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Das „Hotel Olympia“ heißt jetzt „K33“.

Nach Umbau

Hotel in Penzberger Innenstadt: Das „Olympia“ heißt nach Umbau „K33“

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Das frühere „Hotel Olympia“ im Penzberger Stadtzentrum heißt jetzt „K33 Hotel & Lodge“. Nach langer Umbauzeit soll es in Kürze eröffnen. Iris und Rainer Kästle, die das Haus vor zweieinhalb Jahren gekauft haben, sprechen von einem „Zwischenziel“. Das Ehepaar hat weitere Pläne: Es will höher hinaus.

Penzberg – Das vierstöckige Haus steht an einer prominenten Stelle in Penzberg, an der Hauptkreuzung der Innenstadt. Das ehemalige „Hotel Olympia“ war 1969 eröffnet worden, damals mit Gaststätte über der Ladenzeile. In den Siebzigerjahren galt es laut einer Umfrage als eines der schönsten Gebäude Penzbergs. Zuletzt hatte es aber den Ruf einer Absteige.

Nun gibt es nach Sanierung und Umbau einen Neustart unter neuem Namen: als „K33 Hotel & Lodge“. Das „K33“ steht für die Adresse „Karlstraße 33“. Der alte Namen sei negativ belastet, er habe einen Beigeschmack, sagte Iris Kästle am Dienstag bei einer Präsentation für Vertreter der Stadt.

Neustart nach Umbau als „K33 Hotel & Lodge“

Iris und Rainer Kästle hatten das Hotel Anfang August 2017 von einer Erbengemeinschaft gekauft, es neu konzipieren und umbauen lassen. Anfang 2020 soll es eröffnen, momentan läuft der Probebetrieb. Laut Rainer Kästle hat das Haus sechs Wohnungen in der obersten Etage (dort ist weiterhin auch eine Zahnarztpraxis) und rund 30 Hotelzimmer in den zwei Stockwerken darunter. Zur Investitionssumme wollte er am Dienstag nichts sagen, aber es sei „mehr als eine Million“. Rainer Kästle ist eigentlich Heilpraktiker mit Praxis in München. Und Immobilienbesitzer, wie er sagte. Ein Hotel war ihm zufolge bisher nicht seinem Portfolio.

Neue Besitzer fanden „unübersichtliches Objekt“ mit vielen Überraschungen vor

Als Iris und Rainer Kästle das von Langzeitmietern und Kurzzeitgästen bewohnte „Hotel Olympia“ kauften, entpuppte es sich offenbar als Wundertüte. Es sei ein „völlig unübersichtliches Objekt“ mit vielen Überraschungen gewesen, es habe „fragwürdige Zimmerbelegungen“ und „nicht vorhersehbare Schäden“ gegeben. So stießen sie auf Langzeitbewohner, die nicht gemeldet waren. „Es gab aber auch nette Menschen“, so Rainer Kästle. Man habe einen Kompromiss finden müssen, um zügig umzubauen und „den Bedürfnissen der hier lebenden Menschen gerecht zu werden“. Denn man habe die „zum Teil finanziell nicht optimal versorgten Bewohner und Gäste“ nicht einfach vor die Tür setzen können.

Umbaumaßnahmen dauerten zwei Jahre

Im Dezember 2017 begann der Umbau, bei dem die Bausubstanz weitgehend erhalten blieb. Zimmer wurden renoviert und neu ausgestattet, das Haus energetisch saniert, die Gebäudetechnik modernisiert, ein Erdgasanschluss gelegt, neue Fenster eingesetzt und die Fassade erneuert. Der Kiosk am Eingang musste wegen des Brandschutzes weichen. Am Dienstag führte das Ehepaar das Ergebnis vor: Ein- und Zweibettzimmer sowie Suiten mit Küchenzeile, Bergblick zum Stadtplatz, Balkone auf der Rückseite.

Eines der neuen Zimmer im „K33“.

Eine Sterne-Klassifizierung wolle man nicht, sagte Erich Kästle. Die Zimmerpreise, fügte seine Frau an, seien saisonabhängig. Aktuell beginnen sie laut Internetseite bei 70 Euro. Die Mühen und Risiken hätten sich gelohnt, so das Ehepaar. Aus „dem ehemaligen Schandfleck“ sei ein Ort geworden, „an dem man sich uneingeschränkt wohlfühlen kann“.

„Zwischenziel“: Besitzer haben weitere Pläne für „K33“

Es handelt sich aber erst um ein „Zwischenziel“. Das Ehepaar hat das Architektur- und Stadtplanungsbüro von Peter Höldrich mit der weiteren Planung beauftragt. Dabei geht es um einen Dachgeschossausbau beziehungsweise eine zusätzliche Etage. Die Ideen reichten bis zu einer Dachterrasse „mit Café- und Loungebetrieb“, hieß es. Am Ende könnten es rund 100 Zimmer werden.

„K33“-Pläne: Stellplatzsatzung ist ein Hindernis

Der Bauausschuss hatte sich vor einem Jahr bei einer Bebauungsplanänderung mit fünf Stockwerken (sechs waren beantragt, außerdem war damals noch von Seniorenwohnen die Rede) anfreunden können. Als Hindernis für eine Erweiterung erweist sich jedoch die Penzberger Stellplatzsatzung. „Ein „K.o-Kriterium“, so Rainer Kästle. Denn es gibt nicht genug Parkplätze am Haus. Er sei bereit, eine Stellplatzablöse zu zahlen, „sie darf aber nicht investitionshemmend sein“. Die Sorgen hörten sich am Dienstag Bürgermeisterin Elke Zehetner, ihre Stellvertreter Johannes Bauer und Ludwig Schmuck sowie Stadtbaumeister Justus Klement an. Dass die Stellplatzsatzung „weh tut“, bestätigte Zehetner mit Hinweis auf Baupläne gegenüber dem Bahnhof. Ein wenig Hoffnung machte sie aber: „Nichts ist in Stein gemeißelt, Beschlüsse können geändert werden.“

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