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Volksfest: Eine Entscheidung ist in Penzberg noch nicht gefallen.

Corona-Pandemie

Penzberger Volksfest nach Absage in Murnau: „Wir finden eine Lösung“

  • vonWolfgang Schörner
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In Murnau hat sich die Politik wegen der Corona-Pandemie gegen ein Volksfest im Juli ausgesprochen. In Penzberg stehen die Chancen dagegen besser, dass Ende August zumindest eine abgespeckte Version mit Biergarten starten kann. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) ist da „sehr optimistisch“.

Penzberg – In Murnau hat vergangene Woche der Hauptausschuss entschieden, dass heuer im Juli kein Volksfest stattfinden wird, auch nicht als kleinere Variante. Christian Fahrenschon, der auch Festwirt in Penzberg ist, hatte den Murnauern eine Version mit Biergarten statt Bierzelt sowie einigen wenigen Fahrgeschäften und Verkaufsständen vorgeschlagen, alles unter Beachtung der Hygienevorschriften. Doch der Ausschuss in Murnau lehnte dies mit 10:1 Stimmen ab.

Volksfest in Penzberg: Festwirt will Konzept mit Biergarten vorlegen

Für Penzberg hat Christian Fahrenschon – seine Familie veranstaltet dort das Volksfest seit 45 Jahren – noch kein Konzept eingereicht. Es sei noch Zeit, außerdem würden sich die Bestimmungen wöchentlich ändern, sagt er. Anfang Juli will er die Gespräche mit der Stadt beginnen. Sein aktuelles Konzept sieht einen Biergarten mit Freizeitpark vor. Samt Hygieneregeln. „Die halten wir penibel ein“, sagt Fahrenschon. Für Penzberg ist der Festwirt, der einen gültigen Pachtvertrag besitzt, optimistisch: „Wir finden eine Lösung, die allen Seiten gerecht wird.“

Penzberger Volksfest: Bürgermeister ist optimistisch

Penzbergs Bürgermeister Stefan Korpan hofft, dass der Festwirt möglichst bald sein Konzept vorlegt, um es zu besprechen und zeitig darüber zu entscheiden. Der aktuelle Stand ist ihm zufolge, dass man versuchen wolle, ein Volksfest abzuhalten, aber nicht in der ursprünglichen Form. Korpan ist da „sehr optimistisch“. Er verweist auf die aktuellen Regeln zur Corona-Pandemie: In Biergärten dürfe man wieder gehen, und Freizeitparks hätten wieder geöffnet. Das Ganze, so Korpan, müsse natürlich mit den Sicherheitsbehörden abgeklärt sein, auch der Zulauf müsse kontrolliert werden. Die Entscheidung wird ihm zufolge – wegen der besonderen Situation – wahrscheinlich im Stadtrat gefällt. Der Zeitraum für die Wiesn wäre normalerweise von 28. August bis 6. September.

Schausteller haben heuer noch keine Einnahmen erzielt

In Murnau veranstalten die Fahrenschons seit über 40 Jahren das Volksfest. Die dortige Entscheidung, „nicht einmal einen kleinen Biergartenbetrieb oder ein Volksfest zum Midnehma“ zuzulassen, hat bei der Familie für Verärgerung gesorgt. „Wenn die Politik eine Bühne braucht, kommen sie gerne zu uns ins Festzelt“, heißt es in einem Schreiben. „Wir sind an der frischen Luft, haben viel Platz, um die Abstände einzuhalten und können auch eine Datenerfassung aller Besucher möglich machen.“ Die für sie zuständigen Gesundheitsämter hätten nie Bedenken geäußert. Die Familie erklärt auch, dass die meisten Schaustellerbetriebe heuer noch keine Einnahmen erzielt hätten. „Einen kompletten Stillstand über das ganze Jahr werden einige Betriebe nicht überleben.“

Volksfest: Wahrscheinlich auch 2021 in Corona-Version

Christian Fahrenschon erzählt, dass sich nach dem Nein in Murnau andere Orte gemeldet hätten, die an seinem Konzept interessiert wären, zum Beispiel Zwiesel. Ziemlich sicher sei er sich, dass es in naher Zukunft keine Volksfeste wie 2019 geben wird. Nicht nur heuer, sagt er, sondern wahrscheinlich auch 2021 würden sie nicht alter Form stattfinden.

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