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Der alte Kinosaal des früheren Metropol beim Baustart-Festakt am Donnerstag.

Haus für die Musikschule

Jetzt geht es mit dem Metropol-Umbau richtig los: Startschuss mit „großer Vorfreude“

  • vonWolfgang Schörner
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Der Umbau des alten Metropol-Kinos zum neuen Musik- und Kulturzentrum in Penzberg beginnt nun richtig. Eineinhalb Jahre lang wird das Haus eine Baustelle sein. Im September 2021 soll die Musikschule einziehen. Die Kosten werden auf fast 4,85 Millionen Euro geschätzt.

Penzberg – Es herrsche „große Vorfreude bei Eltern, Schülern und Lehrkräften“, sagte Musikschulleiter Johannes Meyer am Donnerstagnachmittag, als der Baustart mit einem kleinen Festakt gefeiert wurde. Vorfreude darauf, dass in eineinhalb Jahren 820 Musikschüler und 33 Lehrkräfte „das Haus mit Leben erfüllen können“.

Neues Musik- und Kulturzentrum: Saal für 160 Besucher

Nachdem mittlerweile die Vorarbeiten beendet sind, etwa der Abbau von Elektroinstallationen, Türen und Bühne, kann nun der Umbau richtig losgehen. Das neue Musik- und Kulturzentrum gegenüber der Stadthalle soll einmal einen Konzert- und Theatersaal mit einer 45 Quadratmeter großen Bühne haben, die auf 70 Quadratmeter erweitert werden kann. Im Zuschauerraum sollen 160 Menschen Platz finden. Im Obergeschoss entsteht ein kleiner Vortragsraum für 50 Personen. Außerdem wird es neun Unterrichtsräume geben. Es sei genau der richtige Zeitpunkt, sagte Musikschulleiter Meyer. Derzeit unterrichte die Musikschule in 15 Räumen der Bürgermeister-Prandl-Schule. „Und wir wissen, dass die Mittagsbetreuung Platz braucht.“ Außerdem werde dann für Kinderchor, Vocalensemble und Kammerorchester das ständige auf- und abbauen endlich ein Ende nehmen.

Umbau zur Musikschule kostet nach aktuellem Stand 4,84 Millionen Euro

Der Umbau kostet nach aktuellem Stand 4,84 Millionen Euro, allerdings sind bislang nur ein kleiner Teil der Arbeiten vergeben. Gedeckelt ist der Umbau auf 4,85 Millionen Euro, wie Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärte. Viel Luft ist da nicht mehr. Andererseits erhalte die Stadt, so Zehetner, eine „sensationelle Förderung“ der Regierung von Oberbayern: 1,18 Millionen Euro.

Für die Bühnentechnik gab es bereits im Januar 50 000 Euro aus dem europäischen Leader-Fördertopf. Gerade die Bühnen- und Veranstaltungstechnik lässt sich die Stadt viel kosten. Rund 197 000 Euro wurden allein dafür veranschlagt. Beauftragt wurde für Licht- und Bühnentechnik dasselbe Unternehmen wie bei der Stadthalle.

Umbau des alten Metropol: „Reizvolle architektonische Arbeit“

Architekt Stephan Jocher sprach davon, dass dies „eine der reizvollsten architektonischen Arbeiten“ seiner Laufbahn gewesen sei, „spannend und motivierend“. Der Entwurf solle den „alten Kinocharakter der Fünfzigerjahre“ beibehalten, sagte er beim Festakt. Allerdings machte, wie so oft in Penzberg, der Untergrund einen Strich durch die ursprüngliche Kostenrechnung. Wegen der schlechten Bodenverhältnisse müssen Mikropfähle in die Erde getrieben werden.

Vom Umbau werden von außen vor allem ein Gerüst zur Sicherung der Außenwände, Abbrucharbeiten am Dach und eine Bautafel zu sehen sein. Die meisten Arbeiten geschehen im Inneren. Als Fertigstellungstermin ist September 2021 geplant. „Ein straffer Terminplan“, so Stephan Jocher. „Da darf nicht viel schief gehen.“

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Und: Penzberger Derbleckn am Wahlwochenende

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