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Wiedereinstieg in den Beruf: (v.l.) VHS-Chefin Katja Wippermann sowie Sandra Donhauser und Maria Tapia von „Frau und Beruf“ stellten die Kooperation vor. 

Interessantes Projekt

Praktische Hilfe für Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen

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Frauen tun sich oft schwer, nach längerer Pause wieder in einen Beruf einzusteigen. Solche Erfahrungen hat die „Servicestelle Frau und Beruf“ gemacht. Sie will gemeinsam mit der Penzberger VHS Frauen das richtige Werkzeug an die Hand geben.

Penzberg – Frauen sind oft zu zurückhaltend, wenn es um den beruflichen Wiedereinstieg geht, sie sind nicht selbstbewusst genug und unterschätzen ihre Kompetenz oder stellen sie nicht richtig heraus. Männer tun sich da einfacher. So in etwa lauten die Erfahrungen, die die „Servicestelle Frau und Beruf“ gemacht hat. „Sie müssen sich erst bewusst werden: Was kann ich und was will ich. Und dies dann in der Bewerbung gut verpacken“, sagt Projektmanagerin Sandra Donhauser.

Wenn Frauen wegen einer Familienpause jahrelang aus dem Beruf sind, wüssten sie oft nicht, was sie können, sie seien unsicher, sagt ihre Kollegin Maria Tapia. Sie müssten sich erst ihrer Stärke bewusst werden, „um das als Potenzial zu nutzen“. Das können dann auch Managerqualitäten sein, die Frauen in der Familienpause gewonnen haben, wie Sandra Donhauser anfügt.

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Um den Wiedereinstieg nach einer Familienpause und um die berufliche Neuorientierung geht es in einer Kooperation, zu der sich die Tölzer Servicestelle und die Penzberger Volkshochschule zusammengetan haben. Es ist eine Premiere. Im laufenden Semester gab es zwar schon einen Vorgeschmack. Richtig los gehen soll es aber im neuen Semester. „Wir wollen in Penzberg eine Lücke schließen“, sagt VHS-Leiterin Katja Wippermann. 

Das heißt: Die Servicestelle bietet ab Februar im Rahmen der Penzberger VHS mehrere kostenlose Workshops und Beratungstermine an. In erster Linie sind sie für Frauen. Männer dürfen aber auch gerne kommen, so Sandra Donhauser. Dabei sollen sie „Strategien und Werkzeuge“ an die Hand bekommen, „wie sie etwa im Vorstellungsgespräch überzeugen oder Verhandlungssituationen meisten, sei es beim Gehalt, der Arbeitszeitgestaltung oder in anderen Situationen“. In anderen Workshops geht es darum, „eigene Stärken zu erkennen und damit berufliche Potenziale gezielt entfalten und einsetzen zu können“.

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Die Idee für die Kooperation entstand im Herbst 2018 bei einer Jobmesse in Penzberg. Für die Tölzer Servicestelle (weitere gibt es zum Beispiel in Starnberg und Garmisch-Partenkirchen) ist es die erste mit einer Volkshochschule. Sie gehört zur „Frau und Beruf GmbH“ aus München. Die Servicestellen werden vom bayerischen Familienministerium und vom Europäischen Sozialfonds gefördert – weshalb Kurse und Beratung kostenlos angeboten werden können.

Für VHS-Leiterin Katja Wippermann ist das Thema auch ein persönliches Anliegen. Im Bundesfamilienministerium war sie früher unter anderem mit dem beruflichen Wiedereinstieg von Frauen befasst.

Selbstbewusstsein der Frauen soll nachhaltig gestärkt werden

Für die VHS hatte sie nach einem kompetenten Partner gesucht und in der Servicestelle gefunden. Bei dem neuen Angebot geht es ihr zufolge einerseits darum, das Selbstbewusstsein der Frauen nach der Familienpause zu stärken, zum anderem um Strategien, um sich dem Unternehmen gegenüber darzustellen.

Die Vorbereitung auf die Bewerbung sei das „Allerwichtigste“, sagt Sandra Donhauser. Dazu gehört, zu wissen, was man selber und was das Unternehmen will. Viele Fußangeln gibt es ihr zufolge beim Bewerbungsschreiben, was natürlich auch Männer betrifft. Was nicht gut ankommt, sind zum Beispiel E-Mails mit 20 Anhängen, wie Maria Tapia sagt. Oder Standardschreiben. Man müsse Interesse wecken und nicht nur seinen Lebenslauf auflisten. Und beim Vorstellungsgespräch geht es auch um die Fragen: „Wie gebe ich mich, wie artikuliere ich mich und wie kleide ich mich?“

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