Ausflug in die Stadt Luxemburg: Penzberger Musikschüler vor dem Opernhaus.
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Ausflug in die Stadt Luxemburg: Penzberger Musikschüler vor dem Opernhaus.

Musikschule bei „Diffwinds“

Erstmals in der neuen Penzberger Partnerstadt Differdingen: Mit Pop und Rock nach Luxemburg

  • VonWolfgang Schörner
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Seit knapp zwei Jahren besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Penzberg und der Stadt Differdingen in Luxemburg. Bisher wurden gegenseitige, offizielle Besuche durch die Corona-Pandemie verhindert. Den Anfang machte nun die Jugendkapelle der Penzberger Musikschule. Sie nahm in Differdingen an einem Musikfestival teil – und gewann einen Preis.

Penzberg – Seit 25 Jahren veranstaltet Differdingen im zweijährigen Turnus das internationale Jugendmusikfestival „Diffwinds“. Für das Jubiläum hatte sich die Jugendkapelle der Penzberger Musikschule beworben – und war als Orchester aus der frisch gebackenen Partnerstadt auch eingeladen worden. Drei Tage waren nun 28 junge Penzberger Musikschüler, alle zwischen elf und 18 Jahre alt, mit ihrem Dirigenten Simon Zehentbauer und Musikschulleiter Johannes Meyer im 448 Kilometer Luftlinie entfernten Differdingen im Süden Luxemburgs.

Es sei alles perfekt organisiert gewesen, erzählt Zehentbauer. „Wir mussten uns um nichts kümmern, wir wurden regelrecht hofiert.“ Der stellvertretende Musikschulleiter hatte jedenfalls den Eindruck, dass sich die Luxemburger um sie als die Gäste besonders bemühten – quasi als erste offizielle Delegation der noch jungen Städtepartnerschaft. Empfangen wurden die Penzberger von der seit 2019 amtierenden Bürgermeisterin Christiane Brassel-Rausch sowie Kulturamtsleiter und Vize-Bürgermeister Tom Ulveling. Die Penzberger selbst hatten ein Grußwort von Bürgermeister Stefan Korpan mitgebracht.

Festival „Diffwinds“: Jugendpreis für die Penzberger Musikschüler

Der Höhepunkt für die Musikschüler waren zwei Auftritte – beim Festival und bei einem Gottesdienst. Ein wenig nervös seien die Kinder und Jugendlichen schon gewesen, erzählt Zehentbauer („Für die meisten war es die erste Konzertfahrt“). Ebenso zweifelte der eine oder andere von ihnen, ob sie gut genug für das Festival sind. Auf der Konzertbühne zeigte sich die Jugendkapelle der städtischen Musikschule dann aber „sehr konzentriert“. Beim Festival „Diffwinds“ spielten die jungen Penzberger Bearbeitungen von Pop- und Rock-Stücken für Jugendblasorchester – und am Ende mit der Differdinger Jugendkapelle die Europahymne, was sie danach alle gemeinsam mit einer Polonaise durch den Konzertsaal feierten.

Er sei „sehr stolz“ auf die Jugendkapelle, sagt Zehentbauer. Stolz können die Jugendlichen aber auch auf sich selbst sein. Eine Jury verlieh den Penzbergern den „Junior Prize“ des Festivals. Was, so der Dirigent, sicher lange für Motivation sorgen wird. Schön war ihm zufolge auch zu sehen, wie die Gruppe, trotz des Altersunterschieds, zusammengewachsen sei. Die Kinder, erzählt er, verfügten über eine hohe soziale Kompetenz, eine Eigenschaft, die generell bei Musikschülern zu beobachten sei.

Kontakte geknüpft hat der Vize-Musikschulleiter auch zum Präsidenten und zum Dirigenten der „Differdinger Stadtmusik“ und zum Leiter der dortigen Jugendkapelle. Er glaubt, dass auf der musikalischen Ebene eine Städtepartnerschaft gut aufgebaut werden könne. Als nächste Gelegenheit würde sich das für Sommer 2022 in Penzberg geplante Stadtfest anbieten. Beide Gruppen aus Luxemburg und die Penzberger, so die Idee, könnten dann ein gemeinsames Musikprogramm auf die Beine stellen.

Ein über den Penzberger Auftritt in Differdingen ist auf Youtube zu sehen (siehe „Jugendkapelle Penzberg“ und „Differdingen“).

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