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Fast 2400 Besucher: Open-Air-Festival und „Guglhupfgeschwader“ helfen Kino durch die Durststrecke

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Von: Wolfgang Schörner

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Zum zweiten Mal fand das Kino-Open-Air auf der Berghalde statt. Am Samstag ging es zu Ende. Meist gab es laue Sommernächte. Beim Start vor zwei Wochen (Bild) hatte es kurz zuvor noch geregnet.
Zum zweiten Mal fand das Kino-Open-Air auf der Berghalde statt. Am Samstag ging es zu Ende. Meist gab es laue Sommernächte. Beim Start vor zwei Wochen (Bild) hatte es kurz zuvor noch geregnet. © Ralf Ruder

Fast 2400 Besucher zählte das Penzberger Kino-Freiluftfestival auf der Berghalde, das nun nach zwei Wochen zu Ende ging. Dies waren weit mehr Zuschauer als in den drei Open-Air-Wochen des verregneten und kalten Sommers 2021. Den Kinobetreibern Claudia und Markus Wenzl hilft das auch finanziell durch eine Durststrecke.

Penzberg – Über viele laue Sommernächte konnten sich die Kinobetreiber Claudia und Markus Wenzl in den zwei Wochen ihres Open-Air-Festivals auf dem Volksfestplatz der Berghalde freuen. Nur drei von 16 Vorführungen mussten wegen des Wetters abgesagt werden, darunter zwei der vier Abende mit dem neuen Eberhofer-Krimi „Guglhupfgeschwader“. Insgesamt kamen laut Markus Wenzl 2352 Besucher an den 13 Abenden, was ein Schnitt von 180 Zuschauern ist.

Premiere vor einem Jahr war kalt und verregnet

Ganz anders hatte es bei der Open-Air-Premiere vor einem Jahr ausgesehen. Im nasskalten Sommer 2021 waren es nur rund 1400 Besucher innerhalb von drei Wochen – wobei nur 14 der 25 Kino-Abende stattfinden konnten. Der Rest musste wegen Regens ausfallen. Der Besucherschnitt lag bei 100.

Bei „Guglhupfgeschwader“ wurde das Kino-Open-Air fast überrannt

„Wir sind viel zufriedener als letztes Jahr“, sagt Markus Wenzl auf die Bitte nach einer Bilanz. Super gelaufen sei zum Beispiel die Familiennacht mit „Sing 2 – Die Show deines Lebens“ mit etwa 250 Besuchen. Quasi überrannt wurden die Kinobetreiber an dem Abend, als erstmals der Film „Guglhupfgeschwader“ gezeigt wurde. Markus Wenzl schätzt, dass den Film an die 1000 Menschen sehen wollten. Einen Teil davon mussten die Kinobetreiber wieder wegschicken. Mit den Besucherzahlen sei man hochzufrieden, sagt Wenzl. Es habe auch eine gute Stimmung geherrscht. „Die Leute waren gut drauf.“

Open-Air und Eberhofer-Krimi hilft KinoP finanziell über den Sommer

Auch finanziell hat das Open-Air den Betreibern des Penzberger KinoP gutgetan. „Es hilft uns über den Sommer“, sagt Markus Wenzl. Vor dem Open-Air, erzählt er, sei man „fast am Boden“ gewesen. „Wir sind in die Miesen geraten, weil das Kino so schlecht gelaufen ist.“ Befragt nach den Gründen, erklärt er, dass man immer noch unter den Corona-Nachwehen leide. Es sei komisch gewesen, sagt Wenzel. Aber als im April die Auflagen weg waren, brach der Besucherstrom ab. „Es war sehr auffällig.“ Über den ganzen Frühling habe sich das gezogen. Es kamen weit weniger Zuschauer als in normalen Jahren. Ein Umstand, unter dem offenbar auch andere Kinos leiden, wie Wenzl erfahren hat. Außerdem, fügt er an, warte man immer noch dringend auf eine beantragte Überbrückungshilfe für die ersten Monate des Jahres.

Was den Wenzls neben dem Open-Air ebenfalls hilft, ist der Start des Krimis „Guglhupfgeschwader“, der am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch auch noch im KinoP läuft. „Der zieht in ganz Bayern“, sagt Markus Wenzl. „Das Open-Air und der Eberhofer-Krimi kamen zur rechten Zeit.“ Jetzt müsse man schauen, wie der Herbst wird. Die Kinos, sagt er, „sind durch die Durststrecke noch nicht durch.“

Kinobetreiber wollen 2023 drittes Festival organisieren: „Es soll sich etablieren“

Das Freiluft-Festival möchten die Wenzls jedenfalls gern wiederholen. „Es soll sich etabliert“, bestätigt Wenzl. Er glaubt, dass sich die Besucherzahlen, besser verteilt auf die Abende, auch noch steigern ließen. Das Festival spreche sich rum, sagt er. Viele Besucher fänden es zudem sympathisch. weil es noch überschaubar ist, mutmaßt Wenzl. Eine wichtige Unterstützung ist ihm zufolge aber auch die Stadt Penzberg, die ihnen bei der Platzmiete entgegenkommt und in Form des Bauhofs hilft. „Wenn das nicht wäre“, sagt er, „würde es nicht gehen.“

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