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Parkschein mit dem Handy ziehen: Das soll jetzt auch in Penzberg möglich sein.

Neues Angebot in der Innenstadt

Das Handy-Parken kommt

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In der Penzberger Innenstadt sollen Besucher künftig ihre Parkgebühren bequem übers Smartphone bezahlen können. Die digitale Parkraumbewirtschaftung wird eingeführt. Das beschloss der Bauausschuss.

Penzberg – Der Beschluss fiel im Bauausschuss einstimmig. Ein Anbieter wurde auch gleich gefunden, allerdings muss der Stadtrat diesem noch zustimmen.Fast fünf Jahre hat es gedauert, bis eine Entscheidung fürs Handy-Parken in Penzberg gefällt wurde. Bereits im Dezember 2011 lag im Bauausschuss ein Antrag der CSU-Fraktion auf dem Tisch. Allerdings votierte der Ausschuss damals mehrheitlich dafür, eine Einführung zu vertagen. Mit ein Grund waren die Kosten gewesen. Im Oktober 2015 beschloss der Stadtrat, dass die Verwaltung mit einem Anbieter in Verbindung treten soll. Mit Erfolg, war nun zu hören – denn das Ordnungsamt tat einen Anbieter auf, der das System für die Stadt kostenfrei betreibt. Ziel der städtischen Aktivitäten: Die Kundenfreundlichkeit bei der Parkraumbewirtschaftung steigern.

Das Ordnungsamt hatte Kontakt mit „smartparking“ aufgenommen. Die Industrie-Initiative wurde 2015 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Anbietern elektronischer Zahlungssysteme für ein bargeldloses Parken. Die Geschäfte führt eine Beratungsgesellschaft des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust. Die Plattform versteht sich „als dienstleistungs- und serviceorientierter Berater und Partner von Kommunen“. Mehr als 40 Städte und Gemeinden, darunter Berlin, Hamburg und Köln werden nach eigenen Angaben betreut – im Landkreis ist laut stellvertretendem Geschäftsführer Philipp Zimmermann die Stadt Schongau dabei. Das war es aber auch schon, Schwerpunkt ist der Norden der Republik. Man sei „in Süddeutschland noch sehr dünn besetzt“, räumte er im Bauausschuss ein.

Zimmermann warb für die Plattform. Die Kunden können selbst auswählen, welchen „smartparking“-Anbieter sie für das Parken nutzen wollen, sagte er. Die Bezahlung erfolge mit Smartphone-App, SMS oder Anruf. Die Überwachung des Handyparkens durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland, durch den Penzberg seinen ruhenden Verkehr kontrollieren lässt, sei dank einer Softwareschnittstelle möglich. Das Kennzeichen des parkenden Fahrzeugs wird erfasst und es wird kontrolliert, ob ein digitaler Parkschein gelöst wurde – alles im Rahmen des Datenschutzes, wie Zimmermann versicherte. Das wichtigste aber: Die Stadt könne das Produkt kostenfrei nutzen.

Ein Argument, was den Ausschussmitgliedern neben aller technischen Vorteile am meisten zusagte. Bürgermeistermeisterin Elke Zehetner machte deutlich, das die Stadt sich des zusätzlichen Services nicht verschließen sollte: „Wir sollten innovativ sein.“ Dass damit eine Revolution auf dem Parksektor erfolgen wird, erwartet aber selbst der Firmenvertreter nicht: Handyparken sei noch „ein totales Randthema“, räumte Philipp Zimmermann ein – die Nutzung komme „nicht von heute auf morgen“.

Am kommenden Dienstag entscheidet der Stadtrat über die Genehmigung des Vertrags mit der Firma „smartparking“. Sagt das Gremium „Ja“ will die Bürgermeisterin das digitale Bezahlen der Parkgebühren in der Innenstadt so schnell wie möglich einführen.

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