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HAP: Arbeitgeber legt Angebot vor - Verhandlungen könnten bald beendet sein

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Nach der Bekanntgabe der Schließung protestierten die Mitarbeiter vor dem HAP Werk. © Wolfgang Schörner

Zunächst waren die Gespräche zwischen Gewerkschaft, Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohne Ergebnis abgebrochen worden.  Doch nun legte HAP überraschend ein Angebot vor.

Penzberg – Noch in dieser Woche könnten die Verhandlungen bei HAP beendet sein. Wie Daniela Fischer von der IG Metall Weilheim gestern auf Nachfrage mitteilte, hat der Arbeitgeber am Sonntag überraschend ein Angebot vorgelegt, in dem der Sozialplan mit Abfindungen für die rund 630 Stamm-Mitarbeiter geregelt werde.

Wie Fischer sagte, waren am Donnerstag vergangener Woche die Gespräche zwischen Gewerkschaft, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zunächst ergebnislos abgebrochen worden. Am Freitag seien die Beschäftigten dann in einer ganztägigen Betriebsversammlung darüber informiert worden, dass es Seitens des Arbeitgebers keine verbindlichen Zusagen zu Sozialplan und Abfindungen gebe. Am Wochenende sei dann ein Angebot auf den Tisch gelegt worden.

Durch Betriebsversammlung Druck ausgeübt

Fischer vermutet aufgrund des durch die Betriebsversammlung ausgeübten Drucks. In einer Presseerklärung teilte die „Hörmann Automotive Penzberg GmbH“ (HAP) gestern schriftlich mit, dass die Finanzierung für die Abfindungen aus dem sich in Verhandlung befindenden Sozialplan für die Mitarbeiter der HAP „nun abgesichert“ sei.

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Am Wochenende sei eine Lösung erarbeitet worden, die einen rechtssicheren Vorschlag zur Absicherung der Abfindungen für die Mitarbeiter der HAP umfasse. Kernelemente dieses Sicherungskonzepts seien unter anderem ein Treuhandmodell, eine Finanzierungsvereinbarung mit der Hörmann Automotive GmbH sowie eine Ausfallbürgschaft durch die Gesellschafter, mit der die Finanzierung abgesichert werde. In den kommenden Tagen werde die IG Metall dieses Angebot nun prüfen, so Fischer. Konkret könne sie dazu zwar noch nichts sagen, „aber es kommt uns sehr entgegen“, so Fischer. Noch „im Laufe dieser Woche“ müsse es eine Einigung geben.  

Von Franziska Seliger

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