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Jack Eberl Der FLP-Stadtrat willsich nicht zur Verfügung stellen. 
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Elke Zehetner strebt auf dem SPD-Ticket eine zweite Amtszeit an.
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Dr. Kerstin Engel Kandidatur für die Grünen? Sie sagt: „Kein Kommentar.“
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Wolfgang Sacher Der BfP-Kandidat von 2014 hat sich noch nicht entschieden.
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Nick Lisson Der CSU-Chef wirft seinen Hut nicht in den Ring. 

Kommunalwahl 2020

Stadt Penzberg: Wer geht ins Bürgermeister-Rennen?

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Ein Dreier-Rennen hatte es im Jahr 2014 um den Bürgermeisterposten in Penzberg gegeben. Elke Zehetner ging daraus deutlich als Siegerin hervor. Bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020 könnten es sogar fünf Kandidaten sein.

Penzberg – Noch gibt es eineinhalb Jahre vor der Wahl keine offiziellen Bürgermeisterkandidaten, das ist Sache der Nominierungsversammlungen. Aber es gibt jede Menge Spekulationen. Lediglich Bürgermeisterin Elke Zehetner äußert sich offen dazu, dass sie kandidieren will. Die parteilose Kommunalpolitikerin war 2014 auf dem SPD-Ticket ins Amt gekommen. Der Rest belauert sich noch: Am Ende, so eine Umfrage bei Parteien und Wählervereinigungen, könnten es aber fünf Bürgermeisterkandidaten werden.

Rathaus-Chefin Zehetner hat sich schon mehrmals dazu geäußert, dass sie eine zweite Amtszeit anstrebt. „Ich arbeite gern zum Wohl der Stadt, ich werde meinen Hut in den Ring werfen“, wiederholte sie jetzt – auch um angestoßene Prozesse bis zum Ende zu begleiten, wie sie sagt. Zu Gerüchten, die parteilose Politikerin sei bei der SPD umstritten und könnte auf einem anderen Ticket, vielleicht der CSU, reisen, sagt Zehetner auf Nachfrage: „Das ist noch nie ein Thema gewesen.“ Und fügt belustigt an: „So viele würden mich nicht nehmen.“

Bei der Penzberger CSU will man sich zu solchen Spekulationen nicht äußern. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 war die CSU mit Richard Kreuzer, einem ehemaligen SPD-Mitglied, ins Rennen gegangen. Er erhielt 25,5 Prozent. Wird die CSU beim nächsten Mal wieder einen Kandidaten haben? „Definitiv“, antwortet Vorsitzender Nick Lisson. Das habe man im erweiterten Vorstand bejaht. Es gibt ihm zufolge drei, womöglich vier interessierte Bewerber, die sich demnächst intern vorstellen werden. Namen nennt Lisson nicht. Nur so viel: Er möchte nicht ausschließen, dass in dem Kreis auch ein Parteifreier ist. Und noch etwas sagt Lisson: Er selbst werde bei dieser Wahl seinen Hut nicht in den Ring werfen. Als Redaktionsleiter bei Antenne Bayern ist er zu sehr eingespannt.

Bei der Kommunalwahl 2014 wollten auch die „Bürger für Penzberg“ (BfP) das Rathaus erobern. Damals kam Bürgermeisterkandidat Wolfgang Sacher auf 20,8 Prozent der Stimmen. Will er es wieder versuchen? „Momentan würde ich Nein sagen“, antwortet Sacher. „So einen Wahlkampf muss man aushalten“, sagt er. Der Wahlkampf 2014 sei „schlimmer als mein schlimmstes Rennen“ gewesen, so der ehemalige Radrennsportler und Paralympics-Sieger. Aber wer weiß, was noch kommt? „Ich muss erst selbst für mich eine Entscheidung treffen.“ Soll heißen: Eine Kandidatur ist möglich. Eins kann Sacher aber schon sagen: „Die BfP wird auf jeden Fall einen Kandidaten stellen, wir haben mehrere Gute in unseren Reihen.“ Die BfP weiß, was es wert ist, einen Bürgermeisterkandidaten zu haben, auch wenn er am Ende nicht gewinnt. Denn die Chancen erhöhen sich, bei der gleichzeitigen Stadtratswahl besser abzuschneiden. So war es 2014. Die BfP brachte damals vier Stadtratskandidaten ins Ziel.

Auf einen eigenen Bewerber für das Bürgermeisteramt verzichtet hatten 2014 die Grünen. „Das hat uns schon geschadet“, sagt Dr. Kerstin Engel. Die geringere Präsenz im Wahlkampf wirkte sich auf das Ergebnis bei der Stadtratswahl aus: Die Grünen brachten nur drei Vertreter ins Kommunalparlament. Damals, sagt Engel, habe man sich bewusst so entschieden, „damit der beste Kandidat Chancen hat“. Sprich: Elke Zehetner. „Es hat sich aber herausgestellt, dass es nicht der beste Kandidat war“, fügt Engel an. Beide vereint heute eine gegenseitige politische Abneigung. Werden die Grünen diesmal einen eigenen Kandidaten ins Bürgermeister-Rennen schicken? „Das haben wir vor, wer es sein wird, entscheidet der Ortsverband“, antwortet Engel. Sie selbst war 2014 als Kandidatin gehandelt worden, zauderte aber. Will sie es nun versuchen? Engels Antwort: „Kein Kommentar.“

Neu auf der Wahlkampf-Bühne ist dieses Mal die „Freie Lokalpolitik Penzberg“ (FLP), die sich erst heuer gegründet hat, deren Stadtratsfraktion aber aus drei ehemaligen CSU-Vertretern besteht. Wird sie einen Bürgermeisterkandidaten stellen? „Ja, wir beabsichtigen das“, antwortet Jack Eberl. Davon geht auch André Anderl aus. Er hatte vor mehreren Monaten einmal gesagt, dass er Jack Eberl für einen „Top-Kandidat“ hält. Der Angesprochene hatte damals abgewunken. Hat sich daran etwas geändert? „Nein“, antwortet Eberl. „Ich stelle mich nicht zur Verfügung.“

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