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Die Penzberger Abiturienten mit den besten Noten.

Gymnasium Penzberg

Geschafft: 101 Gymnasiasten erhalten in Penzberg ihr Abi-Zeugnis - jetzt geht‘s „in die freie Wildbahn“

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101 junge Frauen und Männer haben am Freitagnachmittag in Penzberg ihre Abiturzeugnisse erhalten. Drei Mal war sogar eine glatte Eins dabei. 15 Gymnasiasten schafften einen Notenschnitt von 1,0 bis 1,5. Der Gesamtdurchschnitt des Abiturientenjahrgangs lag bei 2,25.

Penzberg – „Wieder ein Jahrgang, den wir in die freie Wildbahn entlassen.“ So begrüßte Karl Steiner, ständiger Vertreter des Schulleiters, die Abiturienten, Eltern und Lehrer am Freitag in der alten Turnhalle am Wellenbad. Und Schulleiter Bernhard Kerscher rief: „Wir sind hier, wir sind laut, Q12 hat Abitur gebaut“ – in Anspielung auf den Ruf bei den Klima-Demos „Fridays for Future“, die es heuer auch in Penzberg gab, die bei dem Festakt sonst aber keine Rolle spielten. „Eigentlich sollten wir alle beim Demonstrieren sein“, sagte Kerscher. „Was hält uns ab? Natürlich diese sensationelle Veranstaltung.“

Abi-Feier in Penzberg: Am Freitag eigentlich beim Demonstrieren

In seiner Rede befasste sich Kerscher unter anderem mit Zeit und deren Verschwendung. Er wünschte den Abiturienten, Prioritäten zu setzen, wofür sie Zeit verwenden, klug zu wählen, was man tut und lässt, und die Fähigkeit, über Zeit und Lebenszeit zu reflektieren. Etwas, wofür Kerscher gern ein Fach namens „Lebenszeit“ hätte. Man könne es auch Philosophie nennen, sagte er.

Als „Vertreter der stolzen Eltern“ gab Nikolaus Aigner den Abiturienten mit auf den Weg: Probiert Euch aus, geht Euren Weg, habt keine Angst vor Niederlagen, übernimmt Verantwortung für Fehler und steht wieder auf. „Eure Eltern sind dabei immer für Euch da“, sagte er.

Abi-Feier in Penzberg: Das frühe Aufstehen schon verlernt

Von ihrem neuen Leben nach der Schule erzählten Vincent Aigner, Lilly Rohsmann, Moritz Volk und Malin Wächtler: Sie hätten bereits das frühe Aufstehen verlernt und das leserliche Schreiben. Bei einem Termin pünktlich zu sein, löse Klausurstress aus. Die Vier erzählten auch von den vergangenen acht Jahren: Anfangs waren sie die Kleinen unter Riesen, am Ende die Bosse, „die CEOs“, anfangs war alles neu, in der Oberstufe dann jeder Tag wie der andere. Und der größte Feind, „die Exen“, waren als Fünftklässler ein Drama. „In der Oberstufe war es entspannt: Die Lehrer haben gefragt, wann wir Zeit haben.“ Irgendwann, gaben sie am Ende zu, werde man die Zeit vermissen. Und sie dankten den Lehrern, die ihnen Sachen für die Zeit nach dem Abitur beigebracht haben.

Vize-Landrätin Regina Bartusch bat in ihrer Rede die jungen Leute, Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen. Und Bürgermeisterin Elke Zehetner („Als ich Abitur gemacht habe, war Surfen noch eine Sportart“) rechnete vor, dass die Abiturienten sich in den vergangenen Jahren zirka 2200 Mal auf den Weg in die Schule gemacht hätten. Diese habe ihnen das Rüstzeug gegeben, die Zukunft zu bewältigen. „Sie werden ihren Weg gehen, da bin ich mir sicher.“

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