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Platz für ein Hotel? Über das Areal nördlich des Hubersees (rot markiert) wird jedenfalls in Rathaus und Bauausschuss diskutiert.

Am Hubersee

Penzberg: Hotel im Oktober wieder Thema

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Penzberg und das Thema „Hotel“: Im Oktober soll der Bauausschuss über einen neuen Standort für das Projekt und das weitere Vorgehen beraten. So jedenfalls plant es die Bürgermeisterin.

Penzberg – Dass Penzbergs Bürgermeisterin Elke Zehetner das Hotel-Projekt in der Stadt – trotz verlorenen Bürgerentscheids vor zwei Jahren – nicht aus den Augen verloren hat, daraus hatte sie nie ein Hehl gemacht. Bereits im Februar tauchte im Bauausschuss ein neuer Standort auf: am westlichen Ortseingang, nördlich des Hubersee-Campingplatzes (wir berichteten). Jetzt will die Bürgermeisterin erste Nägel mit Köpfen machen: Im Oktober soll der Bauausschuss das Thema behandeln und weiter auf den Weg bringen. Diesen Termin nannte Zehetner nun auf Anfrage der Heimatzeitung.

Mit dem ursprünglich anvisierten Hotel-Standort im Fichtenwäldchen am Hubersee, unterhalb des Kreisels an der Seeshaupter Straße, hatten die Befürworter um Zehetner beim Bürgerentscheid Schiffbruch erlitten. 53,5 Prozent Nein-Stimmen bedeuteten am 22. Februar 2015 das Aus. Ein Jahr war die Stadt an die Entscheidung gebunden.

Im Februar-Bauausschuss hatte Stadtrat Hardi Lenk (SPD) das Areal an der Gut-Hub-Zufahrt wieder ins Spiel gebracht. Das knapp ein Hektar große Grundstück links der Straße gehört der Stadt. Seitdem wurde das Thema im Rathaus vertieft, wie die Bürgermeisterin sagt. Es gab bereits Kontakt zur Regierung von Oberbayern wegen der Frage wegen des Anbindungsgebots an die Bebauung. In den Pfingstferien weilten Zehetners Stellvertreter Dr. Johannes Bauer und Ludwig Schmuck zu Gesprächen in München. Ergebnis laut Zehetner: Die obere Baubehörde steht dem Areal „aufgeschlossen gegenüber“.

Details gibt es noch nicht. Die Stadt stehe erst am Anfang, sagt Zehetner und spricht von „blanker Theorie“. Auf dem Hanggrundstück, das elf Meter in die Tiefe fällt, wäre ein terrassenförmiger Bau möglich, der den Bergblick nutzt. Unklar ist, welche Rolle die Stadt spielen wird. Zehetner hatte stets deutlich gemacht, dass die Kommune bei dem Projekt nicht offensiv handeln werde. „Die Stadt wird mit Sicherheit kein Hotel betreiben“, bekräftigt sie nun erneut.

Jetzt muss erst mal der Wert des Areals ermittelt werden. „Mindestens zwei Interessenten“ haben laut Rathauschefin bereits bei ihr wegen eines Hotels-Investments angeklopft. Dem Vernehmen nach liegt ein konkretes Konzept vor. Namen nennt sie allerdings nicht. Der Zeitplan sähe laut Zehetner im Idealfall wie folgt aus: Der Bauausschuss beauftragt noch heuer die Verwaltung mit dem Beginn der Planung. Diese könnte 2018 erfolgen, Ende kommenden Jahres wäre der Baubeginn möglich. Zehetner macht eines klar: Sollten die Pläne konkret werden, werde die Stadt die Bürger „intensiv informieren“ – damit es nicht noch einmal so eine bittere Niederlage wie 2015 gibt.

Allerdings zeichnet sich Gegenwind gegen den neuen Standort am Hubersee ab. Sollte das Gewässerumfeld erneut ins Blickfeld rücken, gibt es Protest – dies haben die Sprecher der erfolgreichen Bürgerinitiative gegen ein Hotel am Hubersee von 2015 bereits angekündigt.

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