Die Montessorischule hat seit 2013 ihr eigenes Schulgebäude an der Seeshaupter Straße.
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Die Montessorischule hat seit 2013 ihr eigenes Schulgebäude an der Seeshaupter Straße.

Überlegungen für Anbau

Penzberger Montessorischule braucht mehr Platz - Stadt will Weg freimachen

  • vonWolfgang Schörner
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Die Stadt Penzberg will es der Montessorischule ermöglichen, ihr Gebäude um einen Anbau zu erweitern. Die Schule benötigt mehr Platz für die erste bis dritte Jahrgangsstufe. Auf lange Sicht gibt es an der Seeshaupter Straße noch andere Pläne: eine Montessori-Fachoberschule.

Penzberg – Seit dem Jahr 2013 hat die Penzberger Montessorischule ein eigenes Schulhaus an der Seeshaupter Straße, errichtet auf eigene Kosten. Beim Einzug waren es damals 170 Kinder. Mittlerweile werden an der Penzberger Montessorischule 219 Schüler in neun jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet. Dem Penzberger Bauausschuss lag diese Woche ein Antrag vor, den Bebauungsplan für das Areal so zu ändern, dass ein zweigeschossiger Anbau entstehen kann, der Platz für vier weitere Räume bietet. Das Gebäude rückt damit um neun Meter näher an die benachbarte Grundschule an der Birkenstraße heran.

Penzberger Bauausschuss ist einverstanden

Einverstanden war damit der Bauausschuss, der die Änderung einstimmig ins Verfahren schickte. Die Penzberger Montessorischule, sagte Stadtbaumeister Justus Klement, sei über die Grenzen Penzbergs hinaus begehrt. Er machte zugleich einen Vorschlag, der über den Antrag der Schule hinausging: Es sollte auch geprüft werden, ob das Schulhaus um ein Stockwerk auf drei Geschosse erhöht werden könnte. Dann wären ihm zufolge die bebauungsplanrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, falls die Montessorischule später einmal Bedarf für eine zusätzliche Erweiterung haben sollte. Auch damit war der Ausschuss einverstanden.

Penzberger Montessorischule: Starker Zulauf in den vergangenen Jahren

Auf Nachfrage bestätigte Michael Feder, Geschäftsführer der Montessorischule, dass es Überlegungen gebe, wegen des starken Zulaufs in den vergangenen zwei Jahren eine dritte Unterstufenklasse einzuführen, die die erste bis dritte Jahrgangsstufe umfasst. Dabei handle es sich momentan um ein Gedankenspiel. Nichts zu tun haben die aktuellen Überlegungen ihm zufolge mit den Fachoberschulplänen. In diesem Zusammenhang gab es die Idee, den Südflügel aufzustocken (wir berichteten). Die Pläne liegen laut Feder aber nach wie vor auf Eis. In zwei oder drei Jahren, schätzt er, könne man dies aber noch einmal prüfen. Der Hintergrund ist, dass die Privatschule derartige Baumaßnahmen selbst finanzieren muss und erst im vierten Jahr eine Förderung für die Fachoberschule erhalten würde. Die Penzberger Montessorischule muss außerdem noch bis 2030 Zins und Tilgung für den Schulbau vor acht Jahren tragen. Ein weiterer Punkt sei, so Feder, dass eine dritte Unterstufenklasse momentan mehr drückt.

Schulstudie der Stadt Penzberg für eigene Grund- und Hauptschulen

In der Bauausschusssitzung diese Woche wurde am Rande auch eine mögliche Erweiterung der benachbarten Birkenstraßen-Grundschule angesprochen, deren Träger die Stadt Penzberg ist. Man werde dies mitbewerten und das Nebeneinander der Entwicklung in einer Variantenbetrachtung darstellen, so die nebulöse Aussage von Stadtbaumeister Klement. Ludwig Schmuck (CSU) erklärte zudem, dass das bewaldete Dreieck zwischen Seeshaupter Straße und Birkenstraße für eine Schulerweiterung freigehalten werden sollte. Fakt ist, dass in der Vergangenheit immer wieder über eine Erweiterung einer der beiden Grundschulen oder einen Neubau gesprochen wurde. Im vergangenen Februar hat der Verwaltungs-, Finanz- und Sozialausschuss eine Studie in Auftrag gegeben, die untersuchen soll, welcher Handlungsbedarf bei Grund- und Mittelschulen besteht.

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