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Axel Geißendörfer hatte den Kindern der neuen Mittagsbetreuung ein Geschenk zur Eröffnung mitgebracht.

Flexible und niederschwellige Betreuung

Grundschule an der Birkenstraße: Mittagsbetreuung ist eröffnet

In der Grundschule an der Birkenstraße gibt es ab sofort eine Mittagsbetreuung für Schulkinder. Diese Lösung ist zwar nicht das Optimum, aber besser als nichts.

Penzberg – Bereits die ehemalige Schulleiterin Sophie Meier hatte sich dafür eingesetzt, aus der Grundschule an der Birkenstraße eine Gebundene Ganztagsschule zu machen. Diese Idee ist jedoch vor einigen Jahren am Widerstand des Kultusministeriums gescheitert. Dass an der Schule nun eine Mittagsbetreuung eröffnet wurde, ist für Bürgermeisterin Elke Zehetner darum zwar nicht die beste Lösung. Aber immerhin, so sagte sie bei der kleinen Eröffnungsfeier am Donnerstagnachmittag, könnten Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, nun über den offiziellen Schulschluss hinaus flexibel und niederschwellig betreut werden. „Wir haben jetzt diese Lösung gefunden. Und darüber sind wir froh“, so Zehetner. Was die Einführung einer Gebundenen Ganztagsgrundschule betrifft, so teilte Zehetner in einem offenen Brief vom Donnerstag zudem mit, dass der Freistaat Genehmigungen dafür derzeit vorrangig für die Grundschulen erteile, „bei denen sich in der Nähe keine Horteinrichtung befindet“.

Die Variante einer Offenen Ganztagsgrundschule sei für die Schule an der Birkenstraße „ernsthaft geprüft“ worden. „Allerdings hat uns die ungeklärte Fragestellung der Anschluss- und Ferienbetreuung sowie das Erfordernis nach einem Kooperationspartner in Abstimmung mit der Schulleitung dazu bewogen, zum jetzigen Zeitpunkt hiervon Abstand zu nehmen.“ 

Bisher sind 20 Kinder angemeldet - Platz ist aber für mehr

Untergebracht ist die neue Mittagsbetreuung in einem ungenutzten Klassenzimmer im Erdgeschoss der Schule. 30 Kinder können hier betreut werden. Derzeit seien 20 angemeldet. „Wir haben also noch für 10 Kinder Platz“, informierte Monika Beyer, die Leiterin des benachbarten Kinderhorts, deren Träger, die AWO, auch die Trägerschaft für die Mittagsbetreuung übernommen hat. So können Synergieeffekte genutzt werden, sagte Axel Geißendörfer, der Fachabteilungsleiter für Kindertageseinrichtungen bei der AWO.

Unter anderem werde das Essen für die in der Schule betreuten Kinder in der Küche des Hortes gekocht. Für die Eltern bietet die neue Mittagsbetreuung in der Grundschule indes mehr Flexibilität als der benachbarte Hort, erläuterte Hort-Leiterin Beyer, die nun auch Chefin der neuen Mittagsbetreuung ist. Während der Hort eine verbindliche Buchungszeit von insgesamt mindestens 16 Stunden pro Woche verteilt auf fünf Tage die Woche vorschreibe, könne die Mittagsbetreuung auch nur tageweise und für wenige Stunden von den Eltern gebucht werden. Allerdings, so Beyer, werden die derzeit 125 Hort-Kinder bis maximal 18 Uhr betreut. Die neue Mittagsbetreuung schließe um 15.30 Uhr. Hier bekommen die Kinder ein Mittagessen, werden bei den Hausaufgaben betreut und bekommen Unterstützung beim Lernen. Und natürlich wird auch gespielt oder gemeinsam musiziert.

Von Franziska Seliger

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