniger Verzicht“, sagte Hannah Hoffmann. Selbst kleine Veränderungen im Kauf- und Konsumverhalten könnten riesige Veränderungen bedeuten. „Wenn ihr was verändern wollt, fang bei euch an“, sagte Jakob Ohage.

Auf die Bühne stieg auch Tomas Schindhelm, Leiter der Montessorischule, der seine Schüler und Lehrer zur Demo-Teilnahme aufgefordert hatte. Man werde genau hinschauen, was die große Koalition zum Klimaschutz zu sagen hat, rief er. Doch Worte reichen nicht, fügte er an, es müssten Tagen folgen.

Lesen Sie auch: Ein neues „Penzberger Aktionsbündnis Klimaschutz“ unterstützte die jungen Demonstration

Und: Klimastreik in München: Spitzenwert von 40.000 Menschen erreicht - Special-Guest spricht am Königsplatz

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