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Ein Mittelfeldplatz ist das vorrangige Ziel: Nach 23 Jahren spielt der FC Penzberg wieder in der Bezirksliga. Trainer Andreas Brunner (mittlere Reihe, Zweiter von links) kann auf einen spielstarken Kader bauen. 

Fußball - FC Penzberg

Penzberger Personalsorgen zum Auftakt

Penzberg - Der Bezirksliga-Aufsteiger FC Penzberg startet am Samstag ohne Berwein und Fytanidis gegen den Titelanwärter FC Phönix München.

Drei Aufstiege in Folge liegen hinter dem FC Penzberg. Ein vierter ist in der nun beginnenden Saison nicht unbedingt angepeilt. „Wir wollen uns in der Bezirksliga etablieren“, so lautet die Zielsetzung von Trainer Andreas Brunner. Die Punktrunde beginnt für die Penzberger an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen den FC Phönix München. Anpfiff im Nonnenwaldstadion ist um 16 Uhr. Es ist übrigens das erste Bezirksliga-Spiel für den FC Penzberg seit dem Abstieg im Jahr 1993.

Mit dem Team aus der Landeshauptstadt bekommen die Grün-Weißen gleich einen richtigen Prüfstein vor die Nase gesetzt, denn für Brunner gehört Phönix neben dem TSV Grünwald, dem Landesliga-Absteiger SC Fürstenfeldbruck und dem SV Aubing zu den Titelanwärtern.

Seine eigene Mannschaft ordnet Brunner im breiten Mittelfeld der Liga ein. „Wir haben nur Neuzugänge aus der Region, die maximal Kreisliga gespielt haben, und gehören entgegen der Aussagen der Konkurrenz nicht zum Favoritenkreis“, stellt der Trainer klar. Mit den neuen Spielern vergrößerte der FC Penzberg die Breite seines Kaders. An der Qualität der Mannschaft hat sich gegenüber der vergangenen Spielzeit wenig geändert. Die Penzberger sind weiterhin mit vielen Akteuren ausgestattet, die die schon höherklassig im Einsatz waren – dazu gehören Torjäger Franz Fischer (früher beim BCF Wolfratshausen) sowie die beiden Mittelfeldantreiber Maximilian Kalus (SpVgg Unterhaching) und Maximilian Berwein (TuS Geretsried).

Auf Berwein, der in der Rückrunde einer der absoluten Aktivposten der Penzberger war, muss der Aufsteiger aber noch einige Zeit verzichten. Im entscheidenden Spiel um den Kreisliga-Titel gegen die DJK Waldram (Penzberg gewann am letzten Spieltag mit 3:1) zog sich Berwein nach einem bösen Foul eine Bänderverletzung zu, die ihm immer noch zu schaffen macht. Er ist aber nicht der einzige Ausfall. Tasso Fytanidis ist im Urlaub, Leo Vocaj beruflich verhindert – und Neuzugang Lukas Schubert (kam vom SV Bad Tölz) verletzt.

Neben den personellen Problemen sorgt die 0:3-Niederlage im letzten Test vor dem Saisonstart gegen den SC Baldham-Vaterstetten (Bezirksliga Ost) für Nachdenklichkeit beim Coach. „Das Spiel war schlecht“, urteilte Brunner, der bis dahin aber mit der Vorbereitung sehr zufrieden war. „Die Jungs waren sehr fleißig, körperlich ist die Mannschaft in einer guten Verfassung.“ Seine Mannschaft sieht er auf alle Fälle gerüstet. „Wir werden eine gute Truppe auf den Platz schicken“, erklärt Brunner, der sein Team gegen Phönix aber klar in der Außenseiterrolle sieht. „Die sind sehr spielstark“, sagt der FCP-Coach über die Münchener, bei denen es in der Sommerpause einen großen Umbruch gab. 14 neue Spieler holte die Truppe aus der Landeshauptstadt. „Die wollen unbedingt nach oben“, hat Brunner in Erfahrung gebracht. Der Druck des Gewinnen-Müssens liege daher eher bei den Münchenern. „Vielleicht gelingt uns trotzdem eine Überraschung“, sagt Brunner.

von Roland Halmel

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