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 Fingerspitzengefühl ist beim Schnitzen mit der Motorsäge gefragt.
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Am Wochenende fanden auf Gut Hub bei Penzberg die 5. Kettensägen-Kunsttage statt.
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Am Wochenende fanden auf Gut Hub bei Penzberg die 5. Kettensägen-Kunsttage statt.
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Am Wochenende fanden auf Gut Hub bei Penzberg die 5. Kettensägen-Kunsttage statt.

Auf Gut Hub

Penzberg bot Kunstvolles mit der Kettensäge

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Bei den 5. Penzberger Kettensägen-Kunsttagen war nicht nur Kreativität gefragt – sondern auch Muskelkraft. 

Penzberg – Sabine Daikeler schaut genau hin. Fährt mit dem Finger über das Holz. Nickt, und setzt die Motorsäge an. Der Stihl-Motor dreht hoch, das Schneideblatt frisst sich in den Baumstamm. Späne fliegen. Daikeler hebt die Säge und nickt zufrieden. Wieder ist ein Stück am Kunstwerk getan. Für das Traumpanorama von Gut Hub auf die Bergkette hat die 43-Jährige jedoch keine Zeit, die Zeit drängt. Schließlich will sie mit ihrem Werk fertig werden, dafür ist Daikeler extra aus Neufra bei Sigmaringen zu den 5. Penzberger Kettensägen-Kunsttagen angereist. Die Baden-Württembergerin war schon bei der Auflage 2016 dabei. Diesmal hat sie sich eine Bank vorgenommen, verziert mit einem hölzernen Schmetterling.

Ein bis zwei Festivalbesuche stehen bei ihr im Jahreskalender. „Ich mache das nur hobbymäßig“, sagt Daikeler. Vor fünf Jahren fing sie mit der Sägen-Kunst an. Das lag ihr Dank der Arbeit im eigenen Wald eh im Blut. „Ich habe es ausprobiert und es hat mich nicht mehr losgelassen.“ Der kreative Umgang mit Holz fasziniert die 43-Jährige. Es sei einfach „ein toller Werkstoff“, findet sie. „Man kann nach eigenen Vorstellungen was machen.“

13 Teilnehmer hat Organisator Oliver Kugel heuer nach Penzberg geholt. Sie kommen aus ganz Deutschland, mit Markus Nabersberg aus Stilfs ist sogar ein Südtiroler dabei. Es ist eine Szene, die mit den Motorsägen ihrer kreativen Leidenschaft nach geht. „Die meisten kenne ich“, sagt Veranstalter Kugel. Als der 45-jährige Penzberger, selbst Kettensägen-Künstler, den Termin in den sozialen Medien veröffentlichte, waren ruckzuck die Anmeldungen da. „Das geht innerhalb von drei Tagen.“ Premiere auf Gut Hub war im Jahr 2012 gewesen.„Die Veranstaltung hat sich etabliert“, sagt Kugel. Dazu trägt sicher der Standort auf dem städtischen Areal von Gut Hub bei. „Das ist der ideale Platz.“

Mit dabei ist ein Penzberger: Andreas Meck, 56-jähriger Softwareentwickler und seit vier Jahren auf den Geschmack gekommen. „Man schneidet erst einen Ast, dann einen Baum beim Nachbarn und landet schließlich bei der Kunst“, lacht er. „Ich mache es aber nur als Hobby.“ Beim Festival hat Meck einen Infostand aufgebaut und gibt Interessierten gern Tipps im Umgang mit der Motorsäge. Wer will, darf unter fachkundiger Anleitung probesägen. Meck möchte seine Begeisterung dafür vermitteln, wie sich aus einem Stück Stamm etwas gestalten lässt: „Es ist alles drin im Holz, ich lege es nur frei.“ Seine Devise: „Ich weiß vorher nicht, wie es wird, und fange einfach an.“ Aber eines sei wichtig, weiß der Künstler: „Man braucht nasses, frisch geschlagenes Holz.“

Tags darauf: Sabine Daikeler sitzt auf ihrer fertigen Holzbank. Jetzt hofft die 43-Jährige, dass sie einen Käufer für das gute, aber schwere Stück findet. „Das kann ich nicht mit nach Hause nehmen.“ Veranstalter Oliver Kugel sprach in seiner Bilanz von 350 bis 400 Besuchern. Vor zwei Jahren waren es rund 650 gewesen. Trotzdem ist er „einigermaßen zufrieden“. 2020 soll es eine Fortsetzung der Kettensäge-Kunst geben.

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