Penzberger Mittelschule: Ab dem Schuljahr 2021/2022 soll es eine offene Ganztagsbetreuung geben.
+
Penzberger Mittelschule: Ab dem Schuljahr 2021/2022 soll es eine offene Ganztagsbetreuung geben.

Finanzausschuss macht den Weg frei

Offenes Ganztagsangebot an Mittelschule

  • vonWolfgang Schörner
    schließen

An der Penzberger Mittelschule soll künftig eine offene Ganztagsbetreuung ab der siebten Klasse angeboten werden. Start ist im Schuljahr 2021/2022. Das hat der Finanz- und Sozialausschuss beschlossen. Denkbar sei, hieß es zugleich, später auch wieder Ganztagsklassen anzubieten. Die gibt es derzeit nur in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe.

Penzberg – Ganztagsangebote in Schulen ermöglichten es Eltern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Zugleich trügen sie „zu mehr Chancengerechtigkeit und individueller Förderung“ der Schüler bei, so Franziska Annaberger vom städtischen Familienbüro. Sie erläuterte dem Penzberger Finanz- und Sozialausschuss nun, wie so etwas an der Bürgermeister-Prandl-Mittelschule in Penzberg aussehen könnte. Die Mittelschule hat eigentlich bereits seit dem Schuljahr 2007/2008 gebundene Ganztagsklassen. Momentan gibt es sie allerdings nur in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe. Bei älteren Schülern bestehe für gebundene Ganztagsklassen mit einer Mindestbuchungszeit von vier Tagen pro Woche allerdings kein Bedarf mehr, so Annaberger.

Als Alternative soll nun ab der siebten Klasse eine offene Ganztagsschule angeboten werden. Während bei einer gebundenen Ganztagsklasse der Unterricht über den ganzen Tag verteilt ist, findet beim offenen Ganztagsangebot der Unterricht ganz normal am Vormittag statt. Am Nachmittag gibt es dann verschiedene schulische Angebote für die Jugendlichen.

Starten soll das offene Angebot an der Mittelschule im Schuljahr 2021/2022. Der Nachmittag könne klassenübergreifend in einer Gruppe gestaltet werden, so Franziska Annaberger. Das Angebot müsse für mindestens zwei Tage in der Woche gewählt werden. Ein wichtiger Vorteil ist ihr zufolge, dass den offenen Ganztag von der siebten bis zur neunten Klasse auch Schüler der M-Klasse besuchen können. Sie müssen sich ab der siebten Klasse nicht mehr zwischen M-Zweig und Ganztag entscheiden. Wie Mittelschulleiter Michael Zwick berichtete, gibt es momentan 18 Jugendliche, die Interesse angemeldet haben. Es würden aber noch weitere Voranmeldungen entgegengenommen.

Kooperationspartner für die gebundenen Ganztagsklassen an der Mittelschule ist momentan der AWO-Bezirksverband. Laut Annaberger hat er jedoch mitgeteilt, dass er derzeit keine weiteren Trägerschaften bei der Ganztagsbetreuung übernimmt. Angefragt hat die Stadt deshalb bei der Kinderhilfe Oberland sowie beim AWO-Kreisverband.

Das Budget für eine Gruppe beträgt laut Annaberger knapp 33 000 Euro. Mit dem Geld werde der zusätzliche Personalaufwand für die ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote abgedeckt. Den Großteil des Betrages übernimmt der Freistaat. Die Stadt Penzberg trägt rund 6000 Euro.

Im Finanz- und Sozialausschuss wurde das offene Ganztagsangebot von allen Fraktionen begrüßt. Gerade auch in Corona-Zeiten sei dies eine wichtige Unterstützung, sagte Ute Frohwein Sendl (PM). Als schade bezeichnete sie es aber, dass die gebundene Ganztagsklasse derzeit nicht mehr ab der siebten Jahrgangsstufe angeboten wird. Vor diesem Hintergrund fragte Katharina von Platen (Grüne), ob zu einem späteren Zeitpunkt wieder eine gebundene Ganztagsklasse ab der siebten Jahrgangsstufe angeboten werden könnte – oder ob diese Möglichkeit durch die Entscheidung für das neue offene Ganztagsangebot verbaut wird.

Rathaus-Geschäftsleiter Roman Reis erklärte dazu, dass es natürlich denkbar sei, das Angebot später in eine gebundene Ganztagsschule umzuwandeln. Sollte sich dieser Wunsch in Zukunft herauskristallisieren, stehe man als Stadt dem offen gegenüber.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare