Hereinspaziert ins neue Musikschulbüro: von links Heidi Burger, Johannes Meyer und Simon Zehentbauer.

Musikschule zieht mit Büro in die Innenstadt

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Viele Jahre befand sich das Büro der städtischen Musikschule Penzberg etwas versteckt im Josef-Boos-Heim. Seit Montag ist es mitten in der Stadt.

Die Glastür der Musikschulverwaltung steht offen. Auf ihr prangt das blaue Logo der städtischen Musikschule: die stilisierte Trompete mit dem Klaviertasten und dem Geigenkorpus. Um die Glasfront zieht sich zugleich ein Band, das Instrumente zeigt, eine Idee des Architekten Wolfgang Zach. Im Foyer stehen Tische, Informationsständer und ein elektronisches Piano. Seit Montag befindet sich das Büro der städtischen Musikschule in Penzberg in der Rathauspassage. 

 „Es haben schon viele Leute vorbeigeschaut“, erzählt Musikschulleiter Johannes Meyer am Vormittag des ersten Tages fast ein wenig verwundert. Für die Einrichtung ist dies ein neues Lebensgefühl. Als das Büro noch im Josef-Boos-Heim war, wo sich auch Polizeiinspektion und Arbeiterwohlfahrt befinden, sei das nie passiert, sagt Meyer. Nun hat die Musikschule in der Nachbarschaft von Volkshochschule und Stadtbücherei eine zentral gelegene Anlaufstelle.

Mit den neuen Verwaltungsräumen ist Meyer äußerst zufrieden. „Super. Es ist hell und großzügig“, sagt er. „Wir fühlen uns hier wohl“, fügt sein Stellvertreter Simon Zehentbauer an. Mit der Verwaltungsangestellten Heidi Burger haben sie die Räume bezogen. Sowohl für die Drei als auch für das gesamte Kollegium (34 Lehrkräfte) würden sich die Arbeitsbedingungen verbessern, sagt Zehentbauer – der zweite Vorteil des neuen Standorts neben dem stärkeren Publikumsverkehr. Bis Anfang Juni befand sich dort die Asyl-Begegnungsstätte, die an der Christianstraße ein neues Domizil erhalten soll. Nach deren Auszug wurden die Räume umgebaut. Lob zollen die zwei Leiter der Stadt und dem Bauhof, dass Umbau und Umzug schnell und reibungslos verliefen.

Für die Musikschulverwaltung ist es der dritte Umzug: Das erste Büro ab 1979 war unter dem Dach des alten Mädchenschulhauses, das zum Gymnasium gehört. Dann wechselte sie in die Turnhallen der Bürgermeister-Prandl-Schule. 2007 folgte der Umzug ins Josef-Boos-Heim, wo ihr rund 140 Quadratmeter zur Verfügung standen. Da diese Räume nun dem AWOlino-Kindergarten für eine neue Gruppe zugeschlagen werden, kam es zum Wechsel in die Innenstadt.

Über 200 Quadratmeter Platz ist dort – für zwei Büroräume, einen Seminarraum zum Beispiel für Lehrerkonferenzen, einen großen Lagerraum für Instrumente wie Geigen, Keyboards oder Akkordeons sowie für eine Teeküche.

Nichts zu tun hat der Umzug mit der Frage nach eigenen Unterrichtsräumen. Wie berichtet soll die Musikschule unter anderem einen Physikraum in der Mittelschule erhalten. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses wurde auch der Ruf nach einem Musikschul-Domizil wieder laut. Auch wenn der Seminarraum im neuen Büro groß genug wäre: Unterricht sei dort nicht geplant, sagt Meyer. Ein Testlauf am Piano zeigte: Die Wände sind zu hellhörig.

Das Musikschulbüro ist wie bisher montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich montags, dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. In den Schulferien ist geschlossen.

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