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Penzberger Stadtbücherei: Auszubildender Jan Heinemeyer mit einem Teil der Spiele-Auswahl .

Fördergeld für Penzberg

Penzberger Stadtbücherei jetzt auch  Spiele-Bibliothek - und ein Spiele-Fan muss zählen

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Die Penzberger Stadtbücherei bietet seit kurzem nicht nur Bücher zum Ausleihen an. Sie ist jetzt auch eine Spiele-Bibliothek. Möglich macht dies die Stiftung „Spiel des Jahres“, bei der sich die Bücherei um ein Förderprojekt beworben hat. Die Vorbereitung war allerdings eine mühevolle Kleinstarbeit.

Penzberg– „Spielen schult die Kreativität, die Konzentration und auch die sozialen Kompetenzen“, erklärt Büchereileiterin Katrin Fügener. „Beim Spielen lernt man immer was, und ganz nebenbei macht es auch noch richtig Spaß“, sagt sie. Es sei „im besten Sinne Lernen, und das passt in eine Bibliothek“. Das alles hat ihr zufolge die Penzberger Stadtbücherei bewogen, sich im vergangenen Herbst für ein Förderprojekt des Vereins „Spiel des Jahres“ zu bewerben.

Der Verein kürt nicht nur jährlich das beste neue Spiel auf dem Markt, sondern unterstützt seit 2010 auch Spielevereine, Kirchengemeinden, Schulen oder Kommunen – zum Beispiel für den Aufbau von „Spieliotheken“, wie es der Verein nennt. Heuer war unter den deutschlandweit 109 geförderten Projekten auch die Penzberger Stadtbücherei. Sie erhielt 1500 Euro für den Aufbau eines Spiele-Bestands.

Verein „Spiel des Jahres“ hilft Penzberger Stadtbücherei

Zuvor gab es in der Penzberger Stadtbücherei zwar „Wii“-Spiele für die Spielekonsole. Analoge Spiele fehlten aber. In einem ersten Schritt legte die Bücherei nun die Hälfte des Förderbetrags in den Kauf von über 50 Spielen an, die ab sofort ausgeliehen werden können. Man habe sich gründlich überlegt, welche Spiele es sein sollen. Zur Rate zog das Team dabei auch die „Lesefuzzi“-Vorleser und die Gruppe der „FreitagsSpieler“, die sich seit einem Jahr regelmäßig in der Bücherei treffen. Es entstanden laut Fügener drei Kategorien: Spiele für die Kleinsten wie „Obstgarten“ und „Dobble“, für die ganze Familie wie „Piraten kapern“ oder „Krasse Kacke“ sowie für Jugendliche und Erwachsene. Darunter fallen „Pandemie“, „SafeHouse“ und „Arkham Horror“, das in der Bücherei in der englischsprachigen Version vorliegt. Dazu hat sie Karten-, Brett- und Würfelspiele und einige „Spiele des Jahres“ wie „Azul“, außerdem eine Reihe „Tiptoi“- und Lernspiele.

Spiele-Bibliothek: Kleinstarbeit mit Spielsteinen

Eine mühevolle Kleinstarbeit hat der Bücherei-Auszubildende Jan Heinemeyer hinter sich. Die Frage war nämlich, wie man sicherstellen kann, dass ein ausgeliehenes Spiel mit vielen Spielsteinen vollständig zurückkommt. Die Antwort: erst einmal bei allen Spielen die Zahl der Teile zählen und notieren. Über 400 Teile hat zum Beispiel „Arkham Horror“.

Man sei manche Stunde daran gesessen, erzählt Katrin Fügener und lobt dafür den 22-Jährigen. Er sei maßgeblich am Bestandsaufbau beteiligt gewesen. „Es war Teamarbeit“, gibt Jan Heinemeyer zurück – für den „Arkham Horror“ trotzdem zu den Lieblingsspielen gehört. Kommen die Spiele nach der Ausleihe zurück, muss natürlich wieder nachgezählt werden, bestätigt er.

Im Laufe des zweiten Halbjahres 2019 soll laut Büchereileiterin Fügener die andere Hälfte des Fördergelds in weitere neue Spiele investiert werden. Vielleicht, sagt sie, gebe es auch Empfehlungen von Stadtbücherei-Besuchern.

Dass die Spiele-Ausleihe eine gute Idee ist, unterstreicht Bürgermeisterin Elke Zehetner: „Lieber ein Spiel ausleihen, als dafür 30 bis 50 Euro ausgeben und dann zu Hause feststellen, dass es doch nicht so spannend ist.“

Spielenachmittag in der Penzberger Stadtbücherei

Neben der Spiele-Ausleihe gibt es in der Stadtbücherei auch Spielenachmittage: Der nächste ist am Donnerstag, 29. August, von 15 bis 17 Uhr. Ab September treffen sich junge und erwachsene „FreitagsSpieler“ wieder an jedem dritten Freitag im Monat ab 19 Uhr in der Bücherei. Ab Herbst sind regelmäßige Spielenachmittage für Kinder geplant.

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