Tafel enthüllt: Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bürgermeisterin Elke Zehetner, eingerahmt von Altbürgermeister und EWO-Vorstandsmitglied Hans Mummert und dem Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber.

Penzberg ist Energiewende-Kommune: Späte Feier mit Preis-Tafel

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Eigentlich ist es schon elf Monate her, dass die Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ die Stadt Penzberg als „Energiewende-Kommune 2016“ ausgezeichnet hat. Gefeiert wurde aber erst jetzt.

Der Titel als „Energiewende-Kommune 2016“ war der Stadt Penzberg im Oktober 2016 bei einer Stifterversammlung verliehen worden. Das war in Bad Tölz. Diese Woche gönnte sich die Stadt Penzberg als Preisträger noch einen eigenen Festakt – samt Enthüllung der dazugehörigen Tafel neben dem Rathauseingang. Gekommen war dafür eigens die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner als Schirmherrin der Auszeichnung.

Penzberg ist nach Fischbachau, Geretsried und Irschenberg die vierte Kommune, die diesen Titel tragen darf. Es seien Leuchttürme, die anderen Kommunen als Vorbild dienen sollen, sagte Josef Keller, Vorstandsvorsitzender der „Energiewende Oberland“ (EWO). Als einen Pionier der Energiewende lobte Ilse Aigner die Stadt.

Die Ministerin sagte, dass in Bayern die erneuerbaren Energien mittlerweile einen Anteil von 40 Prozent an der Stromerzeugung hätten, mehr als die Atomkraft. Damit aber die Kosten für den Kunden nicht aus dem Ruder laufen, müsse mehr „Markt in das System“. Sie betonte zudem, dass bei der Energiewende das Augenmerk nicht nur auf den Strom, sondern auf die Wärme gelegt werden muss – dort gebe es „erhebliche Potenziale“ beim Einsparen.

Und weshalb hat Penzberg den Preis erhalten? EWO-Chef Keller und Bürgermeisterin Elke Zehetner nannten eine ganze Reihe von Gründen: von Klimaschutzkonzept, E-Tankstellen und der Energieberatung über Heizkessel-Zuschüsse, Solarkataster und Klimaschutzmanager, dessen Vertrag nun verlängert wird, bis zum Stadtwerke-Passivhaus, dem Effizienz-Netzwerk mit der Wirtschaft und der Sole-Wärmepumpe im Rathaus. „Wir ruhen uns auf den Lorbeeren aber nicht aus“, sagte Zehetner. Sie verwies dabei auf das durch Hackschnitzel und Erdgas gespeiste Fernwärmenetz. Es soll am 1. Oktober in Betrieb gehen.

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