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Die Standort-Pläne.

Standortvorschläge in Penzberg

Die große Rochade: Stadtrat sagt Ja zu „Chillout“ und Parkhaus

  • vonWolfgang Schörner
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Man durchschlage den „gordischen Knoten“: So wurden vorige Woche die neuen Standort-Vorschläge für „Chillout“, Familienbad-Parkhaus und Kinderhaus gewertet. Der Penzberger Stadtrat segnete sie nun am Dienstagabend ab. Zugleich ging es schon um einige Details – unter anderem um eine Küche.

Penzberg – Zwei Entscheidungen traf der Stadtrat am Dienstag: Der Jugendtreff „Chillout“ zieht vom alten Hausmeisterhäuschen in die frühere Molkerei an der Christianstraße um – das soll bis 1. November geschehen. Und an der Stelle des Häuschens wird 2021 das neue Familienbad-Parkhaus gebaut, also nicht mehr dort, wo momentan die Container-Kinderkrippe steht. Der Stadtrat folgte damit den Empfehlungen des Bauausschusses.

Die Container-Krippe, so der weitere Plan, bleibt bestehen, bis ein Ersatz-Kinderhaus zwischen Nonnenwaldstraße und Stadion gebaut ist (zuvor war es fürs „Chillout“-Areal angedacht). Dafür hat die Stadt nun mehr Zeit. Trotzdem soll das neue Kinderhaus möglichst im September 2022 fertig sein.

Chillout-Jugendliche verfolgen Stadtratssitzung

Zur Sitzung war über ein Dutzend „Chillout“-Jugendlicher ins Rathaus gekommen. Sie erlebten, wie der Stadtrat einstimmig für den Umzug in die alte Molkerei votierte und für den Umbau rund 181 000 Euro zur Verfügung stellte. Wie berichtet, ist dort doppelt so viel Platz für den Treff. Zugleich erzählte Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD), sie habe von Stefan Alt vom Möbelhaus „Raab Home Company“ eine E-Mail erhalten. Weil das Unternehmen heuer 70-Jähriges feiert und ihm Penzberg und die Jugend am Herzen liege, wolle es für den Jugendtreff kostenlos eine Küche bereitstellen. Die Jugendlichen könnten sie mit einem Profischreiner demontieren und aufbauen.

Ute Frohwein Sendl („Penzberg miteinander“) regte zudem an, auch beim Bayerischen Jugendring nachzufragen. Ebenso schlug sie vor, den geplanten Band-Übungsraum auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich zu machen. Was laut „Chillout“-Leiterin Bettina Stocker allerdings ohne Aufsicht schlecht wäre, da dort teure Band-Ausrüstung lagern würde.

Stadtrat: Ja zu neuen Standort für Parkhaus - bei einer Gegenstimme

Der Stadtrat entschied am Dienstag auch, das neue Parkhaus auf dem „Chillout“-Areal zu bauen. Nur Markus Kleinen (SPD) war dagegen, weil das Parkhaus ihm zufolge dort den Blick auf das neue Familienbad verbauen würde. Wegen dieser Befürchtung war bisher ein Neubau hinter der Landkreis-Turnhalle auf dem Areal der Container-Krippe favorisiert worden. Laut Stadtbaumeister Justus Klement haben die Planer da mittlerweile aber umgedacht. Zugleich zeigte sich am Dienstag, dass der Standort-Vorschlag fürs Parkhaus viele Väter hat: Michael Kühberger (FLP) sagte, er habe ihn schon 2015 vorgeschlagen, während Ludwig Schmuck (CSU) erklärte, dann sei es ein CSU-Vorschlag, weil Kühberger da noch in der CSU war.

Kühberger forderte zudem, das Dach für Photovoltaik zu nutzen, was die Stadtwerke prüfen wollen, und den Landkreis finanziell am Parkhaus-Bau zu beteiligen, da für dessen Turnhalle 60 Parkplätze verschwinden mussten. Klement sah für eine Kreis-Beteiligung jedoch keine Chance.

Kinderhaus soll zwischen Stadion und Nonnenwaldstraße entstehen

Klement ging am Dienstag auch kurz auf den neuen Kinderhaus-Standort ein, obwohl er nicht zur Entscheidung stand. Das Haus mit vier Krippen- und einer Kindergartengruppe könnte auf dem Waldstreifen (er gehört den Bayerischen Staatsforsten) zwischen dem Stadion und den Parkplätzen an der Nonnenwaldstraße entstehen. Dort wäre ihm zufolge darüber hinaus aber auch Platz für weiteren Bedarf.

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