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Lesestoff zum Mitnehmen: Eine Passantin studiert die Bücher im Leseschrank auf dem Penzberger Rathausplatz.

Neue Attraktion für die Bürger

Der Griff zum „Distelfink“ - der Bücherhunt in Penzberg macht neugierig

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Seit rund zwei Wochen steht der Bücherhunt auf dem Rathausplatz in Penzberg – und erregt viel Aufmerksamkeit.

Penzberg – „Es ist eine schöne Idee“, sagt eine Frau, die gerade die Glastür des Bücherschranks öffnet und neugierig den Lesestoff auf den drei Regalen studiert. Etwa 70 Bücher befinden sich an diesem Tag in dem Kohle-Förderwagen, in der bergmännischen Sprache „Hunt“ genannt, der zum Bücherschrank umgebaut worden ist. Zum Beispiel Romane wie „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett oder „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz. Auch Sachbücher sind darunter, etwa ein „Wegweiser durch die Natur“ über die Vögel Westeuropas oder Ulrich Wickerts „Gauner muss man Gauner nennen“. „Man hätte ihn aber streichen können“, sagt ein Mann, der ebenfalls stehen bleibt, über den Hunt in Rost-Optik. 

Penzberg: So funktioniert der neue Bücherhunt

Kurz darauf stoppt eine weitere Frau vor dem Bücherschrank, holt Donna Tartts Buch „Der Distelfink“ aus dem Regal und nimmt den mit dem Pulitzer-Preis gekrönten Roman mit. So funktioniert das Prinzip der öffentlichen Bücherschränke, die es bereits auf vielen Dörfern gibt: Menschen leihen sich dort Bücher aus oder stellen selbst Bücher hinein. In Sindelsdorf wurde zum Beispiel vor einem Jahr eine ausrangierte Skilift-Gondel als Leseschrank aufgestellt. In Penzberg war es ein Kohle-Förderwagen, entsprechend der städtischen Bergwerkstradition. Was der Bücherhunt aber nicht ist: eine Außenstelle der nahen Stadtbücherei, auch wenn er von der Stadt Penzberg aufgestellt wurde.

Der Penzberger Leseschrank rührt von einem Antrag der BfP-Fraktion her, den sie vor über einem Jahr gestellt hatte. In der jüngsten Stadtratssitzung kündigte Fraktionschef Armin Jabs nun an, ein Versprechen einzulösen, das die Fraktion in Zusammenhang mit ihrem Antrag gegeben hatte. Die BfP, so Jabs, werde für ein Jahr die Patenschaft übernehmen, also immer wieder vorbeischauen und den Bücherhunt in Ordnung halten.

In Olsing macht gerade eine kuriose Meldung von sich reden. Nach einem Faschingsumzug ist eine 26-jährige Frau in der S-Bahn auf ihre Zwillingsschwester losgegangen. Außerdem sind in Freising Speisefische mit Malachitgrün verunreinigt worden. Ein Fischereibetrieb hat das Tierartmittel, das krebserregend sein könnte, in seine Teiche eingebracht. 

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