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Ab September soll es in Penzberg eine neue Stadtbuslinie geben.

Start im September

Penzberger Stadtbus erhält neue Linie - das Netz wird dichter

  • vonWolfgang Schörner
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Der Penzberger Stadtbus erhält im September 2020 eine neue Linie. Sie führt vom Bahnhof über die Ludwig-März-Straße, die Stadthalle, das Viertel „An der Freiheit“ und das Sportstadion zum Roche-Werk. Die Busse sollen morgens, mittags und am frühen Abend im Halbstundentakt fahren.

Penzberg – Das Stadtbusnetz in Penzberg wird erweitert. Es habe der Wunsch bestanden, weitere Ortsteile zu erschließen, sagte Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann am Dienstagabend im Stadtrat. Insbesondere gab es ihm zufolge den Wunsch der Firma Roche, dass Mitarbeiter, die im Viertel „An der Freiheit“ wohnen, mit dem Stadtbus direkt zu ihrem Arbeitsplatz fahren können.

Holzmann und RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer schlugen dem Stadtrat nun vor, eine neue Stadtbuslinie 3 einzuführen, und zwar ab 1. September und zunächst für zwei Jahre auf Probe. Bei Erfolglosigkeit, hieß es, könne sie auch vorher eingestellt werden.

Neue Haltestellen: Ludwig-März-Straße, Stadthalle und Bürgermeister-Rummer-Straße

Die neue Linie führt vom Bahnhof über drei neue Haltestellen an der Ludwig-MärzStraße, an der Stadthalle und an der Bürgermeister-Rummer-Straße zum Rewe-Markt, von dort weiter über „An der Freiheit“, Henlestraße, Nonnenwaldstraße bis zum Roche-Werk. Dort sollen die Busse das Haupttor und das Westtor anfahren. Angebunden werden auch das Gewerbegebiet Grube, das Jugendzentrum und das Nonnenwaldstadion. Die Linie 3, so Holzmann, soll im Stunden- und Halbstundentakt verkehren. Durch die zusätzliche Verbindung verdichtet sich zugleich insgesamt der Takt zwischen Bahnhof und Roche-Werk: Alle 15 Minuten, hieß es, würden dann Busse zwischen Bahnhof und Unternehmen verkehren. RVO-Leiter Kreutzer stellte zudem heraus, dass die neue Linie 3 an die Züge von und nach Kochel angebunden ist. „Das war schon immer unser Anliegen.“ Sofern gewünscht, könnte laut Holzmann ein Kleinbus eingesetzt werden.

Neue Linie: Auf Wunsch auch kleinere Busse - schon wegen der Optik

Der Stadtrat votierte einstimmig für die neue Linie. Christine Geiger (CSU) gefiel auch der Vorschlag, kleinere Busse einzusetzen – schon allein aus optischen Gründen, denn fahren wenig Fahrgäste mit, sieht der Bus nicht so leer aus. Wegen der Corona-Pandemie empfahl sie aber, damit noch zu warten, damit im Bus der nötige Abstand gewahrt werden kann.

Katharina von Platen (Grüne) bat darum, darauf zu achten, dass „attraktive Haltestellen“ entstehen, also mit Sitzbank und „am liebsten mit Bushäuschen“. Wo genau die neuen Haltestellen, etwa an der Ludwig-März-Straße, entstehen, vermochte Kreutzer auf Nachfrage von Aleksandar Trifunovic (CSU) noch nicht zu sagen. In der Probephase brauche man sie auch noch nicht fest einzurichten, erklärte er.

Neue Stadtbuslinie: Kosten werden auf 177.000 Euro geschätzt

Die Kosten für die neue Linie wurden auf 708 Euro pro Tag beziffert. Bei 250 Fahrtagen bedeute dies jährlich 177.000 Euro. Werde ein Kleinbus eingesetzt, verringerten sich die Kosten geringfügig auf 172.250 Euro (pro Tag 689 Euro), hieß es. Der Rest dieses Jahres ab September schlägt mit rund 60.000 Euro zu Buche. Diese außerplanmäßigen Kosten können laut Holzmann durch Einsparungen bei der Schülerbeförderung und bei den Personalkosten gedeckt werden.

Mit dem Start der neuen Linie wird laut Kreutzer die Linie 4 (Stadtgebiet/Roche) um vier Fahrten reduziert. Dies bringe eine Einsparung von 12.000 bis 15.000 Euro, sagte er auf eine Frage von Wolfgang Sacher (BfP). Im Dezember 2020 werde diese Linie 4 dann komplett eingestellt, da es ein besseres Busangebot aus Richtung Wolfratshausen gebe. Davon, hieß es, würden die Roche-Beschäftigten aus den Ortsteilen Reindl und Maxkron profitieren.

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