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Baustart für das neue Hallenbad: erster Spatenstich als symbolischer Akt.

Nach Wellenbad-Abriss

Neues Familienbad für Penzberg: Jetzt wird gebaut - Start mit symbolischen Akt

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Das alte Wellenbad ist abgerissen, jetzt beginnt der Bau des neuen Penzberger Familienbads samt Spaßrutsche und Sauna. Der symbolische Start erfolgte am Donnerstagnachmittag mit dem ersten Spatenstich. Eröffnung soll im Dezember 2021 sein. Das Budget für Abriss und Neubau beträgt laut Stadtwerke fast 20 Millionen Euro.

Penzberg – Nach dem Abriss des über 40 Jahre alten Wellenbads beginnt nun an derselben Stelle der Bau des neuen Familienbads. Als „herausragenden Anlass“ bezeichnete Bürgermeisterin Elke Zehetner den symbolischen ersten Spatenstich am Donnerstagnachmittag. In den nächsten Monaten werden laut Architekt Wolfgang Gollwitzer rund 3300 Kubikmeter Beton und 570 Tonnen Stahl verbaut sowie 5000 Quadratmeter Fließen verlegt. Die Eröffnung wird für Dezember 2021 anvisiert.

Familienbad in Penzberg: Spaßrutsche mit 110 Metern Länge

„Der Bevölkerung wird ein hochmodernes Bad zur Verfügung gestellt“, blickte Projektsteuerer Jens-Wilhelm Brand vom Büro „Constrata“ voraus. „Penzberg kann sich freuen.“ Das neue Familienbad – Bauherr sind die Penzberger Stadtwerke – wird laut Architekt Gollwitzer im Erdgeschoss Foyer, Umkleiden und Technik haben. Eine Unterkellerung, erklärte er, hätte höhere Kosten bedeutet. Im Geschoss darüber entstehen Sportbecken, Kombibecken und Kinderbecken sowie der Saunabereich – samt Ausblick in die Berge. Man werde mit viel Glas arbeiten. Außerdem erhält das Familienbad eine Rutsche mit einer Länge von 110 Metern und einer Höhe von 11,5 Metern, so Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer. Auch eine Gastronomie ist vorgesehen.

So soll das neue Bad aussehen.

„Das neue Bad wird funktional, optisch und technisch deutlich besser als das alte Bad“, sagte Gollwitzer. „Mein Wunsch ist, dass alle in Penzberg stolz auf das Projekt sind.“ Laut Vilgertshofer wird das neue Bad eine Nutzungsdauer von 40 Jahren haben. „Es soll mindestens zwei Generationen Freude bereiten“, so Bürgermeisterin Zehetner. Die Vereine, sagte Vilgertshofer, hätten dadurch eine langfristige Perspektive. „Der Schwimmsport kann in Penzberg funktionieren.“

Familienbad in Penzberg: Budget liegt bei knapp 20 Millionen Euro

Die Kosten liegen laut Projektsteuerer Brand „trotz virulenter Marktlage“ – gemeint sind die steigenden Baupreise – bislang im Plan. Näheres werde man im Frühjahr wissen. Stadtwerke und Stadt investieren in Abriss und Neubau knapp 20 Millionen Euro. So sieht es zumindest das aktuelle Budget vor.

Brand äußerte sich auch zum Zeitplan. Der Rückbau des Wellenbads (er begann Ende Juli) sei „punktgenau fertig geworden“. Am Montag starte nun der Erdbau: Gegründet wird das neue Bad mit rund 180 Bohrpfählen im torfigen Untergrund. Würden die Pfähle hintereinandergelegt, ergäbe dies eine Länge von 1,8 Kilometern, sagte Brand. Die Rohbauarbeiten sollen von 30. März 2020 bis Herbst 2020 dauern. Danach folgt die Dachkonstruktion. Die Edelstahlbecken – es sind Fertigmodule – werden ab Herbst 2020 installiert. Der Endausbau beginnt Mitte 2021. Ab Herbst 2021 ist die zweimonatige Phase der Inbetriebnahme geplant, die Einweihung Ende 2021.

Familienbad in Penzberg: Vorgeschichte mit Bürgerentscheid

An die lange Vorgeschichte erinnerte Bürgermeisterin Zehetner. Technik und Gebäude des alten Wellenbads seien überaltert und nicht mehr zeitgemäß gewesen, sagte sie. Seit 2008 habe man sich mit dem Bad befasst. Damals gab es eine erste Machbarkeitsstudie. Nachdem die Stadt das Wellenbad an die Stadtwerke übertragen hatte, fällte dort der Verwaltungsrat am 26. Oktober 2016 die Entscheidung, anstatt das alte Bad zu sanieren, ein neues Bad zu bauen. Was allerdings umstritten war: Es kam am 14. Oktober 2018 zum Bürgerentscheid. Dieser fiel mit 61,7 Prozent für den Neubau aus. „Gottseidank“, wie Bürgermeisterin Zehetner sagte. Sie wünsche sich nun eine unfallfreie Baustelle – und dass die Kosten im Rahmen der Berechnung bleiben.

Lesen Sie auch: 58 Millionen Euro Kreisumlage: Wieso soll Penzberg den Weilheimern das Hallenbad zahlen?

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