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Werben fürs „Stadradeln: Klimaschutzmanager Andreas Wowra und Bürgermeistern Elke Zehetner.  

Bundesweite Aktion „Stadtradeln“ 

Nach „Pleite 2018“: Radeln für Penzberg

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Zum fünften Mal beteiligt sich Penzberg am „Stadtradeln“. Bürgermeisterin Elke Zehetner hofft diesmal auf eine dreistellige Teilnehmerzahl – nach der „Pleite von 2018“.

Penzberg – Im vergangenen Jahr hatten sich nur 77 Penzberger Radler an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligt. „Eine Pleite“, bedauert Bürgermeisterin Elke Zehetner. Sie legten zusammen zwar immerhin eine Wegstrecke von 22 986 Kilometern zurück. Unter 885 Kommunen, die 2018 mitmachten, landete Penzberg – im Verhältnis zur Einwohnerzahl – aber nur auf den 475. Platz. Dass heuer mehr Penzberger mitmachen, dafür warben diese Woche Bürgermeisterin Zehetner und Klimaschutzmanager Andreas Wowra.

In Penzberg findet das dreiwöchige „Stadtradeln“ heuer von Samstag, 29. Juni, bis Freitag, 19. Juli, statt. Wer teilnehmen will, registriert sich als Einzelfahrer oder im Team online. Für Penzberg können alle antreten, die in der Stadt leben oder arbeiten. Die Besten erhalten auch einen Preis.

Sieben Teams haben sich in Penzberg bereits registriert

Wowra ist jedenfalls zuversichtlich, dass Penzberg heuer eine dreistellige Teilnehmerzahl schafft. Sieben Teams sind bereits registriert. Darunter sei ein Team des Penzberger Gymnasiums mit über 30 Schülern und Lehrern, erzählt Wowra. Das Gymnasium stellt sogar noch ein zweites Team. Gemeldet waren bis Dienstag auch die Stadtverwaltung, die Volkshochschule, die Energiewende Oberland, das Unternehmen Hamos und ein Team namens „Rote Radler“. Einzelfahrer können sich im „offenen Team“ registrieren lassen. Bis Dienstag war fast die Hälfte der erhofften dreistelligen Teilnehmerzahl erreicht; nämlich 49.

Die bundesweite „Stadtradeln“-Aktion gibt es seit 2008. Damals rief ein Klima-Bündnis aus Kommunen und Landkreisen erstmals dazu auf. Bei dem Wettbewerb werden die Kilometerzahlen der Kommunen verglichen. Das eigentliche Ziel ist aber, fürs Radfahren zu werben und CO2-Emissionen zu vermeiden. In Penzberg waren es vergangenes Jahr umgerechnet 3,2 Tonnen. Mittlerweile, so Wowra, werde die „Stadtradeln“-Aktion auf der ganzen Welt nachgeahmt.

Zehetner spricht vor allem Jugendliche an, die bei „Fridays for Future“ demonstriert haben

Penzberg beteiligte sich erstmals im Jahr 2015 an der Aktion, angeregt von der BfP. Die Premiere war auch ein Erfolg: Damals radelten 230 Penzberger zusammen 40 186 Kilometer, womit sie unter den Kommunen (im Verhältnis ihrer Einwohnerzahl) auf den 98. Platz kamen. Der hohe Wert wurde in den vergangenen drei Jahren allerdings nicht auch nur annähernd erreicht.

Neben einer höheren Teilnehmerzahl als 2018 sei deshalb das zweite Ziel, bei der Kilometerzahl an den Erfolg des ersten Jahres anzuknüpfen, sagt Bürgermeisterin Zehetner. „Das wäre sensationell.“ Sie setzt dabei auch auf die Jugendlichen, die bei den Klima-Demonstrationen „Fridays for Future“ auf die Straße gegangen sind. „Sie können Taten folgen lassen“, sagt Zehetner. „Jeder Kilometer zählt.“

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Mitmachen können Radler auch auf dem E-Bike. Die Penzberger Stadtverwaltung kann da mit zwei Exemplaren aufwarten. Vor einem Jahr seien die „Elektrodienstfahrräder“ für zusammen rund 5000 Euro angeschafft worden, so Zehetner. Und sie werden laufend genutzt. Mittlerweile seien mit den zwei kommunalen E-Bikes insgesamt 2250 Kilometer zurückgelegt worden, was einer Fahrstrecke von Penzberg nach Moskau oder zu den Färöer-Inseln entspreche, rechnet Wowra vor. Sogar das Tempo hat er sich vom E-Bike-Computer notiert. Die Stadtmitarbeiter seien mit den E-Bikes im Schnitt mit 17,3 Stundenkilometer unterwegs. Und einmal, so Wowra, wurden sogar 51,1 Stundenkilometer gefahren.

Anmeldung

Wer beim „Stadtradeln“ für Penzberg teilnehmen will, muss sich online registrieren

wos

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