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Bahnübergang „Posten 10“: Premiere für die elektronischen Schranken, auch wenn hier zusätzlich noch ein Flatterband hängt.

Mehr Sicherheit: Bahnübergang „Posten 10“ hat jetzt elektronisch gesteuerte Schranken

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Der früher unbeschrankte Bahnübergang „Posten 10“ in Penzberg hat nun elektronisch gesteuerte Schranken - in einer Übergangszeit gab es Schrank, die per Hand betätigt wurden.

Penzberg – Der Bahnübergang am „Posten 10“ in Penzberg-Steigenberg ist am Mittwoch offiziell in Betrieb genommen worden. Der einst unbeschrankte Übergang hat nun elektronisch gesteuerte Schranken. Ebenso wurde der Straßenbereich erneuert. Der Umbau stand im Zusammenhang mit der Umrüstung der Bahnstrecke Tutzing-Kochel auf elektronische Stellwerktechnik. Bauherr war die Bahn. Der Umbau kostete fast 1,5 Millionen Euro. Die Stadt Penzberg hat davon nur 37.000 Euro zu tragen.

Bahnübergang „Posten 10“: Seit Herbst 2018 Schranken per Hand

Am Mittwoch gegen 14 Uhr senkte sich, quasi als Premiere, die neue elektronische Schranke. Seit Herbst 2018 hatte ein Bahn-Mitarbeiter eine mobile Schranke per Hand betätigt. In den letzten Tagen hing ein Flatterband am Übergang, wenn ein Zug kam. Bis zu zwölf Minuten habe man warten müssen, so eine Anwohnerin. Nun betragen die Schließzeiten nur noch einen Bruchteil davon.

Bahnübergang „Posten 10“: Mehrwöchige Sperrung

Die Arbeiten hatten Anfang April mit einer halbseitigen Sperrung begonnen. Von Anfang Mai bis Ende Juni war der Übergang für fast sieben Wochen komplett gesperrt, was für Autofahrer, Radler und Fußgänger Umwege bedeutete. Joachim Randzio, der neben dem Übergang wohnt, war zwei Tage sogar komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Ansonsten musste er mit dem Auto zeitweise über den Radweg nach Iffeldorf oder auf dem Weg Richtung Antdorf fahren.

Bürgermeisterin Elke Zehetner, die mit Stadtratsmitgliedern und Rathausmitarbeitern zur Eröffnung kam, entschuldigte sich für die – von der Bahn verursachten – Einschränkungen und dankte den Grundstücksbesitzern für die Unterstützung. Kritik äußerte sie daran, dass von der Bahn beauftragte Firmen mit schweren Baufahrzeugen den Radweg nach Iffeldorf beschädigt haben.

Die Arbeiten liefen bis zuletzt. Laut Bahn wurden 2000 Kubikmeter Erde ausgehoben, 1000 Quadratmeter Asphalt und 100 Quadratmeter Pflaster verlegt sowie 3500 Meter Kabel gezogen.

Lesen Sie auch: Radlgarage am Penzberger Bahnhof soll noch in diesem Jahr gebaut werden

Und: Absurdistan in Iffeldorf: Ein Zug wird kommen – aber er hält nicht

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