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Karl-Heinz Grehl (Mitte) kandidiert erneut für den Posten des Landrats. Nach erfolgreicher Nominierung gratulierten ihm (v.l.) MdL Andreas Krahl, Beirätin Annette Daiber und die Sprecher Katharina von Platen und Manuel Neulinger. 

29 der abgegebenen 33 gültigen Stimmen

Karl-Heinz Grehl will Kommunen und Landratsamt „begrünen“

Bei der Landrats-Aufstellungsversammlung, zu der der Kreisverband der Grünen in die Penzberger Stadthalle eingeladen hatte, wurde Karl-Heinz Grehl gewählt.

Penzberg – Nur eine Gegenstimme gab es bei der Landrats-Aufstellungsversammlung, zu der der Kreisverband der Grünen in die Penzberger Stadthalle eingeladen hatte. 29 der Wahlberechtigten sprachen sich am Montagabend für die Kandidatur von Grehl aus, der derzeit stellvertretender Landrat ist.

Die Wahl ging schnell. Grehl war der einzige Kandidat und erhielt 29 der abgegebenen 33 gültigen Stimmen. Ein Mitglied stimmte gegen Grehl, drei enthielten sich. Die Aufstellung der Kandidaten für den Kreistag erfolgt später. Ziel ist laut Vorstandssprecher Manuel Neulinger, alle 60 Plätze zu belegen. Abstimmungsberechtigt sollten neben Mitgliedern des Kreisverbands auch Personen sein, die nicht Mitglied einer anderen Partei oder Wählervereinigung sind, wenn sie die Ziele von „Bündnis 90/Die Grünen“ glaubhaft teilen und ihre Absicht zur Kandidatur zwei Wochen vor der Aufstellungsversammlung dem Vorstand gegenüber schriftlich erklären“. Über den Wahlmodus wird vor der Versammlung entschieden. Der Vorstand schlug aber bereits vor, Grehl auf den ersten Listenplatz zu setzen.

Karl-Heinz Grehl: „Söder denkt jetzt über das nach, was die Grünen schon vor 30 Jahren wollten“

Grehls Engagement in Sachen Landkreispolitik begann 2008, als er der erste grüne Kandidat für den Posten des Landrats war. Damals, als bei der Vorstellung „Wind of Change“ gespielt worden sei, sei im Landkreis die Trendwende hin zu den Grünen eingeleitet worden und die CSU habe nicht mehr allein die Macht. „Söder denkt jetzt über das nach, was die Grünen schon vor 30 Jahren wollten“, so der Kandidat zur Wirkung grüner Politik. Dies werde sich fortsetzen: „Auch ein Herr Dobrindt wird ergrünen müssen.“ Grehl will die gesamte politische Landschaft verändern. In seiner Vorstellungsrede sagte er unter anderem: „Ich will die Kommunen begrünen“ und „die Führungsspitze im Landratsamt muss begrünt werden“.

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Um dies zu erreichen, will er mit allen zusammenarbeiten, die sich für das Wohl der Bürger engagieren. „Transparenz und Bürgernähe“ seien ihm wichtig. Beim Umweltschutz setzt er auf Energiesparen. Außerdem will er Arbeit und Wohnen zusammenbringen, um Verkehr zu vermeiden, elektrische Dienstwagen anschaffen, Moore vernässen, einen Nationalpark „Ammergauer Gebirge“ einrichten, das Radwegenetz und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, die Entsorgung und die Nutzung von Abfällen verbessern, Asylbewerbern das Arbeiten ermöglichen („Arbeitskräfte werden gebraucht“), einkommensabhängig bezahlbaren Wohnraum für arbeitende Menschen schaffen und die Wähler radikaler Parteien „wieder ins bürgerliche Spektrum zurückholen“. Zusammenfassend sagte Grehl, er werde viele Dinge machen, „die die liebe Andrea noch nicht gemacht hat“. 

Von Alfred Schubert

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