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Die Vorreiter beim Penzberger Georgi-Ritt waren (v. l.) Peter Demmel, Georg Buchner und Helmt Waxenberger

Wettervorhersagen schreckten ab

Nur wenige Zuschauer bei Penzberger Georgi-Ritt

Ponys, Kaltblüter und Mulis waren beim traditionellen Georgi-Ritt dabei. Viele Reiter und Besucher hatten sich allerdings von den Wettervorhersagen abschrecken lassen.

Penzberg – Über 80 Pferde und circa 200 Zuschauer sind am Sonntag beim Penzberger Georgi-Ritt von Gut Hub zur Kapelle St. Maria zu Hub hinauf gezogen, um sich von Pfarrer Bernhard Holz segnen zu lassen. Der Regen blieb aus, aber die Vorhersagen und die Wolken am Himmel hatten viele Reiter, aber auch Besucher abgeschreckt. Trotzdem war Alois Deisenberger, Vereinsvorsitzender der „Rosserer“ zufrieden mit der Auftaktveranstaltung zum 40-jährigen Vereinsjubiläum.

Pünktlich startete die Prozession auf Gut Hub. Voraus marschierte die Stadt- und Bergknappenkapelle unter Leitung von Simon Zehentbauer. Ross und Reiter wurden angeführt von den Vorreitern Georg Buchner mit der Standarte der „Rosserer“, Peter Demmel und Helmut Waxenberger zu beiden Seiten. Im gemächlichen Schritt folgten die Pferde – vom Pony bis zum Kaltblut, zwei Mulis und ein sechs Wochen altes Fohlen. Prächtig herausgeputzt waren die Vierbeiner, geputzt und gestriegelt, geschmückt mit Blumen in Mähne und Schweif.

Penzberger Georgi-Ritt: Segen für alle Tiere und Menschen

Pfarrer Bernhard Holz hielt die Andacht. Er verwies auf den Erfolg des Volksbegehrens für Artenvielfalt und nahm dies als Zeichen, dass es den Menschen ein Anliegen sei, die Natur in gutem Zustand an die nächste Generation weiter zu geben. Der Segen sei nicht nur für die teilnehmenden Reiter und ihre Pferde, sondern für alle Tiere und auch für die Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Natur zu beschützen und zu bewahren.

Drei Mal wurde um die Kapelle geritten, während Pfarrer Bernhard Holz Ross und Reiter segnete.

Musikalisch umrahmt wurde die Andacht von der Stadt- und der Bergknappenkapelle sowie von den Rieder Alphornbläsern. Auch dies sei schon jahrzehntelang Tradition beim Georgi-Ritt um das Huber Kircherl, wie Alois Deisenberger, Vereinsvorstand der „Rosserer“, betonte.

Erlebnis für Pferdefreunde und die gesamte Bevölkerung

Unter den Besuchern waren auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß und ihre Stellvertreterin Regina Bartusch. Jochner-Weiß verwies auf die lange Tradition des Georgi-Ritts in Bayern. Die Teilnahme an Andacht und Segnung sei ein Erlebnis für Ross und Reiter, für Pferdefreunde und die gesamte Bevölkerung.

1969 – nur wenige Wochen nach seiner Gründung – hatte der Verein „D‘ Rosserer“ den Georgi-Ritt um das idyllische Hub-Kircherl zum ersten Mal durchgeführt. Nur einmal war er bisher ausgefallen, auf Anraten des Veterinäramtes, da es zu Fällen von Maul- und Klauenseuche im Landkreis gekommen war. Zum Ausklang luden die „Rosserer“ auf die Tenne in Gut Hub ein. Dort kümmerten sich eifrige Helfer um das Kuchenbuffet, die Grillstation und die Getränkeausgabe.

Von Anneliese Steibli

Lesen Sie auch: Eintauchen in andere Welten - junge Penzberger Blogger schreiben über Bücher.

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