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Ein Trikot des FC Bayern mit Unterschriften gibt es zu ersteigern. (v.l.) André Anderl, Steve Klein, Jack Eberl und Christine Klein wollen mit den Einnahmen helfen . 

688 Mitglieder bei Facebook

„Penzberg hilft“ hilft mit FC-Bayern Trikot

Die Initiatoren von „Penzberg hilft“ ziehen nach sechs Monaten eine positive Bilanz und haben noch viel vor. Zum Beispiel die Versteigerung eines FC-Bayern-Trikots. Mit Unterschriften der Spieler. 

Penzberg – 18 FC-Bayern Spieler auf einem Shirt. Die Unterschriften von Frank Ribéry, Thomas Müller, Arturo Vidal und Co zieren das Trikot, das „Penzberg hilft“ am Sonntag für einen guten Zweck versteigert. Eine der Aktionen, die der neu gegründete Verein „Penzberg hilft“ – die Eintragung läuft derzeit – organisiert. Erst im Oktober wurde die ehrenamtliche Initiative auf Facebook ins Leben gerufen, um Hilfesuchende und Helfer zusammenzubringen. Die Organisatoren ziehen jetzt eine positive Bilanz.

688 Mitglieder hat die „Penzberg hilft“-Seite mittlerweile. Christine Klein und Steve Klein, André Anderl, Jack Eberl und die anderen sieben Vereinsmitglieder sind begeistert von der Hilfsbereitschaft der Penzberger. „Es gab viele schöne Aktionen“, sagt Steve Klein. Eine syrische Familie konnte etwa mit einem Backofen, Spielzeug und Kinderkleidern ausgestattet werden. Eine alleinerziehende Mutter von Zwillingen bekam einen Kinderwagen. Das Prinzip der Hilfsaktion ist ganz einfach: Anonym können sich Penzberger an die Initiatoren wenden. Diese posten dann das Gesuch auf Facebook, ohne dass der Name des Suchenden genannt wird. Nicht nur junge Familien melden sich, sondern auch viele Senioren. „Es wurde uns jetzt erst bewusst, wie viele Hilfsbedürftige es hier gibt“, sagt Steve Klein. Es haben sich so viele Menschen gemeldet, die Gebrauchtes verschenken und tauschen wollten, dass die Initiatoren eine weitere Facebook-Seite erstellt haben: die „Gebraucht Börse“. Dort können Teilnehmer sich direkt anschreiben.

Vor allem in der Weihnachtszeit hat „Penzberg hilft“ Wünsche von Kindern in Erfüllung gehen lassen. Ihnen wurde neues Spielzeug geschenkt. Dinge, die sich ihre Eltern vielleicht nicht leisten konnten. Jeder, der in zwei örtlichen Geschäften ein Geschenk gekauft hatte, bekam Rabatte. „Das wurde sehr gut angenommen“, sagte Steve Klein. Zudem bekam die Initiative Spenden von Geschäftsleuten. Die Wünsche von insgesamt fünf Kindern wurden innerhalb von vier Stunden erfüllt. „Das war der Wahnsinn“, sagt Anderl. Der sechsjährige Bub einer alleinerziehenden Mutter freute sich über ein Feuerwehrauto. Zwei Mädchen (3 und 5 Jahre) bekamen eine Spielzeugpuppe und ein Barbie-Pferd.

Anderl ist stolz auf das, was er und seine Mitstreiter auf die Beine gestellt haben. „Das hat nichts mit politischen Interessen zu tun“, stellt der Stadtrat (Freie Fraktion) jedoch klar. Auch wenn viele Initiatoren von „Penzberg hilft“ Mitglied bei der parteifreien Wählervereinigung „Freie Lokalpolitik Penzberg“ sind. Anderl zufolge sind dies jedoch zwei getrennte Vereine. Es gehe nicht um Politik, sondern darum, das Richtige zu tun. „Wir helfen allen.“

Um noch mehr Menschen zu helfen, haben die ehrenamtlich Aktiven viel Neues geplant. Etwa eine „Penzberg hilft“-Karte, bei der sie auch mit der Stadt eine Kooperation schließen wollen. Helfen wolle man auch mit der Versteigerung des FC-Bayern-Trikots. Wieder stehen Kinder im Mittelpunkt. „Kein Kind kann etwas dafür, wo es hineingeboren wird“, sagt André Anderl. Mit dem Erlös für das Trikot, sollen Buben und Mädchen gefördert und ihnen neue Perspektiven eröffnet werden. Zum Beispiel durch die Teilnahme in einem Verein. Schließlich hat jeder einmal klein angefangen. Sogar die Spieler vom FC Bayern.

Weitere Informationen

Wer das Trikot ersteigern möchte, hat am kommenden Sonntag, 25. Februar, ab 20 Uhr die Chance dazu. Und zwar auf www.penzberg-hilft.de/auktion. Die Versteigerung läuft eine Woche.

Magdalena Kratzer

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