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Penzberg in Miniatur: Vor sieben Jahren stand das Modell schon einmal in der Rathauspassage; im Bild der damalige Bürgermeister Hans Mummert bei der Übergabe mit Vertretern der Kulturgemeinschaft und der Bergknappen.

Seit einiger Zeit ist das Modell verschwunden

Stadt um das Jahr 1910: Penzberg-Modell soll zurückkehren

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Seit einiger Zeit ist das Modell, das Penzberg um das Jahr 1910 zeigt, von der Bildfläche verschwunden. Es war vor sieben Jahren zum 100. Namenstag Penzbergs ausgestellt worden. Nun will es die Stadt wieder hervorholen – und so ein Versprechen einlösen.

Penzberg – Aus gut 200 Gebäuden bestand Penzberg im Jahr 1910. Es gab noch keine Stadthalle – sie wurde erst 1928 eröffnet – und natürlich kein Roche-Werk. Dafür gab es Bergwerksanlagen mit hohen Schloten, den Güterbahnhof, die königliche Polizeistation und den Lebensmittelkonsum zum Einkaufen. Veranschaulicht hatte dies vor einigen Jahren ein Modell, das die Kulturgemeinschaft und der Bergknappenverein mit einem Münchner Modellbauer in mühsamer Kleinarbeit geschaffen hatten. Im Jahr 2011 überreichten sie der Stadt das Miniatur-Penzberg im Maßstab von 1 zu 400, rechtzeitig zum 100. Namenstag Penzbergs. Es wurde zunächst im Stadtmuseum und dann in der Rathauspassage – dort, wo heute die Musikschule ihr Büro hat – ausgestellt, verschwand jedoch im darauffolgenden Jahr wieder. Zeitweise verstaubte das Modell in einem Lagerraum. Mittlerweile steht es vor der Tür zum Stadtarchiv im Untergeschoss der Rathauspassage – kein adäquater Platz, wie man im Rathaus einräumt.

Dass das Miniatur-Modell nicht vergessen ist, zeigte sich Ende vergangenen Jahres in einer Bürgerfrageviertelstunde vor einer Stadtratssitzung. Die Stadt habe dem Kulturverein versprochen, dass das Modell wieder in die Rathauspassage zurückkommt, sagte ein Penzberger. Wie Stadtbaumeister Justus Klement erklärte, soll dies auch geschehen. Dies müsse aber noch mit den Eigentümern der Rathauspassage geklärt werden. Große Probleme dürfte das jedoch nicht bereiten: Die Stadt ist Eigentümerin von knapp 75 Prozent der Fläche in der Rathauspassage. Die Eigentümerversammlung soll in den nächsten Wochen stattfinden, womöglich noch im Februar. Wo das Modell genau hinkommen soll, ist noch nicht bekannt.

Die Kulturgemeinschaft hoffe, dass es wieder einen würdigen Platz in der Rathauspassage erhält, sagt Vorsitzender Thomas Sendl, Der Kulturverein und der Bergknappenverein hatten das Modell im Jahr 2011 der Stadt Penzberg geschenkt. Eine treibende Kraft war der mittlerweile gestorbene Ehrenfried Mock, ehemals Realschulleiter, Stadtratsmitglied und Vorsitzender der Kulturgemeinschaft. Er hatte damals berichtet, dass es nicht einfach war, das Modell – es misst fast drei auf zwei Meter und wiegt zirka 300 Kilogramm – zu schaffen. Es habe für diese Zeit keinen kompletten Plan des Ortes gegeben. Informationen mussten einzeln im Archiv zusammengesucht werden. Auch der Zufall half: Ein von der damaligen Bergwerksgesellschaft angefertigter Stich zeigte die Gebäude des Bergwerks um die Jahre 1909 und 1910.

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