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Wellenbad Penzberg: Der Abriss ist jetzt sichtbar.

Abriss in Penzberg

Nach Entkernung: Die ersten Wellenbad-Wände fallen - und eine Baustellenkamera überträgt

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Bisher war von außen nicht viel zu sehen: Der Abbruch des Wellenbads geschah zunächst hinter den Mauern. Doch nun, nach der Entkernung, ist der Abriss für alle sichtbar. Vor wenigen Tagen fielen die ersten Außenwände. Vom Foyer arbeiten sich die Arbeiter jetzt vor. Ende Oktober, so der Plan, soll nur noch eine ebene Fläche übrig sein.

Penzberg – Vor dem Wellenbad türmen sich Berge aus Bauschutt und Holz. Dazwischen steht ein 55 Tonnen schwerer Abbruchbagger. Am Montag, sagt Christian Baumann, habe der Abbruch mit dem Großgerät begonnen. Baumann ist Chef des abbruchplanenden Ingenieurbüros aus Bad Reichenhall. Die Arbeiter der Firma Ettengruber aus Dachau sind derzeit beim Eingangs- und Saunabereich zugange. Danach folgt die Gastronomie. So soll vor dem Gebäude auch Platz zum Sortieren geschaffen werden. Denn die Materialien müssen getrennt werden. Bis Ende Oktober soll nichts mehr vom Wellenbad übrig sein.

Die Masse am Material beim Abriss sind groß. Beim Betonabbruch fallen laut Baumann zirka 1500 Kubikmeter an. An Bauschutt werden ihm zufolge rund 500 Tonnen entsorgt oder verwertet, beim Altholz sind es zirka 200 Tonnen. An sonstigen Abfällen fallen etwa 150 Tonnen an.

Wellenbad-Abriss: Erste Etappe war die Entkernung

Wie berichtet, hatte bereits Ende Juli die Entkernung des alten Wellenbads begonnen. Die erste Etappe galt dem Abbruch im Inneren und der Schadstoffsanierung. Einige Penzberger waren dabei auch an Erinnerungsstücken interessiert. „Es gab viele begeisterte Badbesucher, die gern etwas gekauft haben“, erzählt Stadtwerke-Leiter Josef Vilgertshofer – zum Beispiel Massagestühle, Teile aus dem Solarium, Schilder und Wappen. Einen Interessenten gab es auch für die Buchstaben des Schriftzugs „Gaststätte“. Die Schwimmbadtechnik wurde laut Vilgertshofer zudem anderen Bädern offeriert. Ein Teil sei verkauft worden. Den alten Kassenautomaten wollte allerdings niemand – er steht noch zwischen den Trümmern.

Wellenbad-Abriss: Sortieren macht den Abbruch aufwendig

Was den Abriss aufwendig macht, ist das Sortieren. Alles sei vorher untersucht worden, sagt Abbruch-Planer Baumann. Die Anforderungen des Gesetzgebers seien hoch. Der Beton-Bauschutt könne verwertet und in Gruben verfüllt werden. Der Beton von Bodenplatte und Fundament könne für den Straßenbau wiederverwertet werden. Die Dachbahnen kämen in die Müllverbrennung. Das Holz werde in einem speziellen Heizkraftwerk verwertet. „Das Ziel ist, möglichst viel zu recyceln“, sagt Polier Armin Duhme von der Firma Ettengruber. „Deshalb betreiben wir so einen hohen Aufwand mit dem Sortieren.“

Die letzte Etappe des rund eine halbe Million Euro teuren Wellenbad-Abrisses (das Gesamtbudget für Abriss und Hallenbad-Neubau beläuft sich auf fast 20 Millionen Euro) wird die Schwimmhalle und das Tragdach betreffen. Danach sollen die Erdarbeiten und die Gründung des neuen Bauwerks mit zirka 190 Bohrpfählen folgen, die rund zwölf Meter in die Tiefe getrieben werden.

Wellenbad-Abriss: Eine Baustellenkamera überträgt Arbeiten

Der Fortschritt lässt sich übrigens bequem vom heimischen Sofa aus beobachten. Die Stadtwerke haben am Giebel der benachbarten Sporthalle eine Baustellenkamera angebracht. Sie überträgt die Arbeiten. Der Link zur Kamera ist auf der Internetseite „www.stadtwerke-penzberg.de“ zu finden.

Auch interessant: Zum Finale vor dem Abriss: 119 Hunde tummeln sich im Wellenbad 

Und: 

Baden im ersten Stock: So plant Penzberg ein neues Schwimmbad

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