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Das geplante neue Kinderhaus in Penzberg soll eine reine Krippe werden.

Neues Kinderhaus in Penzberg soll reine Krippe werden

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Die neue Kindertagesstätte zwischen der Montessorischule und der Birkenstraßen-Grundschule soll als reine Krippe mit vier Gruppen geplant werden. Eine Mischform mit Kindergarten wird es voraussichtlich nicht geben.

Penzberg – Offen war bis vor kurzem, ob die geplante neue Tagesstätte eine reine Krippe oder eine Mischform mit Kindergarten werden soll. Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD) hatte zuletzt von einem „Kinderhaus“ gesprochen, nachdem anfangs von einer reinen Krippe die Rede war. Was die Mischung angeht, bedürfe es fachlicher Beratung, sagte sie. Nun herrscht offenbar mehr Klarheit.

Die Bürgermeisterin erklärte auf Anfrage, dass sich die Stadtverwaltung mit dem Stadtrat über eine

Kinderkrippe an der Birkenstraße verständigt habe. Zehetner sprach davon, „die ursprünglich angedachte Lösung in Angriff zu nehmen“. Nach aktuellem Stand wird demnach eine Krippe mit vier Gruppen entstehen. Es handle sich um eine „1:1-Umsetzung“, so Zehetner. Soll heißen: Die Tagesstätte wird die provisorische Container-Krippe an der Birkenstraße ersetzen, die im Jahr 2022 einem Hallenbad-Parkhaus weichen soll.

Mit der Größe der geplanten Tagesstätte hatte sich der Stadtrat in einer nicht öffentlichen Sitzung befasst. In Stein gemeißelt scheint die reine Krippen-Variante aber nicht zu sein. Die Bürgermeisterin erklärte zwar auf Nachfrage, dass Architekt Christian Holzer auf Basis dieser Variante in die Planung geht, zugleich schränkte sie aber ein: „Ob es aus Kosten- und Zeitgründen bei einer ebenerdigen Lösung bleibt oder in einem ersten Stock Räume für etwas anderes verwendet werden, ist noch nicht fixiert.“

Neue Krippe muss bis 2022 fertig sein

Zeit wäre jedenfalls vorhanden. Die neue Tagesstätte muss erst im Jahr 2022 fertig sein, wenn die ganz in der Nähe liegende Container-Krippe dem geplanten Hallenbad-Parkhaus weicht. Das städtische Grundstück zwischen Montessorischule und Birkenstraßen-Grundschule hatte sich der Stadtrat, wie berichtet, bereits Ende April in einer nicht öffentlichen Sitzung ausgesucht.

Die Bürgermeisterin ging auch auf Sorgen von Grundschüler-Eltern ein. Die neue Krippe werde so gestaltet, dass der Pausenhof der Grundschule nicht darunter leiden werde, sagte sie. Die Schulkinder würden genügend Spielmöglichkeiten behalten und könnten weiterhin konzentriert lernen, ohne von Krippenkindern gestört zu werden. „Ich würde mir wünschen, dass alle Beteiligten Vertrauen haben.“

Noch keine Entscheidung bei Kindergarten am Daserweg

Noch keine Entscheidung gibt es darüber, wie es beim städtischen Kindergarten am Daserweg weitergeht. Er war Thema im nicht öffentlichen Teil der jüngsten Bauausschusssitzung. Es steht weiter die Frage im Raum, ob das Haus ein zweites Stockwerk oder einen Anbau erhält, um Platz für zwei Krippengruppen zu schaffen. Wie berichtet, hatten die Planer im Mai einen Anbau-Vorschlag vorgelegt. Der Ausschuss beharrte aber auf seiner Forderung, erst eine zweite Architektenmeinung zu einer Aufstockung (die erste Aufstockungsvariante hätte angeblich 7,5 Millionen Euro gekostet) zu hören. Die Bürgermeisterin sagte auf Anfrage, der Ausschuss habe nun einen Planer für die geforderte zweite Meinung beauftragt.

Lesen Sie auch:Platz für neues Kinderhaus in Penzberg steht fest.

Und: Krippe, Kindergarten und Hort in Penzberg - alle Kinder kommen unter

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