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Das Industrie- und Gewerbegebiet Nonnenwald: Den meisten Platz nimmt das riesige Roche-Werk ein. Das rote Feld zeigt die Fläche, um die das Gewerbegebiet erweitert werden soll.

Industrie- und Gewerbegebiet

Penzberg: Große Erweiterung im Nonnenwald

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Das Penzberger Industrie- und Gewerbegebiet im Nonnenwald wächst. Auch, weil der Gewerbepark um 3,9 Hektar erweitert wird – diesen Plan verfolgt die Stadt. 

PenzbergDie Stadt Penzberg will das Industrie- und Gewerbegebiet im Nonnenwald erweitern, und zwar um zirka 3,9 Hektar, was etwas mehr als fünf Fußballplätzen entspricht. Dem Gewerbegebiet soll ein Streifen zugeschlagen werden, der südlich der Straße „Nonnenwald“ und gegenüber dem großen Parkplatz des Roche-Werks liegt. Die Fläche, auf der sich derzeit noch Wald befindet, reicht bis auf Höhe des Druckzentrums. Östlich des Streifens befindet sich die Baustelle der Firma Dobler.

Der Penzberger Stadtrat hat vor kurzem gegen die Stimmen der Grünen-Fraktion die entsprechenden Änderungen des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht. Günter Fuchs vom Stadtbauamt schätzt, dass das gesamte Bauleitverfahren etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Unter anderem sei eine „spezielle artenschutzrechtliche Prüfung“ (saP) nötig. Laut Bürgermeisterin Elke Zehetner hat die Stadt die Fläche vom Staatsforst erworben. Im Gegenzug erhielt der Forst eine Fläche in der Jachenau, die die Stadt Penzberg zuvor gekauft hatte.

Kritik äußerten im Stadtrat die Grünen: Die Geschwindigkeit, mit der Flächen in Penzberg versiegelt würden, sei zu hoch, sagte die Fraktionsvorsitzende Dr. Kerstin Engel. Sie argumentierte, dass die Zuschnitte der Gewerbegrundstücke im Nonnenwald ohnehin zu üppig seien. „Die Firmen benötigen sie gar nicht in dieser Größe.“

Bürgermeisterin Zehetner entgegnete, die Stadt werde „geflutet von Anfragen“, wo sich Firmen niederlassen können. Die städtische Fläche sei die einzige Möglichkeit, die noch zur Verfügung stehe. Zehetner warnte, dass sich ansonsten die Betriebe in den neuen Gewerbegebieten in Antdorf oder Habach ansiedeln. Rückendeckung erhielt sie von den anderen Fraktionen. „Es ist wichtig, mittelständische Betriebe am Ort zu halten“, sprach sich Regina Bartusch (SPD) für die Erweiterung aus. „Es ist kein Flächenfraß, sondern eine Arrondierung“, sagte ihr Fraktionskollege Hardi Lenk. Das neue Areal, fügte er an, sollte aber parzelliert und in Form kleiner Grundstücke angeboten werden.

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